10 Jahre Fraunhofer ISE Labor- und Servicecenter LSC Gelsenkirchen

Industrienahe Solarzellenforschung in Nordrhein-Westfalen

(PresseBox) (Freiburg, ) Im Oktober 2000 ging das Fraunhofer ISE Labor- und Servicecenter LSC Gelsenkirchen, mit der Unterstützung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, an den Start. Zielsetzung war, beispielhafte Rahmenbedingungen für das Zusammenspiel von industrienaher Forschung, Industrie und Nutzern zu schaffen. Nach zehn erfolgreichen Jahren feierte die Einrichtung am 5. November im Beisein von Dr. Heinz Baues, Ministerium für Klimaschutz, Umweltschutz, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in NRW sowie Fraunhofer-Vorstand Prof. Ulrich Buller und Oberbürgermeister Frank Baranowski ihr Jubiläum.

Um die Forschungsergebnisse unmittelbar der Fertigung zugute kommen zu lassen war das Fraunhofer ISE Labor- und Servicecenter in enger Kooperation mit der Industrie aufgebaut worden. »Wir sind nicht nur mit modernster Ausrüstung ausgestattet«, so Dr. Dietmar Borchert, Leiter des LSC in Gelsenkirchen, »sondern können zudem auf heute nahezu dreißig Jahre Know-how des größten europäischen Solarforschungsinstituts Fraunhofer ISE in Freiburg zurückgreifen.« Forschung unter industrienahen Bedingungen und die direkte Umsetzung der Laborergebnisse in die Produktion stehen im Mittelpunkt.

In den Anfangsjahren standen die Technologieunterstützung und Entwicklung für Shell Solar, die damals modernste Solarzellenfabrik in Europa, sowie Materialuntersuchungen für Bayer Solar im Fokus. Später kam die Materialevaluierung von multikristallinem Silicium hinzu. In ihrer Pilotlinie entwickelten die Fraunhofer Forscher unter anderem eine Rückseitenpassivierung für multikristalline Siliciumsolarzellen.

Derzeit drehen sich die Arbeiten am Fraunhofer LSC in Gelsenkirchen um die Entwicklung großflächiger Silicium- Heterosolarzellen und den Aufbau von spezieller Messtechnik für Solarzellen.

Mit dem 10jährigen Jubiläum ist auch eine räumliche und thematische Erweiterung des Fraunhofer LSC verbunden. Für die neuen Themenschwerpunkte Silicium-Heterosolarzellen und Silicium-Dünnschichtsolarzellen wird ein rund 400 m² großes neues Technologielabor in Betrieb genommen. »Mit dieser Kapazitätsausweitung an unserem Standort in Gelsenkirchen tragen wir der rasanten Entwicklung des Photovoltaikmarkts und damit dem begonnenen Energiewandel Rechnung«, so Prof. Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer ISE anlässlich der Jubiläumsfeier. So finanziert die Fraunhofer-Gesellschaft mit 1,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln eine 3-Kammer-Beschichtungsanlage für die Erstausstattung des neuen Labors.

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