Neue Fenster für die Nutzpflanzenforschung

Forschungszentrum Jülich und Universität Bonn koordinieren neues Kompetenznetzwerk

(PresseBox) (Jülich, ) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert vier Kompetenznetze in der Agrarforschung über fünf Jahre mit bis zu 40 Millionen Euro. Als eines von vier Projekten geht das Kompetenznetz "CROPSENSe" unter Leitung des Forschungszentrums Jülich und der Universität Bonn als Sieger aus der Ausschreibung "Kompetenznetze Agrar- und Ernährungsforschung" des BMBF hervor. Mit zahlreichen Partnern aus Hochschulen und Privatwirtschaft werden neue Analysemethoden für eine verbesserte Pflanzenzüchtung und -forschung in der Agrarwissenschaft entwickelt.

CROPSENSe wird mit innovativen Sensorsystemen bislang Unsichtbares für die Agrarforschung sichtbar machen. Schlüsselprozesse und Strukturen von Nutzpflanzen sollen zukünftig berührungsfrei und mit hoher Geschwindigkeit analysiert werden. Dies ermöglicht eine effizientere Pflanzenzüchtung und Automatisierung der Pflanzenproduktion. Die neuen Technologien werden wichtige Beiträge zu einer Ertragssteigerung bei gleichzeitiger Ressourcenschonung leisten.

Hierzu sollen neue Sensorsysteme entwickelt werden, mit denen Eigenschaften von Pflanzen und Pflanzenbeständen erfasst, angepasst und miteinander kombiniert werden können. Dadurch können Pflanzen- und Bodenbedingungen zeitnah, hochgenau und zerstörungsfrei erkannt werden, um beispielsweise bessere Pflanzensorten zu entwickeln, die an eine erhöhte Nachfrage nach pflanzlichen Produkten wie Nahrungs- und Futtermittel, Rohstoffe und Energie unter veränderten Produktionsbedingungen, wie Klimawandel und Ressourcenverfügbarkeit angepasst sind. Die neuen Analysemethoden sollen Wege aufzeigen, um Böden zu schonen und weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel einzusetzen, um eine ressourcenschonende Produktion von Nahrungs- und Futtermittel, Rohstoffen und Energie zu gewährleisten.

Die Förderung durch das BMBF beläuft sich auf 9.7 Mio. Euro in den nächsten fünf Jahren. Vom Land NRW wird das Netzwerk zusätzlich mit einer Förderung über 4,7 Mio. Euro unterstützt. Dem Kompetenznetz gehören insgesamt 41 Partner aus Universitäten in ganz Deutschland sowie aus der außeruniversitären Forschung (Forschungszentrum Jülich, IPK Gatersleben, Julius Kühn-Institut) und Partner aus der Wirtschaft an.

Aus dem Forschungszentrum Jülich sind das Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre, Phytosphäre (federführend) und Agrosphäre beteiligt. Die Bewilligung von CropSense ist ein weiterer erfolgreicher Schritt zur Umsetzung der im Dezember 2007 vereinbarten engeren Kooperation mit der Universität Bonn in den Feldern Pflanzen- und Umweltforschung.

Forschungszentrum Jülich GmbH

Das Forschungszentrum Jülich...

... betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.