Start des BUILD UP Webportals - die EU Plattform für Wissen rund um Energieeffizienz in Gebäuden

(PresseBox) (Valley, ) Am 16. Juni 2009 eröffnete die Europäische Kommission das unter der Mitwirkung des Fraunhofer-IBP neu entwickelte Webportal "BUILD UP" (www.buildup.eu) für den Austausch von Informationen über Energieeinsparung von Gebäuden. Die Inhalte werden regelmäßig von den Nutzern selbst aktualisiert und erweitert. Die vielfältigen Themen reichen von Best-Practice-Beispielen zur Energieverbrauchssenkung bis zu Informationen über Rechtsvorschriften.

"Mit Hilfe des "BUILD UP"-Portals kann jedermann - vom Eigenheimbesitzer bis zum Bauunternehmer - Praxisempfehlungen und Informationen abrufen und weitergeben. Gleichzeitig werden hier die Marktteilnehmer über die rechtlichen Rahmenbedingungen aufgeklärt. BUILD UP dürfte sich als äußerst nützliches Werkzeug zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden erweisen", sagte EU Energiekommissar Andris Piebalgs auf der Pressekonferenz in Brüssel.

Baufachleute, Behörden, Eigenheimbesitzer und Mieter als Zielgruppe des Webportals Das BUILD UP Webportal ermöglicht es Baufachleuten, lokalen Behörden und Gebäudenutzern, Erfahrungen zur Energieeinsparung auszutauschen. Im Einzelnen unterstützt das Portal:

- Eigentümer und Nutzer, die an einer Verbrauchsreduzierung ihrer Gebäude interessiert sind, beim Finden von praxisnahen Energiesparinformationen aus ihrem eigenen Land und ihrer eigenen Region.
- Baufachleuten bei der Verbesserung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten, indem sie Bescheid wissen über die neuesten energierelevanten Gesetze und Verordnungen, Nachrichten und Veranstaltungen und Zugang haben zu Datenbanken voll mit Veröffentlichungen, Richtlinien und Softwareprogrammen und realisierten Beispielen.
- Behördenmitarbeiter verantwortlich für Energieeffizienz von Gebäuden durch den Zugang zu vielen Informationsquellen zu Gesetzen und Verordnungen, Hilfsmitteln und Richtlinien aus anderen Städten, Regionen oder Ländern und durch die Möglichkeit Erfahrungen mit Kollegen auszutauschen
- Interessenverbände wie Energieagenturen, Industrieverbände, und nicht-staatliche Organisationen mit Interesse an energieeffizienten Gebäude bei der Bekanntmachung ihrer diesbezüglichen Aktivitäten und Erfolge innerhalb von thematischen, virtuellen Communities (Gemeinschaften).

Auf Gebäude entfallen etwa 40 % des gesamten Endenergieverbrauchs in Europa. Deshalb ist die Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz so wichtig, wenn es darum geht, die Energiesparziele der EU zu erreichen und den Klimawandel zu bekämpfen, gleichzeitig aber auch die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten. Für Gebäudebesitzer und Nutzer führt ein geringerer Energieverbrauch zu reduzierten Gebäudebetriebskosten.

Es sind bereits Bauprodukte und Technologien auf dem Markt, welche die Energieeffizienz von Gebäuden drastisch verbessern können. Sie führen zu einer Energieverbrauchseinsparung und gleichzeitig zu einem Nettogewinn, da die jährlichen Energiekostenreduzierungen schon nach wenigen Jahren die Investitionskosten übersteigen können.

Die EU erließ 2002 die Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, aufgrund der Mitgliedstaaten ein integriertes Konzept für eine effiziente Energienutzung im Bausektor umsetzen mussten. Die Kommission ist sich aber dessen bewusst, dass beim sparsamen Umgang mit Energie noch ein erhebliches Verbesserungspotenzial besteht, das es auszuschöpfen gilt. Daher schlug sie im November 2008 eine Neufassung der Richtlinie vor, durch die zusätzliche Energieeinsparungen in einer Größenordnung von jährlich 60-80 Mio. Tonnen Erdöl bis 2020 erreicht werden könnten. Das entspräche einer weiteren Senkung des Gesamtenergieverbrauchs der EU um 5-6 % gegenüber dem, was durch die vollständige Umsetzung der derzeitig geltenden Richtlinie erzielt werden kann. Auf der Grundlage dieser Vorschläge verabschiedete das Europäische Parlament im April 2009 eine legislative Entschließung, in der es eine noch ehrgeizigere Gesetzgebung forderte. Nun muss der Rat der Europäischen Union seinen Standpunkt hierzu festlegen.

BUILD UP wird im Intelligent Energy Europe Programm gefördert, dass von der Executive Agency for Competitiveness and Innovation (EACI) im Namen der Europäischen Kommission geleitet wird. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik ist Bestandteil des BUILD UP-Projektteams und ist auch Redakteur der Nachrichten und des Newsletters, sowie verantwortlich für die Kernthemen Energieeffizienzanforderungen, Zertifizierung und Wärmebrücken.

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