DAAD-Preisträger der FH Koblenz trifft Kanzlerin Merkel

Student des RheinAhrCampus war im Berliner Kanzleramt zu Gast - Portrait in DAAD-Broschüre

(PresseBox) (Koblenz/Berlin, ) Sidi Boubacar Ould Estaghvirou aus Mauretanien engagierte sich in seiner Heimat in der studentischen Freiheitsbewegung. Unter politisch instabilen Verhältnissen trat der Mathematik- und Physikstudent für mehr Demokratie und Gleichberechtigung ein und landete dafür mehrfach im Gefängnis. Ehrgeiz und sein starker Wille halfen ihm, in Deutschland Fuß zu fassen und sein Studium der Biomathematik am RheinAhrCampus Remagen der Fachhochschule Koblenz in kürzester Zeit mit Bestnoten zu absolvieren. Noch in diesem Jahr wird der 34-Jährige an der FH seinen Master in Mathematics in Finance and Life Sciences abschließen.

Sehr gute Studienleistungen und sein persönliches wie gesellschaftliches Engagement waren die ausschlaggebenden Gründe, warum die Fachhochschule Koblenz Sidi Ould Boubacar Estaghvirou 2009 mit dem mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) auszeichnete. Gemeinsam mit 19 anderen Preisträgern deutscher Hochschulen nahm er nun auf Einladung des DAAD an einem politischen und kulturellen Programm in Berlin teil. Höhepunkt der Reise in die Hauptstadt war ein Treffen mit der Bundeskanzlerin. "Ich hoffe, Sie fühlen sich wohl hier in Deutschland", begrüßte Angela Merkel ihre Gäste.

So unterschiedlich wie die individuellen Lebenserfahrungen so breitgefächert ist das Engagement, für das die Studierenden von ihren jeweiligen deutschen Gasthochschulen ausgezeichnet wurden. Die 20 Preisträger aus allen Erdteilen interessieren sich für Politik in Deutschland. Sie möchten erfahren, was eine gute Demokratie ausmacht und welche Werte in einer freien Gesellschaft gefördert werden sollten. Themen, die im Bundeskanzleramt zur Sprache kamen, waren u.a. Gleichstellung von Frauen und Männern und die Millenium-Development-Ziele.

2009 haben fast 200 Hochschulen den mit 1.000 Euro dotierten Preis, der vom Auswärtigen Amt finanziert wird, an ausländische Studierende vergeben. In einer gerade erschienenen Broschüre schildern die 20 ausgewählten Preisträger sehr persönlich ihre Erlebnisse in Deutschland und machen deutlich, wie wichtig der interkulturelle Austausch für Studium und Wissenschaft ist.

Sidi Boubacar Ould Estaghvirou berichtet in der Broschüre, dass er mit leeren Taschen, ohne Deutschkenntnisse, aber voller Hoffnung nach Deutschland kam, endlich unter gerechten Bedingungen studieren zu können. Seine Zielstrebigkeit und sein Fleiß halfen ihm, Schritt für Schritt seine Ziele zu erreichen. 2006 schrieb er sich am RheinAhrCampus Remagen der Fachhochschule Koblenz für den Studiengang Biomathematik ein, den er in kürzester Zeit mit Bestnoten abschloss. Als angewandter Mathematiker arbeitet der Mauretanier heute vor allem mit Medizinern und Biologen zusammen. Das erfordert eine schnelle Auffassungsgabe, Einfühlungsvermögen in die fachspezifische Problematik und nicht zuletzt Talent, sich im Gewirr der Fachsprachen anderer wissenschaftlicher Disziplinen zurechtzufinden. Seine Begabungen setzt Sidi Boubacar Ould Estaghvirou nicht nur für seine wissenschaftliche Arbeit ein, sondern aus als Mitglied des Studierendenparlaments. Insbesondere seinen ausländischen Kommilitonen hilft er in vielen Belangen und lässt sie von seinen vielfältigen Erfahrungen profitieren.

Die Broschüre "Ausgezeichnet - 20 DAAD-Preisträger im Portrait" steht unter www.daad.de/presse zum Download zur Verfügung.

Bild: Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte in Berlin 20 ausländische Studierende, die mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ausgezeichnet worden sind - darunter der Preisträger der Fachhochschule Koblenz Sidi Boubacar Ould Estaghvirou (im Bild links neben der Bundeskanzlerin). Mit dem DAAD-Preis ehren jährlich fast 200 deutsche Hochschulen internationale Studierende für herausragendes akademisches und soziales Engagement (Foto: Ausserhofer/DAAD)

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