CIO Colloquium setzt auf GreenIT

(PresseBox) (München, ) Das CIO Colloquium, die Vereinigung der Chief Information Officers (CIO) der deutschen Großunternehmen, hat die Unterstützung für den "GreenIT Best Practise Award 2010" unter dem Vorsitz von Dr. Hans-Joachim Popp, CIO des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. bekanntgegeben. Die Jury besteht neben Dr. Popp als Jurypräsident aus MR Rudolf Herlitze (CIO Bundesumweltministerium), Heinrich Vaske (Chefredakteur Computerwoche), Thomas Schott (CIO Rehau AG und Gewinner des GreenCIO Award 2008) sowie Dr. Jürgen Sturm (CIO der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH). Die BSH gewann im letzten Jahr den Nachhaltigkeitspreis.

Damit wollen die IT-Leiter der Konzerne ein Zeichen setzen für den umweltbewussten und energiesparenden Einsatz von Informationstechnologie (IT). "Es ist wichtig, dass die Anwender von IT ihren schon vor Jahren eingeschlagenen Weg in Richtung Umweltschutz auch nach außen hin deutlich sichtbar machen", heißt es in der offiziellen Erklärung des CIO Colloquium. Damit wolle man das Feld nicht allein der Anbieterseite überlassen, betont die Vereinigung. Das CIO Colloquium behandelt die Themenkomplexe GreenIT und Energieeffizienz bereits regelmäßig in Special Interest Groups mit Best Practice-Beispielen und arbeitet derzeit an einer Selbstverpflichtungserklärung für die Anwenderseite. In der Gruppe sind die IT-Verantwortlichen der größten deutschen IT-Anwender wie die Allianz AG, Audi AG, Deutsche Lufthansa AG oder Deutsche Bank AG vertreten. Die Unternehmen des CIO Colloquium repräsentieren gemeinsame IT-Budgets von 35 Milliarden Euro jährlich.

Wie hoch der Stellenwert ist, den die Chief Information Officers der GreenIT beimessen, geht aus dem aktuellen CIO-Report "IT-Trends 2010/2011" hervor. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 33 ausgewählten IT-Verantwortlichen deutscher Großunternehmen. Demnach messen 85 Prozent der Berücksichtigung des Klimaschutzes eine hohe Bedeutung bei. "Studien haben ergeben, dass die CO2-Menge der Informationstechnologie in etwa dem CO2-Ausstoß des Luftverkehrs entspricht. Die deutschen IT-Leiter sind sich dieser Verantwortung sehr bewusst", heißt es beim CIO Colloquium.

Die größten Umweltbelastungen in der IT entstehen durch die Rechenzentren bzw. die darin betriebenen Serversysteme. Experten gehen davon aus, dass in der Bundesrepublik über 10 Terrawattstunden oder rund 2 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Deutschland allein darauf entfallen. Die damit verbundenen Kosten übersteigen 1 Mrd. Euro jährlich. Neue IT-Konzepte zur Virtualisierung von Rechenzentren wie Cloud Computing und Software as a Service weisen den Weg zu einer umweltfreundlicheren Informationstechnologie. In einem herkömmlichen Rechenzentrum sind die Server im Durchschnitt nur zu 10 bis 20 Prozent ausgelastet, bis zu 90 Prozent der Energie wird verschwendet. Mit der Virtualisierung lässt sich die Auslastung auf bis zu 50 Prozent erhöhen. Dadurch könnte Studien zufolge die CO2-Belastung in den nächsten Jahren trotz steigender Rechen- und Speicherkapazitäten etwa auf die Hälfte gesenkt werden.

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