Ein Humboldt-Professor für die FAU

Der Physiker Vahid Sandoghdar erhält den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands

(PresseBox) (Erlangen, ) Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) war bei der Bewerbung um den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erfolgreich. Der von der FAU nominierte Physiker Prof. Dr. Vahid Sandoghdar (44) ist mit einer Alexander-von-Humboldt-Professur ausgezeichnet worden. Mit dem mit bis zu fünf Millionen Euro dotierten Preis kann Sandoghar seine bisherige wissenschaftliche Arbeit nun an der Universität Erlangen-Nürnberg und am Erlanger Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts fortsetzen. Der gebürtige Iraner lehrt und forscht derzeit an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich.

"Die Einrichtung einer Humboldt-Professur ist für eine Universität eine große Auszeichnung", betont Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU. "Sie unterstreicht das hohe Ansehen im Ausland, sorgt für Sichtbarkeit und Renommee in der internationalen Scientific Community und ist ein erheblicher Prestige-Gewinn. Ich freue mich, dass es uns in Zusammenarbeit mit dem Erlanger Max-Planck-Institut gelungen ist, Herrn Prof. Sandoghdar für die FAU zu gewinnen und damit auch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung von unserer Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Das zeigt, wie attraktiv wir für hochrangige Wissenschaftler in aller Welt sind."

Forschung an kleinsten Objekten

Vahid Sandoghdar ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nano-Optik und Biophotonik. Seine Arbeiten folgen schon seit seiner Dissertation dem Ziel, die Grenzen bei der Untersuchung von Licht und Materie auf engstem Raum immer weiter zu verschieben, um so deren Wechselwirkungen immer besser zu verstehen und nutzen zu können. So hat er neuartige Methoden zur Visualisierung und Spektroskopie einzelner Moleküle und Nanoteilchen entwickelt. Mit den von ihm eingeführten experimentellen Techniken hatte er einen großen Einfluss auf andere Forschungsgebiete wie die Physikalische Chemie, Biophysik, optische Mikroskopie und Quantenoptik. Sandoghdar soll Direktor am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts und Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg werden, um dort den strategischen Forschungsschwerpunkt Optik zu verstärken und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen neue Forschungsgebiete wie Biophotonik und Nanobiologie aufzubauen.

Zur Person

Am Lebenslauf von Vahid Sandoghdar lässt sich die Internationalität der Wissenschaft in ganz besonderem Maße erkennen. Geboren in Teheran, Iran, erhielt er seinen Bachelor of Science im Juni 1987 an der University of California in Davis. 1993 wurde er an der Yale University in Physik promoviert, anschließend wechselte er als Post-Doc nach Paris an die Ecole Normale Supérieure. Von 1995 bis 2001 war er Assistent an der Universität Konstanz. Hier initiierte er eine neue Forschungsrichtung mit dem Ziel, die Wechselwirkungen zwischen Licht und Materie im Nanometer-Bereich durch die Kombination von Rastersonden-Mikroskopie und Laser-Spektroskopie zu untersuchen. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit in Konstanz war die Verwendung von einem einzelnen Molekül als nanoskopische Sonde. 2001 schließlich wurde er - mit 35 Jahren - ordentlicher Professor für physikalische Chemie an der ETH Zürich. Hier befasste er sich weiterhin hauptsächlich mit der Nano-Optik und ihren Anwendungen. Bemerkenswert ist die wissenschaftliche Breite von Sandoghdars wissenschaftlicher Arbeit, die von Quantenphysik bis Biophysik reicht. Mit rund 120 hochkarätigen Veröffentlichungen zählt er zu den produktivsten und am häufigsten zitierten Physikern. Hinzu kommt die bestechend klare Darstellung seiner Experimente und der erarbeiteten Daten sowie deren überzeugende Einordnung in die theoretischen Modelle.

Die Alexander-von-Humboldt-Professur

Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung zeichnet mit der Professur weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Die Alexander von Humboldt-Professur soll es deutschen Hochschulen ermöglichen, Spitzenkräfte nach Deutschland zu holen und ihnen eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten. Die aus Mitteln des Bundesminis-teriums für Bildung und Forschung finanzierte Professur ist mit bis zu fünf Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.

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