Neue Green IT Studie der Experton Group offenbart Schwächen bei Unternehmen in Deutschland

Energie- und Budgetverschwendung ist an der Tagesordnung / IT steht immer noch nicht in der Verantwortung / Virtualisierung schreitet trotz Wirtschaftskrise ungebremst voran

(PresseBox) (Ismaning, ) Experton Group veröffentlichte letzte Woche ihre aktuelle Green IT Studie. Die Befragungen wurden im Zeitraum Januar bis April 2009 durchgeführt und spiegeln damit die Einschätzungen mitten in der Wirtschaftskrise wieder. Die Hauptsponsoren der Studie waren EMC und HP. Wie im letzten Jahr wurden 100 Unternehmen in Deutschland zum Thema Green IT befragt. Das positive Ergebnis ist, dass die Wirtschaftskrise in diesem Bereich keine signifikanten Auswirkungen hat. Das negative Ergebnis ist, dass die Unternehmen in Deutschland Green IT immer noch eher halbherzig adressieren und es immer noch am Management mangelt.

"Was man nicht kennt und misst, kann man auch nicht managen" - eine Binsenweisheit, jedoch kennt kaum ein IT-Verantwortlicher den Stromverbrauch in seinem Rechenzentrum (vgl. Abb. 1), noch weniger den der dezentralen IT. Die Erklärung für diesen Missstand ist einfach. "Die wenigsten IT-Verantwortlichen bezahlen den Strom aus ihrem Budget. Entsprechend kümmern sie sich auch nicht darum.", erklärt Wolfgang Schwab, Senior Advisor und Program Manager Efficient Infrastructure, der Experton Group. Nicht anders ist zu erklären, warum es bei über 70 Prozent der Unternehmen in Deutschland keine Richtlinien zum Einsatz energieeffizienter Hardwarekomponenten gibt (vgl. Abb. 2). "Damit liegt die Entscheidung beim jeweiligen Mitarbeiter, ein Zustand der letztlich unbefriedigend ist.", so Schwab weiter.

Betrachtet man welche Teildisziplinen von Green IT von den Unternehmen als wichtig eingestuft werden, so zeigt sich ein bekanntes Bild (vgl. Abb. 3). Konsolidierung und Virtualisierung stehen ganz vorne in der Wichtigkeit. Dies liegt einerseits an der damit zu realisierenden effizienteren Auslastung von Ressourcen, aber auch in der Senkung der Administrationsaufwendungen, der Reduzierung des Platz- und Klimabedarfs und damit der Adressierung von Themen, die für die IT insgesamt wichtig sind.

Auf dem zweiten Platz liegt der Einsatz energieeffizienter Klimatechnik. Diese wird zwar üblicherweise nicht von der IT-Abteilung bereitgestellt bzw. betrieben, jedoch sind die Auswirkungen auf die IT so groß, dass hier den IT-Verantwortlichen ein Augenmerk angebracht erscheint.

Alle anderen Teilbereiche von Green IT fallen eher in den Bereich weniger wichtig. Selbst der Einsatz energieeffizienter Hardware.

"Insgesamt sind die Ergebnisse der diesjährigen Green IT Studie aber durchaus ermutigend. Konsolidierung- und Virtualisierungsprojekte sind immer noch auf dem Vormarsch, daran hat auch die allgemeine Wirtschaftskrise nichts geändert. Das Umweltbewusstsein der IT-Verantwortlichen in den Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert.", resümiert Schwab. "Experton Group geht davon aus, dass mit dem nächsten Wirtschaftsaufschwung und damit einhergehenden weiteren Preissteigerungen für Energie, auch die Investitionen in die anderen Teilbereiche von Green IT anziehen werden. Nicht, weil die IT-Verantwortlichen ihre Grüne Seite entdecken, sondern weil sie unvernünftiges Verhalten einfach nicht mehr bezahlen können", kommentiert Schwab.

Bild und Biographie von Wolfgang Schwab finden Sie unter folgendem Link:
http://www.experton-group.de/company/team/person/article/schwab-wolfgang.html

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