Baubeginn für Wetterradar auf der Sophienhöhe

(PresseBox) (Jülich, ) Als Frühwarnsystem für Hochwasser und Unwetter soll die Wetterradarstation dienen, die im Auftrag des Forschungszentrums Jülich auf der Sophienhöhe im Kreis Düren installiert wird. Nun wurde mit dem Bau begonnen.

Auf der rund 280 Meter hohen Abraumkippe des Tagebaus Hambach werden Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich, einem Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, im Spätsommer eine Wetter-radarstation in Betrieb nehmen. Mit ihr können Unsicherheiten bei der Niederschlagsbestimmung in der Region minimiert werden. "Wir können dann vorhersagen, ob es regnen oder hageln wird. Dies ist mit den Wetterradaren, die zum Beispiel der Deutsche Wetterdienst betreibt, bisher nicht möglich", sagt Dr. Heye Bogena, Projektkoordinator vom Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre in Jülich. Darüber hinaus können Windrichtung und Windgeschwindigkeit bestimmt werden. Das neue Wetterradar wird auch Daten für Vorhersagemodelle zur Hochwassergefahr in der Region liefern.

Inzwischen wurde mit den Erdarbeiten für das Wetterradar begonnen und der Zugang verbessert. Derzeit werden auf einer Länge von 4,5 Kilometern Versorgungskabel vom Café Sophienhöhe bis zum Radarstandort verlegt. Im August soll das Fundament gegossen werden. Für September ist die Errichtung des Wettermasts mit dem in rund 30 Meter Turmhöhe installierten Radar geplant.

Die rund eine Million Euro teure Anlage ist eingebunden in das vom Forschungszentrum Jülich koordinierte Projekt "TERENO" (TERrestrial ENvironmental Observatories). Für dieses Forschungsvorhaben werden in Deutschland vier Observatorien eingerichtet, mit denen Wissenschaftler sowohl die Auswirkungen des Klimawandels auf lokale Ökosysteme als auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen erforschen. An TERENO sind insgesamt fünf Helmholtz-Zentren beteiligt: neben Jülich das Umweltforschungszentrum Leipzig Halle, das Forschungs-zentrum Karlsruhe, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie das Helmholtz Zentrum München für Gesundheit und Umwelt. Gefördert wird das auf mindestens 15 Jahre ausgelegte Projekt von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit insgesamt zwölf Millionen Euro in den ersten drei Jahren.

Forschungszentrum Jülich GmbH

Das Forschungszentrum Jülich...

... betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie & Umwelt sowie Information. Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.