Automobilzulieferer Eybl International schafft Ausgleich

(PresseBox) (Krems, ) Der Ausgleich der Eybl International AG und ihrer Tochtergesellschaft Eybl Austria GmbH wurde heute von den Gläubigern angenommen. Der Weiterbestand der österreichischen Unternehmensstandorte in Krems und Gmünd konnte gesichert werden.

Eybl International ist spezialisiert auf die Herstellung von textilen Innenraumausstattungen für Fahrzeuge, produziert für die führenden Automobilhersteller Europas und gilt in vielen Bereichen als Technologieführer. Trotz erster Erfolge der umfangreichen Sanierung im abgelaufenen Jahr haben die Auswirkungen der internationalen Automobil-Krise dem Unternehmen jedoch zuletzt so massiv zugesetzt, dass am 29. Dezember 2008 Ausgleich beantragt werden musste. Dieser wurde heute am Landesgericht Krems von den Gläubigern angenommen.

Um die gesetzliche Ausgleichsquote zu erreichen und den Fortbestand der österreichischen Standorte zu sichern, wird sich die Eybl International AG von ihren Tochtergesellschaften trennen und das gesamte operative Geschäft veräußern.

Die in Krems und Gmünd ansässige Eybl Austria GmbH bleibt bestehen und wird mit der international tätigen Prevent Gruppe einen neuen Eigentümer erhalten. Die Prevent DEV GmbH mit Hauptsitz im deutschen Wolfsburg beschäftigt in ihrer Gruppe weltweit über 10.000 Mitarbeiter und hat im Zuge des Ausgleichsverfahrens bereits 100% der Anteile der Eybl Slovakia s.r.o. übernommen.

Mit dem Mitte 2008 vom damals neuen Eybl-Management eingeleiteten Restrukturierungsprogramm hat Eybl zuletzt mehrere Neukunden im Non-Automotive-Bereich gewonnen. Diese Erfolge konnten die aufgrund der aktuellen Weltwirtschaftskrise aufgetretenen Produktionsrückgänge bei bestehenden Aufträgen jedoch nicht ausgleichen.

Parallel dazu ist es gelungen, auf Basis des gemeinsam mit Roland Berger erarbeiteten Sanierungskonzeptes wesentliche Schwachstellen in den operativen Bereichen zu beseitigen und eine dezentralere Führungsstruktur zu implementieren. So ist es gelungen, den Standort Rumänien unter anderem durch die Anpassung der Mitarbeiteranzahl und Steigerung der Produktivität von einem Sorgenkind zu einem operativ stabilen Produktionswerk zu machen.

Dazu Otto Zwanzigleitner, Vorstandsvorsitzender der EYBL International AG: "Trotz unserer Erfolge beim Neuaufbau der Eybl International AG war es mit dem plötzlichen Auftreten der internationalen Automobilkrise nicht mehr möglich, auf alleine die notwendige Liquidität sicher zu stellen. Dass trotz des enorm schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes der Ausgleich erreicht werden konnte, ist den gemeinsamen Anstrengungen unserer Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner, des Bundes und des Landes Niederösterreich, der Mitarbeiter sowie des Managements und der Eigentümer unseres Unternehmens zu verdanken. Dadurch konnten viele Arbeitsplätze in Österreich erhalten werden."

Dazu die niederösterreichische Wirtschaftslandesrätin Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav: "Im Auftrag des Landeshauptmannes Dr. Erwin Pröll war das Land Niederösterreich in die Verhandlungen bei Eybl eingebunden und hat diese bestmöglich unterstützt.. Das Land hat durch eine Haftungsübernahme Anfang des Jahres wesentlich dazu beigetragen, dass das Unternehmen im Ausgleich fortgeführt werden konnte. Damit wurden die Weichen gestellt, um eine Sicherung der Eybl- Standorte in Krems und Gmünd zu ermöglichen".

Eybl beschäftigt nach einem bereits erfolgten Mitarbeiterabbau derzeit 380 Arbeitnehmer in Österreich. Mit der Eybl Austria GmbH erhält die Prevent Gruppe als neue Haupteigentümerin eine am europäischen Zuliefermarkt anerkannte Marke sowie Know-How und Technologieführerschaft in vielen Bereichen.

"Eybl wird in Zukunft im Verbund mit Prevent ein schlagkräftiger Zulieferer in der Automobilindustrie, aber auch im Non-Automotive-Bereich sein. Die Kompetenzfelder beider Unternehmen ergänzen sich zum Vorteil aller Beteiligten. Daher wird dieser neue Firmenverbund in Zukunft erfolgreich bestehen können", so Zwanzigleitner abschließend.

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