Jari-Matti Latvala macht mit Platz vier in Spanien Boden im Kampf um den Vizetitel gut

Latvala / Anttila erneut stark auf den Asphalt-Wertungsprüfungen / Hirvonen / Lehtinen nach Turboproblemen sicher auf Platz fünf

(PresseBox) (Köln/Salou, ) Jari-Matti Latvala hat sich bei der Rallye Spanien, dem vorletzten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2010, in eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um den zweiten Gesamtrang hinter dem als Weltmeister feststehenden Franzosen Sébastien Loeb gebracht. Latvala und Co-Pilot Miikka Anttila, die Werkspaarung des Teams BP Ford Abu Dhabi, erzielten beim zwölften von 13 WM-Läufen Platz vier, gefolgt von den Teamkollegen Mikko Hirvonen / Jarmo Lehtinen. Latvala verkürzte den Rückstand auf seinen direkten Konkurrenten Sébastien Ogier damit auf elf Punkte und kann Mitte November bei der Rallye Großbritannien aus eigener Kraft Vizeweltmeister werden.

Erstmals seit 20 Jahren fand die Rallye Spanien wieder auf einem Mix aus Schotter- und Asphaltstraßen statt. Am Freitag wechselten sich beide Untergründe mehrfach ab, zum Teil sogar innerhalb einer Wertungsprüfung (WP). Für die zweite und dritte Etappe rückten die Teams dann mit der für Spanien bislang typischen reinen Asphaltabstimmung aus. Latvala beendete den "halben" Schottertag als Dritter, nachdem er zwischenzeitlich sogar auf Rang zwei gelegen hatte. Am Samstag baute er nach Anlaufschwierigkeiten auf ein weicheres Set-up um - eine Maßnahme, die sowohl das Handling des Ford Focus RS WRC als auch das Selbstvertrauen des 25-Jährigen wieder auf Kurs brachte. Den auf Asphalt stark auftrumpfenden Lokalmatador Dani Sordo musste er dennoch passieren lassen und sicherte schließlich Platz vier.

"Wir haben eine weitere gute Leistung auf Asphalt gezeigt", bilanzierte Latvala. "Ich entwickelte ein gutes Gefühl fürs Auto, hatte Spaß am Fahren und blieb stets entspannt. Mein Selbstvertrauen stimmte und mein Tempo auf fester Fahrbahn verbessert sich weiter. Schade nur, dass ich die Jungs auf dem Podest nicht in Schach halten konnte. Seit gestern denke ich auch an die Situation in der WM und die Ausgangslage vor dem Finale in Wales. Ich glaube, wir dürfen uns auf einen interessanten Kampf freuen."

Mikko Hirvonen fand am Freitag nicht wie gewohnt seinen Rhythmus und schloss die erste Etappe als Fünfter ab. Auf den folgenden Asphalt-WP, die er seit Jahren gut kennt, fühlte sich der 30-Jährige wohler und schloss zu Latvala auf. Eine gebrochene Schelle am Turboschlauch bescherte ihm am Samstagnachmittag jedoch einen Zeitverlust von vier Minuten. Nach einer furiosen Reparaturpause auf der Verbindungsetappe konnte er nicht nur weiterfahren, sondern holte mit Rang fünf noch ein solides Punkteergebnis. "Der Freitag war nicht einfach, denn ich bin gleich in der ersten WP fast abgeflogen - dieser Fehler brachte mich aus dem Rhythmus", erklärte der Finne. "Die Strecken waren sehr anspruchsvoll und ich in der Folge vielleicht zu vorsichtig. Auf Asphalt lief es bis zum Turboproblem besser. Zum Glück konnten wir es reparieren. Aber im Moment läuft es für uns einfach nicht optimal. Immerhin kamen wir am Schlusstag besser in Schwung. Ich bin froh, dass meine letzte Asphaltrallye mit dem Ford Focus RS WRC positiv endete."

Malcolm Wilson, Direktor des Teams BP Ford Abu Dhabi, bilanzierte: "Mit dieser soliden Ausbeute kann Jari-Matti bei der Rallye Großbritannien den Vizetitel klarmachen. Er wird auf Asphalt immer schneller. Außerdem war es schön zu sehen, dass Mikko wieder auf Touren kam. Nachdem er gestern den Turboschlauch repariert hatte, fuhr er sehr stark und hat mich beeindruckt."

Gerard Quinn, Motorsport-Direktor von Ford Europa, erklärte: "Wir konzentrieren uns jetzt voll auf das Saisonfinale in Wales, die letzte Rallye für unseren erfolgreichen Ford Focus RS WRC und Abschluss der World Rally Car-Ära. Wir möchten den Ford Focus RS WRC mit einem Highlight verabschieden und werden in den nächsten Wochen mit intensiven Vorbereitungen alles für dieses Ziel unternehmen."

Khalid Al Qassimi und Michael Orr im dritten Werksauto erreichten das Ziel in Salou als Siebte - für den Mann aus Abu Dhabi das zweitbeste Ergebnis seiner WM-Laufbahn. Henning Solberg und Stéphane Prévot gewannen im Ford Fiesta S2000 erneut die Super 2000-Wertung und belegte im Gesamtklassement Platz acht.

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