Junge Menschen setzen auf DistancE-Learning: Ein Viertel der über 200.000 Fernlernenden sind unter 25

(PresseBox) (Hamburg, ) Die Zahl der Menschen in Deutschland, die sich in privater Eigeninitiative per Fernlehrgang weiterbildeten, erhöhte sich in 2004 um 15 Prozent. Knapp die Hälfte von ihnen sind Frauen; noch vor fünf Jahren betrug deren Anteil 43,5 Prozent, vor 15 Jahren nur 32 Prozent. Und auch bei den unter 25-Jährigen ist DistancE-Learning immer angesagter: In dieser Altersgruppe stieg die Teilnehmer/innenzahl an Fernlehrgängen im vergangenen Jahr überproportional stark an. Diese und weitere aktuelle Trends auf Basis einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes stellte das Forum DistancE-Learning - Der Fachverband für Fernlernen und Lernmedien e. V. in seiner Pressekonferenz am 13. September 2005 in Berlin vor.

245.332 Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr ihre Fachkenntnisse und Fertigkeiten mit Hilfe von Fernlehrgängen erweitert, 218.027 von ihnen taten dies privat finanziert in ihrer Freizeit neben dem Beruf. Beliebteste Themenbereiche bzw. Bildungsziele sind "Wirtschaft und kaufmännische Praxis" (25,8 Prozent) sowie Schulabschlüsse (17,6 Prozent). Weitere 27.305 Erwachsene "lernten fern" im Rahmen innerbetrieblicher Qualifizierungsmaßnahmen. Die Nutzungszahlen unternehmensintern eingesetzter Fernlehrgänge haben sich damit sogar mehr als verdreifacht. Rechnet man die 48.439 an Fern(fach)hochschulen eingeschriebenen Studentinnen und Studenten dazu, dann haben in 2004 knapp 300.000 Menschen tutoriell betreute DistancE-Learning-Angebote mit staatlich geprüfter Qualität genutzt.

Vor allem junge Menschen setzen zunehmend auf die zeitlich flexible und ortsunabhängige Lernmethode. Ein Viertel der Fernlernenden sind unter 25 Jahre alt. Knapp 40 Prozent von ihnen nutzen Fernunterricht als zweiten Bildungsweg zum Schulabschluss - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur. Weitere 17 Prozent belegen Fernlehrgänge im Bereich Wirtschaft und kaufmännische Praxis. Und immerhin 11 Prozent der unter 25-Jährigen bereiten sich per DistancE-Learning auf eine Prüfung zum staatlich geprüften Betriebswirt, Techniker oder Übersetzer vor. "Junge Menschen wissen um den Wert anerkannter Abschlüsse gerade zu Beginn ihrer beruflichen Karriere", so Dr. Martin H. Kurz, Präsident des Forum DistancE-Learning. "Und sie schätzen es besonders, wenn sie parallel zur Fortbildung ihr erstes Geld verdienen und praktische Erfahrungen im Beruf sammeln können."

Auch die Zahl derer, die mit über 40 einen Fernlehrgang absolvieren, ist um 19 Prozent deutlich angestiegen: Mittlerweile sind ein Fünftel aller Fernlernenden 40 Jahre und älter. Und beachtliche 4,6 Prozent sind bereits über 50. Drei Themen-schwerpunkte dominieren bei der Kurswahl der über 40-Jährigen: 21 Prozent qualifizieren sich im wirtschaftlichen Bereich, knapp 19 Prozent belegen Lehrgänge zur kreativen Freizeitgestaltung und zu Gesundheitsthemen und rund 15 Prozent bessern mit multimedialen Fernlehrgängen ihre Sprachkenntnisse auf. "Die thematische Vielfalt und die Flexibilität beim Lernen macht DistancE-Learning-Angebote für das immer notwendigere Lebenslange Lernen so attraktiv", weiß Dr. Kurz.

Staatlicher Verbraucherschutz garantiert die hohe Qualität
Zur Zeit (Stichtag 1.9.2005) können Interessierte zwischen 2.097 staatlich zugelassenen Fernlehrgängen von 334 verschiedenen Anbietern wählen. 218 Fernlehrgänge wurden im vergangenen Jahr neu zugelassen. Die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) prüft und begutachtet seit 1977 DistancE-Learning-Angebote, die der beruflichen oder allgemeinen Bildung dienen, nach strengen Kriterien - völlig unabhängig davon, welche Technologie hierbei zum Einsatz kommt. "E-Learning ist oft nichts anderes als Fernunterricht im Sinne des Verbraucherschutzgesetzes unter Nutzung der neuen Medien", betont Verbandspräsident Dr. Kurz. "Interessenten sollten deshalb bei ihrer Wahl darauf achten, dass ihr Online-Kurs eine entsprechende Zertifizierung aufweist."

