FICO-Umfrage zeigt: US-Banken bleiben bei Kreditvergabe vorsichtig

52 % der Befragten rechnen mit steigender Nachfrage nach Konsumentenkrediten; 92 % erwarten keine Lockerung oder sogar strengere Standards bei der Kreditvergabe

(PresseBox) (München, ) FICO, ein führender Anbieter von Predictive Analytics und Lösungen für Decision Management, hat im März 2010 in Zusammenarbeit mit der Professional Risk Managers' International Association (PRMIA) eine Umfrage zur Kreditversorgung in den USA durchgeführt. Dazu wurden 127 Risikomanager aus Banken nach ihren Erwartungen zur Entwicklung im Bereich Konsumentenkredite befragt.

Der Umfrage zufolge gehen die Banker davon aus, dass die Konsumenten neue Kredite beantragen und ihre bestehenden Kreditlinien noch weiter ausschöpfen werden. Trotz steigender Nachfrage erwarten 92 Prozent der Befragten in diesem Quartal keine Entspannung bei der Kreditvergabe. 95 Prozent rechnen mit stabilen oder steigenden Zinssätzen für Verbraucherkredite und 83 Prozent erwarten ein durchschnittlich niedrigeres Kreditlimit für neue Kreditkarten. Die meisten Kreditgeber behalten ihr Risikomanagement also sehr genau im Auge.

"Die Banker sind mittlerweile wieder optimistischer. Im Neukundengeschäft stehen jedoch die verantwortungsvolle Kreditvergabe und das Risikomanagement klar im Vordergrund", so Dr. Andrew Jennings, Chief Research Officer und Leiter der FICO Labs, jener Forschungsgruppe, die gemeinsam mit PRMIA die Umfrage durchgeführt hat. Jennings ist überzeugt: "Die Banken werden sich auch in Zukunft auf die Vermeidung von Zahlungsausfällen konzentrieren. Unsere Umfrage zeigt, dass sich die meisten weiterhin große Sorgen wegen überfälliger Forderungen machen."

60 Prozent der Experten rechnen mit einer Zunahme der Zahlungsausfälle bei Hypotheken; 59 Prozent glauben, dass auch Kreditkarten davon betroffen sein werden. Selbst bei kleinen Geschäftskrediten erwarten 63 Prozent der Kreditgeber zunehmend Probleme.

Über die Hälfte (66 %) der Bankexperten geht davon aus, dass Risikomanagement in ihrem Hause an Bedeutung gewinnen wird. Jeder Dritte (34 %) rechnet mit einer Beibehaltung des derzeitigen Niveaus. "Risikomanagement wurde nicht immer strategisch behandelt, doch das

ändert sich gegenwärtig", sagt Dr. Russell Walker vom Zell Center für Risk Research an der Northwestern University's Kellogg School of Management. Walker ist Mitglied bei PRMIA und analysierte die Umfrageergebnisse. "Die Finanzinstitute haben erkannt, wie anfällig ihre Geschäfte gegenüber makroökonomischen Entwicklungen sind. Daher erwarte ich für die Zukunft mehr proaktives, systematisches Risikomanagement und Schadensprävention."

Eine detaillierte Ausführung der Umfrage ist unter: http://www.prmia.org/PRMIANews/USConsumerCreditRisk.pdf erhältlich.

PRMIA ist eine internationale Gesellschaft für Risk Professionals. Die Organisation umfasst mittlerweile mehr als 60 Chapters auf der ganzen Welt und 67.000 Mitglieder in 198 Ländern. Die gemeinnützige, mitgliedergeführte Vereinigung von Fachleuten fördert die Standards im Risk Management durch den Austausch von Ideen und die Vermittlung von Wissen. PRMIA bietet die angesehene Zertifizierung des Professional Risk Managers (PRM), Webinare, Online, Klassenzimmer und In-House Training, Events, Netzwerke und Online-Material an. Weitere Informationen finden Sie unter www.PRMIA.org.

Fair Isaac Corporation

FICO (NYSE: FICO) ist führend im Bereich Predictive Analytics und Decision Management. Mit den Technologien von FICO treffen Unternehmen hochgradig präzise, konsistente und flexible Entscheidungen in jeder noch so komplexen Situation. FICO wurde 1956 von dem Ingenieur Bill Fair und dem Mathematiker Earl Isaac gegründet und ist heute mit rund 2.200 Mitarbeitern in 12 Ländern vertreten. Das Büro in Deutschland wurde im April 2010 in München eröffnet.

In 80 Ländern vertrauen Kunden auf FICO wenn es darum geht, Rentabilität und Kundenbindung zu steigern, Betrugsfälle und Kreditverluste zu verringern, aufsichts- und wettbewerbsrechtliche Vorgaben zu erfüllen und schnell Marktanteile aufzubauen. Zu den Kunden zählen zwei Drittel der 100 größten Banken sowie über 300 Versicherungen und die drei größten Wirtschaftsauskunfteien der USA. Rund 65 Prozent aller Kreditkarten weltweit werden mit dem adaptiven Kontrollsystem TRIAD von FICO verwaltet und mit dem Betrugserkennungssystem Falcon geschützt. FICOs Blaze Advisor wurde von Branchenanalysten mehrfach ausgezeichnet. Das Forderungsmanagementsystem Debt Manager wird von über 100 Banken genutzt, um Forderungsausfälle zu minimieren.

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