Gorge macht künstliche Intelligenz zum Kinderspiel

(PresseBox) (Ilmenau, ) Wie erklärt man eigentlich Kindern, was künstliche Intelligenz (KI) ist und wie sie funktioniert? Die Antwort heißt "Gorge" und ist ein Computerspiel, das Forscher vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT auf der CeBIT 2009 vorstellen.

Die Spielregeln von Gorge sind simpel: Spielfiguren-Teams müssen sich ähnlich wie bei "Mensch ärgere Dich nicht" durch einen Raum bewegen und ein Ziel erreichen. Der Würfel entscheidet, wohin eine Figur wandert. Dabei ist Drängeln erlaubt. Landet eine Figur auf dem Platz einer anderen, darf sie diese wiederum auf einen anderen Platz schieben. Als weitere Schwierigkeit sind auf den Wegen zum Ziel tiefe Schluchten zu überwinden. Hier ist Teamwok gefragt, denn eine Spielfigur kommt nur mit Hilfe einer anderen über den Abgrund. Zum Hinüberhelfen muss eine Spielfigur in die Schlucht gehen, die sie nur mit fremder Hilfe wieder verlassen kann. Ob die Figur auf der sicheren Seite der anderen heraushilft oder sie in der Schlucht verenden lässt, kann sie aber selbst entscheiden.

Besonderer Clou an dem Spiel ist, dass nicht nur Menschen gegeneinander spielen können. Man kann auch gegen den Computer antreten oder Computer gegen Computer spielen lassen. Beim Kampf gegen die Maschinen kann der Mensch den Grad von 'gut' und 'böse' der Rechner einstellen. Beispielsweise kann für den spielenden PC die Regel "Liegt jemand in der Schlucht, musst du ihn immer rausholen" oder das glatte Gegenteil gelten. Auf diese Weise haben Kinder beim Spiel mit "Gorge" die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob sie gegen einen guten oder einen bösen Gegner antreten wollen. Dabei können sie beobachten, was für Verhaltensmuster die künstlich intelligente Maschine entwickelt, ob sie beispielsweise aggressiv oder ängstlich agiert.

Halle 9, Stand B36

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