Weltraum: FH-Forscher stoßen in neue Dimensionen vor

(PresseBox) (Aachen, ) Unser Sonnensystem erforschen und gefährliche Asteroiden abwehren - das ist das ambitionierte Ziel von Prof. Dr. Bernd Dachwald vom Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen. Funktionieren soll das mit der Antriebstechnologie des Sonnensegels. Auf dem zweiten "International Symposium on Solar Sailing", das von Prof. Dachwald ins Leben gerufen wurde, trafen sich Fachleute aus neun verschiedenen Ländern in New York, um über den Stand der Sonnensegel-Technologie zu diskutieren.

"Das Sonnensegel hat einen ganz entscheidenden Vorteil", sagt der Raumfahrtexperte. "Während normalerweise die Treibstoffmenge die Wege durchs All begrenzt, haben Raumfahrzeuge, die mithilfe von Sonnensegeln angetrieben werden, immer einen vollen Tank. Denn sie nutzen die kostenlos zur Verfügung stehende Sonnenstrahlung als Antriebsquelle." Dadurch ist es sogar möglich, unser Sonnensystem zu verlassen.

Die Technologie ist einfach: Von der Sonne geht kontinuierlich ein Strom von Photonen aus, deren Impuls auf das Sonnensegel übertragen wird. "Das funktioniert ähnlich wie bei Segelschiffen, die den Wind als Antriebsquelle nutzen", erklärt der FH-Professor. Diese "grüne" Technologie ließe sich nicht nur zur Erkundung unseres Planetensystems und zu Forschungszwecken nutzen, sondern auch zur Abwehr von Asteroiden. Denkbar wäre, dass das Raumfahrzeug den Asteroid mithilfe des Sonnensegels von seiner Bahn zieht und ihn so ablenkt, dass er die Erde nicht mehr treffen kann.

Prof. Dachwald beschäftigt sich seit rund zehn Jahren mit der Antriebstechnologie des Sonnensegels, besonders mit der Bahnoptimierung und Lageregelung. Er kooperiert mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen. Für 2012/13 plant das DLR eine Mission, bei der die Entfaltung eines Sonnensegels im Weltall demonstriert werden soll.

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