Blühstreifen: NRW zahlt attraktive Fördergelder

Bundesweites Projekt "Farbe ins Feld" (FiF) im Münsterland gestartet / Fachverband Biogas legt Blühstreifen in Maisfeld an / Bundesamt für Naturschutz unterstützt die Aktion

(PresseBox) (Gronau, ) April 2010 fiel der Startschuss für die erste Blühstreifen-Aussaat des Fachverbandes Biogas e.V. Dies war der zweite Höhepunkt der Biogas-Tour 2010 durch Nordrhein-Westfalen. Der Anbau von Energiepflanzen, vor allem von Mais, auf landwirtschaftlichen Nutzflächen steht zunehmend in der Kritik. Diskutiert wird aktuell der Verlust an biologischer Vielfalt, mit der sich Landwirtschaft und Biogasbranche verstärkt auseinandersetzen müssen.

Für die Produktion von Biogas werden die Anlagenbetreiber in den kommenden Jahren jedoch nicht auf den Anbau von Mais verzichten können, da diese Pflanze sehr effizient ist und hohe Energieerträge liefert. Daher besteht dringender Handlungsbedarf für innovative und ökologische Maßnahmen in der Landwirtschaft und im Energiepflanzenanbau. Die Biogasbranche stellt sich dieser Herausforderung mit dem Projekt "Farbe ins Feld" (FiF). Nach der Aussaat von Mais wurde heute auf einem Energiepflanzenfeld nahe Gronau ein drei Meter breiter Blühstreifen am Feldrand angelegt.

Dr. Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, erläuterte die Aktion Farbe ins Feld anlässlich der Pressekonferenz: "Die Bürger sollen Energiepflanzenfelder positiv wahrnehmen." Biogas sei ein sympathischer Energieträger, der Häuser mit umweltfreundlicher Energie versorgt, sagte da Costa Gomez. Bastian Olzem äußerte den Wunsch, dass das Projekt bundesweite Nachahmung findet: "Ziel der Aktion "Farbe ins Feld" ist es, in ganz Deutschland ökologisch wirksame und gut sichtbare Blühstreifen zu verbreiten."

Thomas Graner vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) begrüßte die Initiative des Fachverbandes, die die Behörde gerne kritischkonstruktiv begleiten möchte. Das FiF-Projekt dürfe nicht als kosmetische Maßnahme verstanden werden, so Graner, "ein bisschen Farbe im Feld ist nicht genug". Weitere sinnvolle Maßnahmen im Sinne des BfN sind die Anlage von Hecken, die Erweiterung der Fruchtfolge sowie die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln.

Auch Dr. Rainer Joosten vom NRW-Umweltministerium zeigte seine Verbundenheit und verwies auf die Förderung von Blühstreifen, die das Land NRW seit Jahresbeginn bietet. Der Landwirt erhält für einen Hektar Blühstreifen jährlich 950 Euro vom Land. Laut Joosten stehen in dem Programm Haushaltsmittel für eine Fläche von 1.000 Hektar zur Verfügung. Interessierte Landwirte können die Fördergelder bei den zuständigen Landwirtschaftsämtern beantragen.

Henning Gottschalk, Präsidiumsmitglied des Fachverbandes Biogas, erklärte, dass die Anlage von Blühstreifen in der Landwirtschaft immer attraktiver werde. "In zehn Jahren spielt Mais im Energiepflanzenanbau nicht mehr die Hauptrolle. Vielmehr werden wir Alternative wie Zuckerrüben, Hirsearten und die sog. Durchwachsene Silphie auf den Energiefeldern anbauen."

Unter www.biogas-tour.de finden Sie aktuelle Informationen zur Biogas-Tour durch NRW sowie zahlreiche Bilder zum Download.

Fachverband Biogas e.V.

Der Fachverband Biogas e.V. ist mit rund 3.800 Mitgliedern Europas größte Interessenvertretung der Biogas-Branche. Er vertritt bundesweit Hersteller, Anlagenbauer und landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber. Die Biogas-Branche hat in den letzten Jahren über 16.000 Arbeitsplätze zumeist in ländlichen Regionen geschaffen. www.biogas.org

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