Von den aktuell 2.097 staatlich zugelassenen Fernlehrgängen sind 642, also 31 Prozent, als E-Learning-Kurse ausgewiesen. Zum Vergleich: Noch vor drei Jahren waren es nur 353, im Jahr 2000 gerade einmal 50 und damit nur 3 Prozent aller Fernlehrgänge, die als E-Learning-Angebote klassifiziert wurden. Über 80 Prozent aller Fernlehrinstitute unterstützen ihre Lehrgänge mittlerweile elektronisch. Oft können die Kursteilnehmer/innen den für sie optimalen Grad an elektronischer Unterstützung ihres Fernlehrgangs auswählen.

Bei der Überprüfung durch die ZFU wird darauf geachtet, ob die Lehrgänge so gestaltet sind, dass das angestrebte Lehrgangsziel erreichbar ist. Praxisbezug und Didaktik werden ebenso unter die Lupe genommen wie die Qualität der pädagogischen Betreuung und der Lernkontrollen. Weiterhin schützt die Überprüfung der Lehrgangsverträge und des Werbeverhaltens der DistancE-Learning-Anbieter die Verbraucher vor Überraschungen nach Vertragsabschluss. Die anschließende Überprüfung der zugelassenen Fernlehrgänge im Abstand von drei Jahren stellt sicher, dass deren Inhalte immer dem aktuellen Stand aus Berufspraxis und Wissenschaft entsprechen.

"Als Fachverband setzen wir uns für die Qualitätssicherung im Sinne der Verbraucher ein und unterstützen unsere Mitglieder intensiv bei der Vorbereitung ihrer Anträge bei der ZFU", so Dr. Kurz vom Forum DistancE-Learning. Infolge von Mittelkürzungen kann die ZFU keine aufwändigen Beratungen im Vorwege einer Überprüfung mehr leisten. "Hier kommt unseren Mitgliedern die über 35-jährige Erfahrung des Verbandes zugute."

Eine kostenlose Info-Broschüre des Forum DistancE-Learning informiert über mehr als 675 Fernlehrgänge der Mitgliedsinstitute und bietet außerdem nützliche Lern-Tipps. Die Info-Broschüre kann telefonisch unter 040 / 675 70-280 oder im Internet unter www.forum-distance-learning.de angefordert werden.

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Die Fernunterrichtsstatistik wird jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und mit Unterstützung des Forum DistancE-Learning vom Statistischen Bundesamt in einer freiwilligen Befragung der Anbieter von staatlich zugelassenen Fernlehrgängen erhoben.

Forum DistancE-Learning - Der Fachverband für Fernlernen und Lernmedien e. V.

Das Forum DistancE-Learning - Der Fachverband für Fernlernen und Lernmedien e. V. - ist im November 2003 aus dem seit 1969 bestehenden Deutschen Fernschulverband e. V. (DFV) hervorgegangen. Seine zurzeit 75 Mitglieder sind Experten des mediengestützten und tutoriell betreuten Lernens - seien es Unternehmen, Institutionen oder Privatpersonen. Damit bietet der Verband eine gemeinsame Gesprächs- und Aktionsplattform für die DistancE-Learning-Branche. Die Neuausrichtung des Verbandes führte zu einem Mitgliederplus von 80 Prozent. Besonders hervorzuheben ist dabei die außerordentlich hohe Mitgliederzufriedenheit. 89 Prozent der Mitglieder bewerten in einer aktuellen Umfrage die Gesamtleistung des neu organisierten Verbandes als gut bis sehr gut. 100 Prozent der Mitglieder würden eine Verbandsmitgliedschaft weiterempfehlen.

Insgesamt beträgt der Marktanteil der im Fachverband organisierten Fernlehrinstitute 85 Prozent, das heißt: Fast neun von zehn Fernlerner/innen in Deutschland profitieren vom verbandsinternen Informationsaustausch ihres Anbieters. Das Forum DistancE-Learning versteht sich als erster Ansprechpartner für Politik, Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Durch wissenschaftliche und bildungspolitische Aktionen sollen die öffentliche Diskussion angeregt und Impulse für Innovationen gesetzt werden.

Das hohe Engagement des Forum DistancE-Learning hat auch außerhalb der Bildungsbranche für Aufmerksamkeit gesorgt: Der Fachverband für Fernlernen und Lernmedien wurde aufgrund seiner exzellenten und innovativen Verbandsarbeit als Verband des Jahres 2006 ausgezeichnet. Auf dem 10. Deutschen Verbändekongress 2006 wurde dem Forum DistancE-Learning der Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) überreicht.

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