Wie der Lichterglanz auf den Weihnachtsmarkt kommt ...

Auch dies ist Elektrotechnik heute

(PresseBox) (Stuttgart, ) Gegenwärtig gibt es wohl kaum jemanden, der nicht zumindest einmal einen Weihnachtsmarkt besucht hat. Alle haben sich über den weihnachtlichen Lichterglanz gefreut, aber wahrscheinlich hat dabei keiner daran gedacht, was es bedeutet, dass das alles funktioniert und auch sicher ist.

Auf den Weihnachtsmärkten müssen große Stromverteiler dafür sorgen, dass jeder Stand seine unzähligen Glühlämpchen, Deko-Weihnachtsbäume, Grills, Kochplatten und Heizstrahler problemlos in Betrieb nehmen kann. Statistiker haben errechnet, dass mit dem Strom, den ein Stand auf dem Weihnachtsmarkt verbraucht, 15.000 Mal die Waschmaschine bei 60 Grad laufen könnte.

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt verbraucht so pro Tag etwa 3.000 Kilowattstunden, was dem Tagesverbrauch einer Hochhaussiedlung mit 300 Wohneinheiten entspricht. Und der Ulmer Weihnachtsmarkt mit seinen rund 130 Ständen verbraucht z.B. etwa genau so viel Strom wie 120 Einfamilienhäuser. Das erläuterte Uwe Wöhrle, Obermeister der Elektro-Innung Ulm / Alb-Donau, in der Vorweihnachtszeit u.a. dem Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner beim Besuch in dessen Firma.

Am Beispiel des Weihnachtsmarkts erläuterte Wöhrle auch die Herausforderungen, die variable Messe- und Event-Installation an das E-Handwerk stellen. Wenn ein Stand versetzt werden soll, müssten manchmal mehr als 50 m Kabel verlegt werden und zwar so, dass davon keine Gefahr für Betreiber und Besucher ausgeht. Aber auch "normale" Gebäudeinstallationen sind anspruchsvoll. So sind in einem Einfamilienhaus durchschnittlich 800 m Kabel verlegt. Durch die Entwicklungen im Bereich der Elektroinstallation kommt noch dazu, dass dort wo früher ein einfacher Lichtschalter war, heute ein komplexes programmierbares Bauteil eingebaut wird. Smart Home Anwendungen setzen sich immer mehr durch. So geht der Elektriker heute mit dem Laptop auf die Baustelle, um das alles zu programmieren

Obwohl diese Entwicklungen sehr spannend sind - im wahrsten Sinne des Wortes - und der Beruf neben seinen hervorragenden Zukunftsaussichten auch sehr abwechslungsreich ist, fällt es heute Elektrohandwerks-Unternehmen zunehmend schwer, geeigneten Nachwuchs zu finden. Neben der Nachwuchsgewinnung ist es für Betriebsinhaber und Mitarbeiter aber genauso wichtig, ständig am Ball zu bleiben.

Eine Ausbildung in der Branche ist nicht nur sehr interessant, sondern auch zukunftssicher. Achim Schenk, stellvertretender Landesinnungsmeister und Ressortleiter Öffentlichkeitsarbeit, hat in diesem Zusammenhang wiederholt darauf hingewiesen, dass die praktische Umsetzung der Energiewende immer das Know-How des Elektrohandwerks braucht. Energieeffizienz, regenerative Energien, E-Mobilität, intelligente Vernetzung von Anwendungen, Systemen und Maschinen: Das E-Handwerk steckt voller Zukunftsthemen und hat jungen Menschen weit mehr zu bieten, als die meisten anderen Handwerksberufe.

Wer sich für eine Ausbildung im E-Handwerk interessiert, findet über die Internetseite des Fachverbands (www.fv-eit-bw.de) freie Ausbildungsplätze in seiner Nähe bzw. er gelangt von dort auch zu weiteren Informationen über die Ausbildungsmöglichkeiten im Elektrohandwerk (Deine Stadt braucht dich - www.e-zubis.de).

Fachverband Elektro- und Informationstechnik

Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg ist die Dachorganisation der 38 Elektro- bzw. Informationstechniker-Innungen im Land und vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die Interessen von annähernd 10.000 Handwerksunternehmen der Elektrotechnik, der Informationstechnik und des Elektromaschinenbaus.

Die knapp 50.000 Beschäftigten der Branche erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von mehr als 5,6 Mrd. Euro.

Rund 4.330 junge Menschen werden derzeit in einem der attraktiven Ausbildungsberufe im Bereich Elektroniker/-in mit den Fachrichtungen "Energie- und Gebäudetechnik", "Automatisierungstechnik" und "Informations- und Telekommunikationstechnik", im Bereich Systemelektroniker/-in, im Bereich Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik sowie im Bereich Informationselektroniker/-in mit den Schwerpunkten "Geräte- und Systemtechnik" bzw. "Bürosystemtechnik" zum Facharbeiter ausgebildet.

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