Regionales Handwerk nimmt Solarvergütungssenkung gelassen

Hersteller eher bedroht, Allgäuer Mittelstand sorglos

(PresseBox) (Kempten (Allgäu), ) Jetzt hat es der Bundestag fix gemacht: Die Vergütung für Sonnenstrom von Dächern, der ins Stromnetz eingespeist wird, sinkt ab dem 1. Juli um 16 Prozent. Bereits Anfang März hat das Kabinett den Gesetzesentwurf abgesegnet, obwohl Branchenverbände und einzelne Politiker massiv protestiert hatten: Sie befürchten den Verlust tausender Arbeitsplätze.

"Dass da eine Anpassung fällig ist, das ist ganz klar und das ist auch okay", sagt Friedrich Epple, Firmenchef des Photovoltaikbetriebs Epple aus Wald im Ostallgäu. "Aber so hoppla hopp und so massiv wie jetzt geschehen - das wird schwierig", ergänzt er.

Weder dem Endkunden noch ihm als Händler schade die gesenkte Einspeisevergütung allerdings direkt und sofort. Denn das Problem der Marktanpassung sieht er dabei weniger bei sich und seinen Kollegen im Allgäu, weil die Einkaufspreise für Photovoltaikmodule sicherlich ab Sommer fallen würden. "Da werden die Anbieter schnell nachziehen", erwartet auch eza!-Geschäftsführer Martin Sambale. Er kritisiert allerdings auch, dass die Politik jetzt zu einer Verunsicherung der Verbraucher und zu großen Marktschwankungen geführt habe. Für den Markt seien die Handlungen der Politik zu kurzfristig, so Sambale.

Zwischenzeitlich hatte der Beschluss der Politik einen Boom im Allgäu ausgelöst:

Momentan können sich weder Epple noch der Kemptener Anbieter Solux vor Aufträgen retten: "Wir müssen Kunden auf nach dem 1. Juli vertrösten, weil wir mit Modulen und Montage nicht mehr nachkommen", sagt Solux-Geschäftsführer Michael Stamm. Wegen der explodierenden Nachfrage seien jetzt vorübergehend auch die Preise geklettert.

Für den Verbraucher soll Photovoltaik aber auch künftig attraktiv bleiben. Außer ins Netz eingespeisten Strom - ab 1. Juli mit dem niedrigeren Satz von 32,88 Cent pro kWh für Anlagen bis 30 kWp - vergütet der Staat jetzt dafür auch selbst verbrauchten Sonnenstrom besser. "Ich sehe nicht so schwarz und mache mir keine großen Sorgen", sagt Epple denn auch gelassen.

Weitere Informationen bietet eza! im Internet unter www.eza.eu sowie in allen 50 Energieberatungsstellen in den Allgäuer Städten und Gemeinden.

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