Gießerei-Software von ESI Group profitiert von zwei ehrgeizigen EU-Projekten: ISA-PESR und IMPRESS

ESI Group beteiligt sich an den Programmen ISA-PESR und IMPRESS

(PresseBox) (Paris, Frankreich/Lausanne, Schweiz, ) Das für Software-Anwendungen in der Metallurgie zuständige Team von ESI Group (ISIN FR0004110310) erhielt den Auftrag, aufgrund seiner nachweisbaren Fähigkeiten, genaue Werkstoff-Modelle zu entwickeln und einzuführen, mit denen komplexe Erstarrungs- und Phasenumwandlungs-Erscheinungen im flüssigen und festen Zustand simuliert werden können.

Im September 2004 begann das auf eine Dauer von drei Jahren angelegte Projekt ISA-PESR (Integrative Simulation of Advanced Protective Gas Electro-Slag Remelting). Mit diesem zukunftsweisenden Vorhaben will man ein innovatives Elektroschlacke-Umschmelzverfahren unter Schutzgas zur Herstellung von qualitativ hochwertigen Stählen simulieren.

Das Projekt wird über ein Forschungsprogramm des "Research Fund for Coal and Steel" der Europäischen Kommission finanziert. ESI Group vertritt Frankreich bei dem Programm und entwickelt spezielle Solver, die komplexe, elektromagnetische Wechselwirkungen während des Gießverfahrens modellieren. Für den Markt wird ein Modul entwickelt, das auf die Erfordernisse der Umschmelzindustrie ausgerichtet und mit der Gießerei-Software von ESI Group verknüpft ist. Koordinator des Projekts ist die Montan-Universität in Leoben, Österreich. Weitere renommierte Partner, die an dem Projekt mitwirken, sind die Firma ALD Vacuum Technologies, Deutschland, die Böhler Edelstahl GmbH, Österreich, und das Centro Sviluppo Materiali, Italien.

Das zweite Programm heißt IMPRESS (Intermetallic Materials Processing in Relation to Earth and Space Solidification) und begann im November 2004 mit einer Dauer von fünf Jahren. Dieses Projekt, Teil des 6. Rahmenprogramms der Europäischen Kommission, wird von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA koordiniert. Calcom ESI, die Schweizer Tochtergesellschaft der ESI Group, wird finanziell direkt durch das Schweizer Staatssekretariat für Bildung und Forschung (Swiss Secretariat for Education and Research) unterstützt. Ziel des Projektes, an dem 41 europäische Institute und Unternehmen mitwirken, ist es, den kritischen Zusammenhang zwischen der Werkstoffverarbeitung, dem Werkstoffgefüge und den Werkstoffeigenschaften neuer multifunktioneller intermetallischer Legierungen zu verstehen. Das neue Wissen wird auf Prototypen angewendet, die für extreme Anforderungen konzipiert sind, wie beispielsweise Turbinenschaufeln und Brennstoffzellen.

Calcom ESI wird an diesem ehrgeizigen Projekt mit dem Schwerpunkt teilnehmen, das Gießen und die daran anschließende Wärmebehandlung in einer geschlossenen Kette zu simulieren, sowie den modifizierenden Einfluss der Porosität auf die Eigenschaften der Werkstoffen vorherzusagen. Umwandlungen im festen Zustand während der Wärmebehandlung sollen dabei mit berücksichtigt werden. Für diese Untersuchung begann bereits eine enge Zusammenarbeit mit der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (Swiss Federal Institute of Technology).

"Diese enge Zusammenarbeit mit zukunftsorientierten Unternehmen und führenden Universitäten und Forschungsinstituten ermöglicht es ESI Group, Software-Lösungen für die Gießerei-Industrie weiterzuentwickeln und somit weltweit Industrieunternehmen kontinuierlich mit verbesserten, zuverlässigen und ausgeklügelteren Software-Produkten zu versorgen", sagt Marco Gremaud, Business Development Director Casting Solutions von ESI Group.

Die gießereitechnischen Software-Lösungen von ESI Group

Die Simulation von Gießverfahren wird heute weithin als ein wichtiges Hilfsmittel bei der Konstruktion von Produkten und der Entwicklung von Verfahren akzeptiert, um den Ertrag und die Qualität von Gießverfahren zu verbessern. Die Software-Programme der ESI Group umfassen ProCAST, die auf dem Markt führende Finite-Elemente-Software zum Simulieren von Gießverfahren, CALCOSOFT, um Stranggießverfahren schnell und effizient zu modellieren, sowie PAM-QUIKCAST, die Finite-Differenzen-Software zur Darstellung von Gießverfahren.

Hintergrund ESI Group:
ESI Group entwickelt numerische Simulationssoftware. Das Unternehmen leistete auf diesem Gebiet Pionierarbeit und gehört heute zu den weltweit führenden Anbietern von Programmen, die unter Berücksichtigung der physikalischen Werkstoffeigenschaften die Prototypen-Herstellung und industrielle Fertigungsverfahren simulieren. ESI Group hat ein zusammenhängendes Angebot von Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Damit können realitätsnah das Verhalten von Produkten während der Versuche simuliert, Fertigungsverfahren in Abstimmung auf die verlangten Eigenschaften zur Anwendungsreife gebracht und die Auswirkung des Umfeldes auf die Nutzung bewertet werden. Die industriell bereits erprobten und in die Wertschöpfungskette zahlreicher Branchen integrierten Produkte sind eine einzigartige Lösung in der virtuellen Ingenieurtechnik, dem Virtual Try-Out Space (VTOS). Diese Lösungen ermöglichen es, die virtuelle Prototypenfertigung kontinuierlich und in Zusammenarbeit zu verbessern. Mit diesem integrierten Protokoll ist es einem Unternehmen möglich, mit jedem anderen zusammen zu arbeiten und Anwendungsmöglichkeiten zu nutzen, die von unabhängigen Softwareanbietern entwickelt wurden.

Die VTOS-Lösungen reduzieren die Kosten und Entwicklungszeiten deutlich und bringen große Wettbewerbsvorteile mit sich, da die Herstellung von physischen Prototypen zunehmend entfällt. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von etwa 60 Millionen Euro und beschäftigt fast 500 hoch qualifizierte Spezialisten in seinem weltweiten, mehr als 30 Länder umfassenden Netz. ESI Group ist auf der Eurolist compartment C von Euronext Paris aufgeführt.Weitere Informationen bietet die Website: www.esi-group.com.

ESI Group wird seit dem 20. Januar 2000 von der französischen Innovations-Agentur Anvar als "innovatives Unternehmen" eingestuft und ist für Technologie-orientierte Venture-Kapital-Fonds wählbar.

Virtual Try-Out Space® und VTOS® sind Schutzmarken von ESI Group. Die erwähnten Produkte, Namen oder Firmen sind Marken oder Schutzmarkern der jeweiligen Eigentümer.

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