Festkolloquium: 90. Geburtstag Heinz Bethges und 50 Jahre Elektronenmikroskopie in Halle

(PresseBox) (Halle, ) Zwei Jubiläen geben den Auftakt für ein wissenschaftliches Kolloquium am 15. und 16. November 2010 - 50 Jahre Elektronenmikroskopie in Halle und der 90. Geburtstag von Professor Heinz Bethge. Erwartet werden mehr als 100 Gäste aus dem In- und Ausland. Das Festkolloquium wird vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ausgerichtet.

Das Kolloquium beschäftigt sich mit dem Thema Elektronenmikroskopie von ihren Anfängen bis zur Gegenwart und stellt die Frage »Quo vadis Elektronenmikroskopie?«. Eine historische Ausstellung, Gerätepräsentationen und eine Podiumsdiskussion begleiten die zweitägige Veranstaltung.

An den Jubiläumsfeierlichkeiten nehmen Personen des öffentlichen Lebens sowie Fachkollegen teil. Grußworte sprechen u. a. Dr. Joachim Welz, Ministerialdirigent des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt, Dagmar Szabados, Oberbürgermeisterin der Stadt Halle, Professor Gunnar Berg, Vize-Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Professor Birgit Dräger, Prorektorin für Struktur und Finanzen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik Professor Jürgen Kirschner sowie Dr. Christian Colliex, Direktor am französischen Laboratoire de Physique des Solides.

Seit der Gründung der Arbeitsstelle für Elektronenmikroskopie, des späteren Instituts für Festkörperphysik und Elektronenmikroskopie der Akademie der Wissenschaften der DDR im Jahre 1960, ist die elektronen- und ionenstrahl-basierte Mikrostrukturdiagnostik ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt in Halle. Untrennbar verbunden sind die Elektronenmikroskopie und ihre Anwendungen mit dem Namen Heinz Bethge, der im vorigen Jahr 90 Jahre alt geworden wäre.

Heinz Bethge wurde am 15. November 1919 in Magdeburg geboren. Er studierte an der Technischen Hochschule in Berlin Physik, promovierte 1954 an der Martin-Luther-Universität in Halle und gründete 1960 die Arbeitsstelle für Elektronenmikroskopie Halle. Daraus ging später das Institut für Festkörperphysik und Elektronenmikroskopie der Akademie der Wissenschaften der DDR hervor. Dieses leitete er bis 1985 und führte es zu internationalem Ansehen. Als langjähriger Präsident der Deutschen Akademie für Naturforscher LEOPOLDINA hat Bethge in entscheidender Weise zur Förderung der Wissenschaften beigetragen.

Seit den ersten Arbeiten von Heinz Bethge hat die Elektronenmikroskopie in Halle Tradition. Nicht lange nach 1945 entwickelte sich an der halleschen Universität eine international anerkannte Schule für Angewandte Elektronenmikroskopie und Festkörperphysik. In den 60er Jahren bildete sich innerhalb der Physik die Festkörperphysik als eine dominierende Forschungsrichtung heraus, die vielfältige Wechselbezüge zur Materialforschung (materials science) entwickelte. Diese Entwicklung nutzte Heinz Bethge, um das Institut zu erweitern, etablierte das "Bethge-Institut" und führte es mit dem weltweit zweiten Höchstspannungs-Elektronenmikroskop im Jahre 1971 zu einem in Deutschland einzigartigen Zentrum für Angewandte Elektronenmikroskopie. Wie am Fraunhofer IWM wird auch an der Martin-Luther-Universität und am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik grundlagen- und anwendungsrelevanten materialwissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund gegangen.

Auf Empfehlung des Wissenschaftsrates gingen nach der Wende 1992 aus dem Akademie-Institut das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik und das heutige Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM hervor.

www.iwmh.fraunhofer.de
www.bethge-kolloquium.de

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