Globalisierung in der Informationstechnologie - Herausforderung und Chance

(PresseBox) (München, ) Bereits zum achten Mal empfing Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS) im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München Führungskräfte und Entscheider zum alljährlich stattfindenden Management-Forum. Sechs Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen der ITK-Wirtschaft und der Gesellschaft beleuchteten aus ebenso unterschiedlichen Perspektiven das Thema der Globalisierung in der Informationstechnologie (IT).

Unter dem Motto 'The IT world is flat - Chancen und Herausforderungen einer globalen IT' begrüßte Anton Müller, Geschäftsführer von FI-TS die 200 Besucher und eröffnete die Veranstaltung mit einer ersten Hinführung zum Thema. Im Anschluss stellten die Referenten in praxisorientierten Präsentationen dar, dass besonders in Krisenzeiten Globalisierung ein aktuelles Thema ist. Sie zeigten anschaulich auf, dass sich verändernde Märkte eine verstärkte Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens erfordern und innovative Outsourcing-Strategien eine sinnvolle Ergänzung sein können.

Praxisbeispiel der BayernLB

Den Anfang der informativen Vortragsrunde machte Michael Ludwig, Geschäftsbereichsleiter Organisation und Informatik bei der BayernLB. Er konkretisierte die Fokussierung auf die eigenen Stärken am Beispiel der Bank. Sie wechselte von einem bisher dezentralen Ansatz zu einem zentralen Hosting für ein globales Stützpunktnetz. Ziele dieser Neuausrichtung sind die Stärkung der Kernkompetenzen, die Verbesserung der Servicequalität und die Steigerung der Flexibilität. Darüber hinaus soll Kostentransparenz und eine Reduktion der IT-Kosten sowie eine Transformation von Fixkosten in variable Kosten erreicht werden. Das bisherige Fazit des Projektes, das bis Ende 2009 abgeschlossen sein soll, sieht Ludwig durchweg positiv: "Der Einsatz von innovativem Sourcing durch Managed Services in Zusammenarbeit mit FI-TS erweist sich als ebenso effektiv wie effizient."

Outsourcing von Anfang an - Praxisbeispiel Bank of Scotland

Eine IT-Strategie für den Markteintritt in die Euro-Zone präsentierte im Anschluss Martin Fleming, Head of Strategic Development and Business Management in der Europe and North America Division bei der Halifax Bank of Scotland (HBOS). Am Beispiel der Markteinführung der Internetbank von HBOS für Privatanleger in Deutschland (www.bankofscotland.de) erläuterte er die Vorgehensweise und Herausforderungen einer solchen Strategie. In seinem kurzweiligen und unterhaltsamen Vortrag zeigte Fleming die Grundlagen für das Gelingen eines über die eigenen Landesgrenzen hinausgehenden Projektes auf. Für Fleming stellt die Frage des Outsourcings einen wesentlichen Faktor bei der Projektplanung dar. Ebenso wie im vorhergehenden Fallbeispiel stand auch hier die Besinnung auf die eigentlichen Kernkompetenzen des Unternehmens im Vordergrund. Im Anschluss an die gründliche Suche nach dem am besten geeigneten Partner - für Fleming eine der bedeutendsten Entscheidungen für das Gelingen eines solchen Projektes - erfolgte die Umsetzung in Zusammenarbeit mit FI-TS und Oracle Financial Services Software. Weitere entscheidende Faktoren für den Erfolg sieht Fleming in der Einfachheit des Projektes, dem Aufstellen und Erfüllen eines realisierbaren Planes und dem gewissenhaften Testen der endgültigen Lösung. Ebenso wichtig ist eine gelungene multikulturelle Zusammenarbeit, die sich durch intensive Kommunikation, achtsames Zuhören und Verstehen aller beteiligten Partner sowie ein verstärktes Projektmanagement auszeichnet.

