Familienfreundliche Personalpolitik durch Gleitzeit, Eltern-Kind-Büros, Homeoffice

Stuttgarter Wirtschaftskompass zeigt: Für den Mittelstand rechnet sich das

(PresseBox) (Stuttgart, ) Wohlwollen oder Wettbewerbsvorteil? Dass sich Familienfreundlichkeit im Unternehmen auszahlt, zeigte der erste Stuttgarter Wirtschaftskompass an der FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management, der zum Austausch zwischen Hochschule und Wirtschaft einlud. Kleine Maßnahmen - große Wirkung: Es gibt viele Beispiele, wie familienfreundliche Personalpolitik mit einfachen Mitteln gelingt und geldwerte Vorteile bringt. Gerade beim Mittelstand sieht Referentin Heike Heth, MBA, großes Potenzial.

Bei der Suche nach Fachkräften haben mittelständische Unternehmen das Nachsehen: Hochqualifizierte Bewerber entscheiden sich oft für Konzerne mit großen Namen. In der aktuellen Krise ist der Fachkräftemangel in einigen Bereichen bereits spürbar, bei einem wirtschaftlichen Aufschwung wird er sich weiterhin zuspitzen. Einen Vorsprung verschafft sich, wer auf attraktive Arbeitsbedingungen setzt. Gute Fachkräfte zu gewinnen und diese langfristig mit ihrem Know-How an das Unternehmen zu binden, ist das Ziel. "In diesem Zusammenhang spielt in der heutigen Zeit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Rolle. Für viele Bewerber gehören auch familienfreundliche Angebote zu den Kriterien bei der Jobwahl", erläutert Martin Topp, Geschäftsleiter der FOM in Stuttgart.

Familienfreundlichkeit muss nicht viel kosten. Auch in kleinen und mittleren Unternehmen lässt sich eine entsprechende Personalpolitik leicht umsetzen, denn sie beginnt nicht erst bei der Einrichtung eines Betriebskindergartens. Schon flexible Arbeitszeitregelungen oder die Möglichkeit, teilweise von zu Hause aus zu arbeiten, erleichtern Angestellten die Betreuung von Kindern, älteren oder kranken Angehörigen. "Der große Vorteil von kleineren und mittleren Betrieben gegenüber Großkonzernen besteht dabei darin, dass sie schnell und flexibel reagieren können. Hier lassen sich individuelle Absprachen treffen", rät Heike Heth, die sich 2007 in ihrer Master-Thesis mit dem Thema Familienfreundlichkeit im Unternehmen befasst hat und seit 2001 kleine und mittelständische Betriebe bei der Optimierung ihrer kaufmännischen Geschäftsprozesse berät.

"Der Mittelstand muss das Potenzial von familienfreundlicher Personalpolitik nur erkennen und zu nutzen wissen", mahnt sie. Dabei sind kreative Ideen gefragt. Gute Beispiele gibt es viele: Heth berichtet über ein Mittelstands-Unternehmen, das im Firmengebäude ein Spielzimmer eingerichtet hat. Das ermöglicht es den Eltern, bei Betreuungsausfall während der Arbeit ein Auge auf die Sprösslinge zu haben. Als Alternative können auch Eltern-Kind-Arbeitszimmer angeboten werden. Für die Angestellten eine große Erleichterung - für die Firma wenig Aufwand. Die Möglichkeiten, Familien zu unterstützen, reichen von einem Einkaufsservice, dem Angebot von Ferienprogrammen oder von Kantinenessen für Mitarbeiter-Kinder bis zur Übernahme von Betreuungskosten. Sind passende Lösungen gefunden, rentiert sich das für das Unternehmen: Viele Firmen mit familienfreundlicher Personalpolitik spüren höhere Motivation sowie eine allgemeine Leistungssteigerung. Zudem messen sie häufig deutlich geringere Krankenstände und Fluktuation - ein positiver betriebswirtschaftlicher Effekt, der bares Geld wert ist.

Selbst Kosteneinsparungen sind mit familienfreundlicher Personalpolitik möglich. Teilzeitregelungen, Jobsharing, Weiterbildungen in der Elternzeit und die Arbeit im Homeoffice erleichtern jungen Eltern die Rückkehr in den Job. "Wenn qualifizierte Mitarbeiter dank solcher Angebote rasch wieder in das Berufsleben einsteigen, verringern sich Kosten für Ausfall und Ersatz der Arbeitskraft. In Modellrechnungen liegen diese auch bei mittleren Unternehmen deutlich über den finanziellen Belastungen für Familien unterstützende Maßnahmen samt der kurzen Unterbrechung der Arbeitstätigkeit. Das ist bisher noch zu wenig im Bewusstsein der Personalverantwortlichen verankert", so Heth.

Mit dem Thema Familienfreundlichkeit im Unternehmen griff der Stuttgarter Wirtschaftskompass somit eine aktuelle Wirtschaftsproblematik auf und bot Informationen und Austauschmöglichkeiten. Die Veranstaltung wurde von der FOM als Orientierungsangebot für Unternehmer, Personalverantwortliche und Interessenten aller Berufsgruppen ins Leben gerufen und soll zukünftig regelmäßig stattfinden.

FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH

Die private FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management ist eine staatlich anerkannte und vom Wissenschaftsrat akkreditierte Hochschule der Wirtschaft mit 20 Standorten, u.a. in der Stuttgarter Rotebühlstraße. 2008 feierte die FOM ihr 15-jähriges Bestehen. Die Studiengänge richten sich ausschließlich an Berufstätige und Auszubildende, die sich neben ihrer betrieblichen Tätigkeit akademisch qualifizieren wollen. Die FOM bietet Bachelor- und Master-Abschlüsse an. Namhafte Unternehmen wie Aral, Bayer, Bertelsmann, Daimler, Deutsche Bank, E.ON, RWE und Siemens kooperieren seit Jahren mit der FOM und empfehlen ihrem Führungsnachwuchs ein berufsbegleitendes Studium. Weitere Informationen unter www.fom.de.

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