OpenBordersMBA: Vier Partner, vier Sprachen

Startschuss im Herzen der Euregio Maas-Rhein

(PresseBox) (Aachen, ) Die Rektoren und Dekane der euregionalen Hochschulen HEC ULg Liège, Universiteit Hasselt und FH Aachen in Eupen, dem Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft haben Am 26. Januar den offiziellen Startschuss für ihren gemeinsamen multilingualen OpenBordersMBA gegeben. Der high-level Master in Betriebswirtschaft startet im September 2012. Der MBA hat zum Ziel, dass die Führungskräfte von heute ihr Wissen und ihre Fähigkeiten erweitern und dabei alle Vorteile nutzen, die die privilegierte geographische Lage der Euregio Maas-Rhein mit ihren fünf Regionen, drei Ländern, drei Sprachen, vier Millionen Einwohnern und 250.000 Unternehmen, bietet. Um das Potential des multikulturellen und hoch interessanten Grenzgebietes zu steigern, unterrichten die Lehrenden, die aus Belgien, den Niederlanden, Deutschland und weiteren Ländern kommen in vier Sprachen (Niederländisch, Französisch, Deutsch und Englisch).

"Es gibt keinen besseren Platz für einen grenzübergreifenden Master als im Zentrum einer grenzübergreifenden Region." Mit diesen Worten begrüßte Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz Journalisten und Vertreter der euregionalen Unternehmen in Eupen. "Gemeinsam mit unseren Partnern der Euregio, haben wir uns zur Einführung des OpenBordersMBA entschlossen, um unter dieser Marke Führungskräfte zu versammeln, die in die Lage versetzt werden sollen, die kulturellen Unterschieden und gemeinsamen Wurzeln im Herzen Europas zu vereinen", sagte Thomas Froehlicher, verantwortlicher Dekan an der Université de Liège. Professor Norbert Janz, verantwortlicher Dekan an der FH Aachen betonte die gegenseitige Hilfe und Unterstützung sowie die gelebte Internationalität im Zuge der Kooperation zwischen den Hochschulen und der Region. "Wir waren der europäischen Integration immer voraus."

Professor Piet Pauwels, Dekan an der Universiteit Hasselt, stellte die Struktur des Programms vor. "Der OpenBordersMBA besteht aus vier Modulen." Das erste Modul "Management Tools" beinhaltet die Aneignung von grundlegenden betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten. Im zweiten Modul "Think Globally" wird die Entwicklung einer internationalen Perspektive zur Beurteilung potentieller Märkte im Mittelpunkt stehen. Im dritten Modul "Act Locally" sollen Organisation und das bestehende Know-How angepasst und weiterentwickelt werden. Im letzten Modul "Decide" werden zusätzliche Kompetenzen zur Bewertung strategischer Entscheidungen entwickelt. Internationale Professoren leiten die Bewerber durch die verschiedenen weitläufigen Themengebiete, hier erfolgt auch der Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen. Experten aus der Wirtschaft bereichern die Theorie mit Hilfe von aktuellen realen Fallstudien. Einzigartig in diesem Programm ist das Vorhandensein eines internationalen und eines interregionalen Fokus in dem multilingualen Kurskonzept. Da sich das Programm an erfahrene Führungskräfte richtet, werden die Module abends und am Wochenende in Lüttich oder Eupen organisiert.

Oliver Paasch, Minister für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung, freute sich über ein weiteres Angebot in der akademischen Ausbildung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Vor dem Hintergrund der Globalisierung in der Grenzregion werde es wichtiger denn je, jungen Menschen die Offenheit und Kompetenzen zu vermitteln, die sie brauchen, um international in Führungspositionen erfolgreich zu sein. "Drei renommierte Hochschulen sind bereit ihr Wissen für dieses Projekt zu vereinen und die Deutschsprachige Gemeinschaft ist stolz, als Gastgeber für dieses Projekt ausgewählt worden zu sein."

Auch die Baupläne des Abteikomplexes im Kloster Heidberg wurden vorgestellt. Er liegt in fünf Minuten Entfernung zum Eupener Bahnhof und wird nach seiner Fertigstellung Schulungsort des MBA sein. Als Symbol ihrer verstärkten zukünftigen Zusammenarbeit und mit Hinweis auf die Geschichte der Euregio, haben die drei Rektoren und die Vertreter der Regierung der DG feierlich zwei Flaggen zusammengenäht, auf denen das Logo des MBA, der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der drei Hochschulen zu sehen ist.

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