Jülicher Supercomputer wird für Nutzer aus den neuen EU-Mitgliedstaaten geöffnet

Mehr Rechenzeit für Forscher aus Mittel- und Osteuropa reserviert

(PresseBox) (Jülich, ) Rund 600.000
Prozessorstunden Rechenzeit pro Jahr wird das Forschungszentrum Jülich für wissenschaftliche Anwendungen aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen. Dies gab Prof. Thomas Lippert, Leiter des Jülicher Rechenzentrums, am Rande eines zweitägigen Symposiums bekannt. Bei dem Treffen informierten sich 40 führende Wissenschaftler aus den betreffenden Staaten über die Möglichkeiten der beiden Jülicher Supercomputer „JUMP“ und „JUBL“.

„Wir wollen den besten Köpfen in ganz Europa den Zugriff auf unsere Forschungsressourcen ermöglichen“, sagte Lippert zum Abschluss des Symposiums in dieser Woche zu den Teilnehmern aus Estland, Polen, der Slowakischen Republik, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern. „Nur mit gemeinsamen Anstrengungen im Supercomputing kann Europa im Wettbewerb mit den USA und Japan mithalten.“

Die Rechenzeit wird vom Jülicher John von Neumann-Institut für Computing (NIC) vergeben. In einem Peer-Review-Verfahren werden Forschungsanträge aus Physik, Chemie, Biologie und Ingenieurwissenschaften begutachtet und ausgewählt. Mehr Informationen unter http://www.fz-juelich.de/nic/Aktuelles/eunew-e.html

In den neuen EU-Staaten sind weit weniger Supercomputer verfügbar als in Westeuropa, obwohl es viele renommierte und anerkannte Forschergruppen gibt. In Jülich können diese Gruppen nun auch rechenintensive Problemstellungen angehen. Zugleich profitieren sie vom Know-how der Jülicher Wissenschaftler in den verschiedenen Fachdisziplinen und im wissenschaftlichen Rechnen.

Die Jülicher Supercomputer „JUMP“ und „JUBL“ bieten eine Spitzenleistung von 8,9 bzw. 44,8 Teraflops (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde). JUBL ist der derzeit schnellste Rechner Europas und die Nr. 6 in der Weltrangliste; er wird Anfang März offiziell eingeweiht.
Mittelfristig soll im Forschungszentrum Jülich eines der europäischen Supercomputerzentren mit einer Gesamtleistung von über 1000 Teraflops entstehen.

Forschungszentrum Jülich GmbH

Das Forschungszentrum Jülich betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie & Umwelt sowie Informationstechnologien.
Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

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