Forschung zum Ausprobieren und Mitmachen

MS Wissenschaft seit 10 Wochen unterwegs - mehr als 40.000 BesucherInnen folgten Einladung an Bord

(PresseBox) (Wien, ) Mit einem "Bauch voll Energie-Forschung" ist das schwimmende Science Center vor rund 10 Wochen in Berlin zu seiner diesjährigen großen Reise über insgesamt 16 Wasserstraßen und 34 Städte gestartet. Derzeit liegt das umgebaute Frachtschiff, das seit 2003 jeden Sommer in Sachen Wissenschaft auf Tour geht, in Oldenburg. Träger des Projekts ist Wissenschaft im Dialog (WiD), eine Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft.

Im September macht die MS Wissenschaft erstmals auch Station in Österreich: In Wien (9. bis 13. Sept.), Krems (14./15. Sept.) und Linz (17. bis 20. Sept.). Dieser Aufenthalt wird durch den FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung - mit Unterstützung des BMWF und des BMVIT ermöglicht. Bereits 80 Schulen mit mehr als 2.000 SchülerInnen für Besuch der Energieausstellung an Bord angemeldet.

Seit ihrem Start am 18. Mai in Berlin hat die MS Wissenschaft mit ihrer interaktiven Energie-Ausstellung an Bord bislang mehr als 2.000 Kilometer zurückgelegt und ist in 15 deutschen Städten vor Anker gelegen. Derzeit macht sie in Oldenburg Station.

Bislang mehr als 40.000 BesucherInnen

An den 53 Ausstellungstagen - insgesamt gibt es auf der diesjährigen Tour 118 Tage, an denen die interaktive Ausstellung besucht werden kann - leisteten mehr als 40.000 BesucherInnen der Einladung zum Ausprobieren und Mitforschen Folge. Auch die SchülerInnen von 450 Schulklassen wollten mitmachen und wurden an vielen Exponaten selbst aktiv: u.a. brachten sie Dioden zum Leuchten, starteten Motoren durch "Handauflegen" oder probierten aus, welche Methoden der intelligenten Speicherung und Verteilung notwendig sind, um erneuerbare Energien nutzen zu können.

Ab 6. September MS Wissenschaft auf Kurs nach Österreich

Nach 10 weiteren deutschen Städten und rund weiteren 1.500 Kilometern geht die MS Wissenschaft ab 6. September von Nürnberg auf Kurs nach Österreich. Zunächst nach Wien (9. bis 13. Sept., Anlegestation Millennium Tower), dann nach Krems (14./15. Sept., Anlegestation Krems-Stein) und Linz (17. bis 20. Sept., Anlegestation Lentos-Kunstmuseum).

80 Schulklassen bereits angemeldet

Über ein eigenes Buchungssystem haben sich bislang 80 Schulklassen aus Wien, NÖ und OÖ mit 2.080 SchülerInnen zum Besuch der MS Wissenschaft angemeldet:

Der FWF als Partner von WiD mit zwei Energieprojekten an Bord:

- Mit dem Exponat "Organische Solarzellen", das in Zusammenarbeit mit Niyazi Serdar Sariciftci, Leiter des Linzer Instituts für Organische Solarzellen (LIOS), Institut für Physikalische Chemie an der Johannes Kepler Universität in Linz, konzipiert und erstellt wurde. Organische Solarzellen bestehen aus Werkstoffen der organischen Chemie, d.h. aus Kohlenwasserstoff-Verbindungen (Kunststoffen), die elektrisch leitfähig und empfindlich für Strahlung sind und diese in Strom umwandeln können. Sonnenlicht führt in diesem Material zu einer Ladungstrennung, die als elektrischer Strom genutzt werden kann. Den BesucherInnen soll u. a. vermitteln werden, woraus organische Solarzellen bestehen, wie sie aussehen, was in ihrem Inneren passiert, wo sie bereits praktisch eingesetzt werden und damit unser Leben verändern.

- Mit dem "Modell Güssing", an dem Hermann Hofbauer, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften an der TU Wien, mit seinem Team federführend mitgewirkt hat. Im Rahmen eines 8-Minuten Films wird auf der MS Wissenschaft die Entstehungsgeschichte des Projektes dargestellt: Güssing als Beispiel einer Kleinstadt, die seit Beginn der 90er Jahre höchst erfolgreich die Strategie der dezentralen, lokalen Energieerzeugung mit allen vorhandenen erneuerbaren Ressourcen einer Region verfolgt. Heute ist die Region Energieunabhängig und hat darüber hinaus zusätzlich 1.500 Arbeitsplätze geschaffen. Die gesamte energiespezifische Wertschöpfung kann in der Region bleiben. Güssing versorgt seine Einwohner mittels Biomasse und Solarenergie und ist auch Energieexporteur. Das Besondere: Das "Modell Güssing" kann, angepasst an die jeweiligen vor Ort verfügbaren Ressourcen, die "Philosophie" und die sich entsprechend anbietenden nachhaltigen Technologien an jedem Ort zum Einsatz kommen.

Interaktive Ausstellung zur Energieforschung:

Acht Themenbereiche...

Acht Ausstellungsbereiche geben Einblick in den aktuellen Stand der Energieforschung:

- Sonne, Wind & Co. - erneuerbare Energien
- Biomasse - Energie, die nachwächst
- Das Feuer der Sonne - Energie durch Kernfusion
- Aus dem Atom - Energie aus der Kernspaltung
- Millionen Jahre alt - Energie aus fossilen Brennstoffen
- Intelligent sparen - effiziente Energienutzung
- Clever ernten - neue Wege der Energiegewinnung
- Speichern, steuern, transportieren - Energie managen

...und umfangreiche Basisinformationen

Neben den Exponaten bietet die Ausstellung umfangreiche Basisinformationen zum Thema Energie. Infoterminals zeigen, wie sich unser Energieverbrauch über die Jahre entwickelt hat und geben Auskunft über vorhandene Ressourcen. Wissenschaftliche Institute bieten Hörstationen; in der Media Zone laufen verschiedene Filme und zum "Großen Tisch" wird geladen, um "Kettenreaktionen" selbst aufzubauen und anzustoßen.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt an Werktagen täglich von 9 bis 19 Uhr, am Samstag und Sonntag 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist geeignet für SchülerInnen ab 10 Jahren (5. Schulstufe), Jugendliche und Erwachsene.

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