Erster Energieausweis für Südafrika

(PresseBox) (Stuttgart, ) In freiwilliger Initiative lässt die Stadt Johannesburg die energetische Qualität ihrer eigenen Gebäude zertifizieren. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP entwickelten die dafür notwendigen Rechenwerkzeuge. Begleitende Maßnahmen wie intensive Schulungen der Gebäudebetreiber vor Ort sowie die Einbindung von Entscheidungsträgern sollen eine flächendeckende Umsetzung in der Zielregion unterstützen. Die Stadt Johannesburg übernimmt hiermit eine Vorbildfunktion in Südafrika.

Am 8. März 2010 überreichten die involvierten Mitarbeiter des Fraunhofer IBP anlässlich eines Trainingsworkshops im Rathaus Johannesburg den ersten Energieausweis für das Land Südafrika. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderten Projektes »Enerkey« hat Johannesburg im ersten Schritt damit begonnen, eigene Gebäude energetisch zu bewerten. Die Bewertungsmethoden lehnen sich an die europäische Energieausweisprozedur an, die vor fünf Jahren mit Unterstützung des Fraunhofer IBP beispielhaft für Deutschland entwickelt und umgesetzt wurde.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik entwickelt in dem zukunftsweisenden Projekt »EnerKey« schwerpunktmäßig Lösungen für den Bereich »Buildings and Settlements«. Energieeffiziente Technologien für Gebäude und Stadtbezirke werden unter den in Südafrika gegebenen Randbedingungen analysiert. Dabei gilt den Wohngebäuden und den Bildungsinstitutionen sowie auch öffentlichen Gebäuden ein besonderes Augenmerk.

Im Vordergrund stehen ferner Antworten auf Energiefragen rund um Versorgungssicherheit, gerechten Zugang zu Energieressourcen und umweltbewussten Umgang mit Energie. Das Projekt »Enerkey« will hierbei gleichermaßen für die technischen, ökologischen und sozioökonomischen Dimensionen Lösungen erarbeiten, welche die nachhaltige Entwicklung der Zielregion Johannesburg/Gauteng anhaltend stärken.

Neben dem Fraunhofer IBP sind auf deutscher Seite die Universität Stuttgart, die Landeshauptstadt Stuttgart, das Institut für Zukunftsenergien und der TÜV Rheinland beteiligt. Zu den Partnern auf der südafrikanischen Seite zählen die Universität Johannesburg und das dem IBP vergleichbare Council for Scientific and Industrial Research sowie die Stadtregionen Johannesburg, Ekurhuleni und Tshwane und weitere Informationsorganisationen.

In der urban geprägten Region Gauteng, die sich größtenteils aus den drei großen Stadtbezirken Johannesburg, Ekurhuleni und Tshwane mit Pretoria zusammensetzt, leben momentan etwa zehn Millionen Menschen. Derzeit nimmt sie Platz 38 in der Rangliste der Megaregionen in der Welt ein. Durch das hohe Bevölkerungswachstum wird sie in wenigen Jahren zu den 30 größten Regionen der Welt zählen. Energieversorgungsstrukturen und Energieeffizienz müssen besonders in diesen Ballungsgebieten gesteigert werden, denn der Wettlauf um eine ökologisch nachhaltige Zukunft findet vor allem in den urbanen Zentren statt.

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