Fidelity Jahresausblick 2012 - Teil 5: Hochzinsanleihen

(PresseBox) (Kronberg im Taunus, ) Fondsmanager von Fidelity Worldwide Investment berichten bis Ende des Monats in einer Serie von Marktkommentaren über ihre Erwartungen für das Jahr 2012.

Hochzinsanleihen

Andrew Wells, Global Chief Investment Officer Fixed Income Fidelity:

"Dass hochverzinste Unternehmensanleihen mit höheren Risiken behaftet sind, steht außer Frage. Gleichwohl wird diese Anlageklasse 2012 gerade für Investoren interessant sein, die eine längerfristige Perspektive einnehmen als die zunehmend kurzsichtigen Märkte. In den Risikoprämien wird inzwischen ein deutlicher Anstieg der Ausfallraten eingepreist. Aber wie die meisten erfahrenen Anleger wissen, geht es an den Märkten eigentlich nie nur um die reinen Fundamentaldaten. Verwerfungen an den Finanzmärkten drücken die Preise von Hochzinspapieren immer wieder auf "notleidende Niveaus", die den Fundamentaldaten der Unternehmen nicht gerecht werden.

Tatsache ist, dass die meisten Unternehmen in deutlich besserer Verfassung in das neue Jahr starten werden als 2008/09. Sie haben ihre Kosten unter Kontrolle und nach wie vor Zugang zu Bankkrediten, auch wenn sich die Konditionen verschlechtert haben. Zudem haben sie in den letzten zwei Jahren aktiv daran gearbeitet, ihren Refinanzierungsbedarf zu optimieren, um sich gegen die damit verbundenen Schwankungen zu wappnen. Dies alles dürfte dafür sorgen, dass die Ausfallraten auf niedrigerem Niveau bleiben werden als derzeit am Markt eingepreist. Inzwischen wird die Gesamtrendite der High Yield-Anlageklasse durch äußerst starke Ertragsströme gestützt, die sie bei einer Beibehaltung der aktuellen Niveaus recht lange vor Einbrüchen schützen dürften. Dennoch bleibt die Titelauswahl entscheidend, um die schlimmsten Verlustfallen zu meiden."

Ian Spreadbury, Fondsmanager des Fidelity European High Yield Fund:

"Europäische Hochzinspapiere sind heute eindeutig attraktiver bewertet. Das Universum der europäischen Hochzinsanleihen zeichnet sich durch einen deutlich differenzierteren Rating-Mix und eine höhere Bonität aus als der US-Hochzinsmarkt. Europa bietet also mehr Wertpotenzial und eine fundamental gesehen bessere Kreditqualität, allerdings bei insgesamt schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Es spricht vieles dafür, dass sich europäische Hochzinsemittenten diesmal als widerstandsfähiger gegenüber dem schwachen Konjunkturumfeld erweisen könnten. Im Moment sind die Ausfallraten noch sehr niedrig, sie betragen bei weiter fallender Tendenz gerade einmal 2 Prozent. Trotzdem wurde mit der jüngsten Korrektur der Risikoaufschläge ein drastischer Wiederanstieg der Zahlungsausfälle eingepreist. Für das nächste Jahr rechne ich angesichts der schwierigen Konjunkturlage mit wieder steigenden Ausfallraten. Ein sprunghaftes Hochschnellen sehen wir aber nicht, denn an der Liquidität europäischer Hochzinsemittenten gibt es zurzeit nichts auszusetzen. Den Unternehmen geht es fundamental betrachtet nach wie vor gut. Das werden sie allerdings auch weiterhin beweisen müssen - vor allem, wenn es zu einer neuerlichen Rezession kommen sollte. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits. Wir glauben aber trotzdem, dass die meisten Unternehmen heute besser gewappnet sind als vor der letzten Krise."

Bryan Collins, Portfoliomanager des Fidelity Asian High Yield Fund:

"Für risikobereite Investoren auf der Suche nach attraktiven Renditen bieten sich interessante Chancen im Bereich asiatischer Hochzinsanleihen. Denn in einer immer deutlicher werdenden Welt der zwei Geschwindigkeiten haben die Unternehmen in Asien ausreichend Liquidität aufgebaut, um dem schwierigen Marktumfeld zu trotzen. Zudem haben sie ihre Kosten im Griff, und auch die Bilanzen sehen besser aus. Trotz dieser allgemein guten Situation der Unternehmen gehen wir davon aus, dass die Ausfallraten steigen werden - allerdings nicht in dem Umfang, wie es die Spreads derzeit signalisieren. Daher bleiben wir bei unserem Ausblick zwar vorsichtig, die Bewertungen sind aber mittel- bis langfristig überzeugend. Deshalb können sich in Phasen der Schwäche gute Chancen bei selektiver Titelauswahl ergeben. Auch sind in den vergangenen Wochen immer mehr institutionelle Investoren in den asiatischen High Yield Markt eingestiegen. Das ist ein klar positives Zeichen an den Markt und wird langfristig zu höheren Standards und geringerer Volatilität führen."