Rechtliche Fallstricke vermeiden

Einen Überblick über die Komplexität rechtlicher Rahmenbedingungen beim Global Sourcing gab Dr. Peter Bräutigam, Fachanwalt für IT-Recht und Partner in der Anwaltskanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz in München. Bevor Bräutigam auf die Vielzahl rechtlicher Bedingungen einging, erläuterte er zunächst die einzelnen Aspekte und unterschiedlichen Arten globaler Produktions- bzw. Dienstleistungsauslagerung. Am Beispiel einiger wichtiger Bestimmungen wie dem Sarbanes-Oxley Act (SOX), dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und dem Kreditwesengesetz (KWG) veranschaulichte Bräutigam dann sehr deutlich die Vielschichtigkeit der rechtlichen Rahmenbedingungen beim Global Sourcing.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen unterhielt der Comedian Sanjay Shihora die Veranstaltungsteilnehmer mit seinem humoristischen Blick auf die interkulturelle Zusammenarbeit und leitete so kurzweilig zu den verbleibenden drei Vorträgen über.

Deren Anfang machte Kishore Kapoor, CEO Europe Oracle Financial Services Software b.v. und Head of Global Sales. Auch er ging praxisnah auf die Herausforderungen und Chancen durch die Globalsierung und die sich ändernden Marktbedingungen und -anforderungen ein. Anhand des Business Models von Oracle Financial Services Software stellte Kapoor unter anderem heraus, wie wichtig auch strategische Partnerschaften vor Ort sind, beispielweise die Partnerschaft mit FI-TS. Sie helfen dabei dem Kunden jederzeit und überall die bestmögliche Lösung anzubieten, schnell und flexibel reagieren zu können und sich durch Innovationen von der Konkurrenz zu unterscheiden.

Outsourcing als Beitrag zur IT-Wertschöpfung

Dr. Walter Kirchmann, Vorsitzender der Geschäftsführung bei FI-TS, zeigte den Zuhörern im Anschluss auf, dass Finanz- und IT-Dienstleistungen prädestiniert sind für eine globale Wertschöpfung. Er wies auch darauf hin, dass IT-Wertschöpfungsketten zwar seit Jahrzehnten global organisiert sind. Doch dass jeder IT-Service auch eine lokale Komponente hat, die es zu berücksichtigen gilt, damit das Projekt gelingen kann. Dr. Kirchmann riet den Zuhörern zudem, beim Outsourcing darauf zu achten, dass der Servicepartner sie von Aufgaben und benötigten Ressourcen effizient entlasten kann. Und ihnen so wieder mehr Freiraum und Potenzial für die Unterstützung von Prozessen und Geschäftsmodellen geben kann.

Den Abschluss dieses aufschlussreichen Tages bildete der Vortrag von Dr. Peter Frey, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios Berlin. Er zeigte auf welche Rezepte es gegen die aktuelle Krise gibt und was Wirtschaft, Politik und Medien jetzt tun können.

Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG

Das Unternehmen bietet seit 1994 professionelle IT-Dienstleistungen im Finanzsektor an. Im Fokus stehen dabei eine kompetente Beratung sowie die Bereitstellung optimierter Services. Diese basieren auf einem Höchstmaß an standardisierten Technologien und Prozessen, welche die Kunden nach einer umfassenden Beratung in flexiblen Servicepaketen zu individuellen Lösungen zusammenstellen können. Für FI-TS bedeutet Outsourcing nicht nur Branchenkompetenz bei Beratung und Umsetzung, sondern auch die Übernahme von konkreter Betriebsverantwortung. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland am Hauptsitz in München und an den Standorten Nürnberg und Offenbach rund 590 Mitarbeiter. FI-TS erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von circa 190 Millionen Euro - davon 45 Prozent non captive. Zu den Kunden des IT-Dienstleisters zählen unter anderem BayernLB, Landesbank Hessen-Thüringen, Finanz Informatik, Deka Bank, Deutsche Kreditbank AG, dwp Bank, Hauck & Aufhäuser, LBS IT, State Street Bank, HBOS und andere. Der Servicespezialist ist ein Tochterunternehmen der Finanz Informatik (FI) und gehört der Sparkassen-Finanzgruppe an.

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