eza!: "Bundesregierung sollte handeln"

Aus Anlass der Passivhaustage fordert eza! bessere Förderung

(PresseBox) (Kempten (Allgäu), ) Anlässlich der 3. Allgäuer Passivhaustage an diesem Wochenende fordert eza!- Geschäftsführer Martin Sambale die Regierung auf ab dem nächsten Jahr mindestens zwei Milliarden Euro jährlich an Fördergeldern für Gebäudesanierung bereit zu stellen. Mit diesem Appell schließt sich das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) dem Protest großer Verbände gegen die geplante Einkürzung der Fördermittel an. Damit der Umbau des Gebäudebestandes klimaeffizient gelingt, müssten die Bürger verlässlich und langfristig unterstützt werden.

"In ihrem Energiekonzept lobt die Regierung die energetische Gebäudesanierung als 'die wichtigste Maßnahme um den Verbrauch an fossilen Energieträgern nachhaltig zu mindern'. Aber anstatt ernst zu machen, will sie die Fördermittel massiv kürzen", sagt eza!- Geschäftsführer Martin Sambale: Von 2,2 Milliarden Euro an Fördermitteln, die 2009 vergeben wurden, soll nach den Plänen der Bundesregierung nicht einmal mehr die Hälfte im nächsten Jahr für Hausbesitzer verfügbar sein: Auf 936 Millionen Euro ist der Inhalt des Fördertopfs eingedampft worden. Davon sind 500 Millionen noch ungesichert, weil sie an die Laufzeitenverlängerung der Atomkraftwerke gekoppelt sind. Für 2012 sind nach dem aktuellen Planungsstand gar keine Fördermittel mehr vorgesehen.

"Auf diesem Weg kommen wir unseres Erachtens nicht dort hin, wo wir hin müssen - zu einer wirklich nachhaltigen Sanierung unseres gesamten Gebäudebestands", sagt Sambale. eza! steht hinter einer bundesweiten Protestaktion, in der der NABU gemeinsam mit der IG BAU, dem Kampagnen-Netzwerk campact und weiteren Organisationen eine E-Mail-Aktion ins Leben gerufen hat.

"Die Streichpolitik verhindert effektiven Klimaschutz", sagt Sambale. Denn durch die Förderung der Gebäudesanierung konnten im letzten Jahr 300.000 Arbeitsplätze gesichert und über eine Million Tonnen CO2 eingespart werden. Sie belaste Mieter und gefährde tausende Arbeitsplätze. "Fatal ist sie letztlich für die Klimaziele der Regierung und kontraproduktiv für alles an zukunftsgerichteter Aufbauarbeit, die bisher hier im Allgäu geschehen ist", beklagt er. Die 3. Allgäuer Passivhaustage an diesem Wochenende, 23. und 24. Oktober im Forum Mindelheim zeigen, dass die Allgäuer aktiv handeln - alle Infos für energieoptimiertes Wohnen in postfossilen Zeiten werden bei der Veranstaltung geboten. Der Eintritt ist frei.

Informationen sind im Internet zu finden unter www.passivhaustage.info

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