FIL Investment Services GmbH

Fidelity Worldwide Investment (FIL Limited) wurde 1969 als Unternehmen in Privatbesitz gegründet und ist heute eine auf allen bedeutenden Finanzmärkten aktive Fondsgesellschaft mit einem Fondsvermögen von 190,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt über 5.500 Mitarbeiter in 23 Ländern in Europa, Nahost, Afrika und der Asien-Pazifik-Region. Die bereits 1946 in Boston gegründete Gesellschaft Fidelity Investments (FMR LLC) deckt dagegen über die USA hinaus die Region Nord- und Lateinamerika ab und zählt dort zu den führenden Fondsanbietern. FIL und FMR (nachfolgend Fidelity) haben mit der Familie Johnson gemeinsame Aktionäre, sind aber voneinander unabhängige Gesellschaften. Weltweit beschäftigen sie über 44.500 Mitarbeiter sowie verwalten und administrieren ein Gesamtvermögen von 2,6 Billionen Euro. Damit ist Fidelity eine der größten Fondsgesellschaften der Welt.

Die rund 1.000 Fondsmanager und Analysten von Fidelity, die in zwölf Ländern rund um den Globus arbeiten, bilden das größte Investment-Expertenteam der Welt. Mit ihren Research-Ergebnissen und Unternehmensanalysen decken sie rund 95 Prozent der globalen Marktkapitalisierung ab. Zahlreiche Auszeichnungen belegen die hohe Qualität der Investmentprodukte und -dienstleistungen, die Fidelity privaten und institutionellen Anlegern bietet.

In Deutschland ist Fidelity Worldwide Investment seit 1992 aktiv im Markt vertreten und verwaltet ein Gesamtvermögen von 22,5 Milliarden Euro. Fidelity Worldwide Investment vereint in Deutschland unter seinem Dach einen der führenden Asset Manager und eine der größten unabhängigen Fondsplattformen des Landes. Das Plattformgeschäft betreibt der Finanzdienstleister in Deutschland über die Frankfurter Fondsbank (FFB). Diese ist auf die Verwahrung von Investmentfondsanteilen spezialisiert und richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften und Banken. Sie können über die FFB unter anderem mehr als 8.000 Fonds von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren. Die FFB betreut ein Vermögen von 12,4 Milliarden Euro in über 780.000 Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity Worldwide Investment in Deutschland ein Fondsvolumen von 10,1 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity Worldwide Investment werden in diesem Bereich in Deutschland 145 Publikumsfonds direkt sowie über mehr als 600 Kooperationspartner vertrieben. Insgesamt beschäftigt Fidelity Worldwide Investment in Deutschland 312 Mitarbeiter und ist hierzulande mit den rechtlichen Einheiten FIL Investment Services GmbH, FIL Investments International - Niederlassung Frankfurt, FIL Investment Management GmbH, FIL Pensions Services GmbH, FIL Finance Services GmbH und der Frankfurter Fondsbank GmbH vertreten.

Alle Angaben per 30.09.2011.

Risikohinweis

Fidelity Worldwide Investment veröffentlicht ausschließlich produktbezogene sowie allgemeine Informationen und erteilt keine Anlageempfehlungen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit erlauben keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung. Den Chancen, die mit Anlagen in Investmentfonds verbunden sind, stehen Risiken gegenüber. So kann etwa der Wert der Fondsanteile schwanken und ist nicht garantiert. Überdies reduzieren individuelle Kosten und Gebühren die Wertentwicklung.

Eine Anlageentscheidung sollte auf jeden Fall auf Grundlage der Prospekte, des letzten Geschäftsberichtes und des Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufs. Die Prospekte, den Geschäftsbericht und den Halbjahresbericht erhalten Sie kostenlos bei FIL Investment Services GmbH, Postfach 200237, 60606 Frankfurt/Main oder über www.fidelity.de.

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