Enterprise 2.0: Interaktives Wissensmanagement bei der Finanz Informatik

(PresseBox) (Hannover, ) .
- Kommunikation als Eckpfeiler in der SOA-Entwicklung
- Webbasierte Content-Plattformen der Entwickler-Community mit über einer Million Zugriffe monatlich
- Kurze Wege in der Kommunikation durch Instant Messaging

Strukturierte Prozesse, aber auch eine lebendige, von interaktiver Kommunikation geprägte Entwicklungskultur, bestimmen den Arbeitsalltag des IT-Dienstleisters der Sparkassen-Finanzgruppe, der Finanz Informatik. Webbasierte Content-Plattformen wie Forensysteme und Wikis dienen den Entwicklern in ihrer täglichen Arbeit zur Dokumentation von Prozessen, Anwendungen und Frameworks sowie für internen Support und fachlichen Austausch. 55 aktive Wikis rund um Anwendungsbereitstellung, Produktion und Sicherheitsmanagement, ein Enterprise Acitvity & Issue Tracking System und das Entwicklerforum verzeichnen monatlich über eine Million Aufrufe. Rund 2.000 Mitarbeiter nutzen die webbasierten Content-Plattformen. Für kurze Wege in der Kommunikation untereinander sorgt das Instant Messaging-System IBM Lotus Notes Same Time, das allen Mitarbeitern der Finanz Informatik zur Verfügung steht. Der Leiter des Architekturboards der Finanz Informatik, Detlev Klage, erläuterte auf der CeBIT den Erfolgsfaktor Kommunikation und die Gründe für den Einsatz von Web 2.0-Technologie bei dem IT-Dienstleister.

Die Finanz Informatik bietet mit OSPlus (One System Plus) eine moderne Gesamtbanklösung, die bereits in über 300 Sparkassen mit circa 125.000 Anwendern eingesetzt wird. Bis 2011 werden alle der rund 440 deutschen Sparkassen das System nutzen. Auch technologisch setzt die Gesamtbanklösung Maßstäbe im Retailbanking. Sie basiert auf einer Service-orientierten Architektur (SOA) und bietet derzeit mit über 1.600 fachlichen Services mehr wieder verwendbare Funktionsbausteine als jede andere bankfachliche Software. Allein das webbasierte Frontend OSPlus-Portal verzeichnet täglich bis zu 36 Millionen bankfachliche Requests.

Detlev Klage verantwortet den Geschäftsbereich Stationärer Vertrieb und Verbundpartner, ist Leiter des Architekturboards und war mit seinem Team maßgeblich daran beteiligt, die Grundlagen für die SOA der Finanz Informatik zu schaffen. Diese ist dank der vor zehn Jahren vollzogenen Umstellung auf komponentenbasierte Entwicklung bereits seit 2004 stabil im Betrieb. Neben einem höchst strukturierten Entwicklungsprozess ist für Klage die Kommunikation ein zentraler Er-folgsfaktor. Auf der CeBIT erklärte er: "SOA ist allen Unkenrufen zum Trotz ein Erfolgsmodell. Serviceorientierung braucht allerdings eine vollständig neue Entwicklungskultur. Neben höchst strukturierten Prozessen und einer präzisen Dokumentation wird die Kommunikation zum zentralen Erfolgsfaktor. Foren, Wikis und andere webbasierte Content-Plattformen haben sich dabei in der täglichen Zusammenarbeit gut bewährt", erklärte Klage die Gründe für die intensive Nutzung von Web 2.0-Technologie bei der Finanz Informatik.

Mit der Einrichtung eines zentralen Repositories zur Dokumentation bankfachlicher Funktionen nahm bereits Ende der neunziger Jahre eine frühe Form von Web 2.0-Technologie Einzug in die Entwicklungsprozesse der heutigen Finanz Informatik. Damals begannen die an verteilten Standorten agierenden Entwicklerteams, erstmals Geschäftsprozesse auf Basis wieder verwendbarer Funktionsbausteine zu erstellen. Aus diesen Ursprüngen hat sich mittlerweile eine lebendige Kommunikationskultur entwickelt. 55 aktive Wikis verzeichnet beispielsweise das Wiki System "Confluence" von Altassian Software. Die Einsatzgebiete liegen in der Anwendungsbereitstellung, der Produktion und im Sicherheitsmanagement. 320 Editoren bringen es auf circa 900.000 Zugriffe im Monat. Rund 20 Projekte mit etwa 300 aktiven Nutzern verzeichnet das zur Unterstützung kollaborativer Prozesse im Entwicklungsservice eingesetzte Enterprise Activity & Issue Tracking System JIRA. Im Forensystem von Simple Machines betreibt die Entwickler Community der Finanz Informatik 40 Diskussionsboards. Die 320 aktiven Nutzer bringen es monatlich auf rund 70.000 Zugriffe. Für die direkte Kommunikation nutzen die Software-Entwickler das Instant Messaging-System Lotus Notes Same Time von IBM. Es ist vollständig in die Domino/Lotus-Notes Infrastruktur der Finanz Informatik integriert und ist für alle der über 5.500 Mitarbeiter verfügbar.

Der Einsatz solcher Technologien ist das Ergebnis sorgfältiger Planung und wurde in einem strukturierten Prozess vorangetrieben. Dazu Detlev Klage: "Nicht jedem Informatiker ist es in die Wiege gelegt, ein großer Kommunikator zu werden. Die Komplexität einer SOA im Enterprise-Umfeld ist aber ohne eine aktive Kommunikationskultur nicht beherrschbar. Wir haben daher Wege und Technologien gesucht, welche den fachlichen Austausch, die Dokumentation von Prozessen, Tools und Frameworks sowie die Beschreibung von Best Pratices in einer Weise unterstützen, die Technikbegeisterten und Informatikern entgegenkommt. Mit unserem Entwickler-Kommunikationsportal sowie den zahlreichen Foren und Wikis ist uns das gelungen. Unsere Softwareentwickler agieren heute tatsächlich als eine Community. Dank der neuen Technologien erfolgt der Austausch auf kurzen Wegen und ohne Medienbrüche", stellte Klage abschließend fest.

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