BS2000 Alternativen - 2010 - 2015

(PresseBox) (Ismaning, ) Ende 2008 hat die Experton Group im Rahmen des Research Papers "Quo Vadis FSC" eine Analyse der einzelnen Unternehmensbereiche vorgelegt und sehr unterschiedliche Bewertungen und Zukunftsszenarien prognostiziert. Der Mainframe Bereich wurde damals relativ positiv bewertet: "FSC managt in diesem Bereich die Produkte und Kundenbeziehungen in den vergangenen Jahren sehr gut, ein Wachstumsbereich ist es allerdings nicht."

Nun sind zwei Jahre vergangen, das Unternehmen ist komplett auf Fujitsu übergegangen (FTS - Fujitsu Technology Solutions) und die Märkte haben sich deutlich weiterentwickelt. Grund genug für einen Update, da auch die bestehenden BS2000 Anwender kritisch die Zukunft der Plattform hinterfragen.

Es kann konstatiert werden, dass FTS die installierte BS2000 Basis solide managed, teilweise sehr attraktive Angebote unterbreitet und kontinuierlich neue Produkte und Updates bringt. Mit einem von FTS angegebenem direkten Umsatzvolumen von 200 Mio. EUR besteht aktuell auch weiterhin eine "kritische Masse"; hinzu kommt noch das in diesem Bereich generierte indirekte Geschäft.

Andererseits hat die Anzahl der Kunden weiterhin kontinuierlich abgenommen - wenn auch die gelieferte Rechenleistung RPF (Relative Performance Factor - Maßeinheit für CPU/Rechenleistung) stetig leicht zunimmt. Wenn man wirtschaftliche Kriterien und Profitabilitätsaspekte zugrunde legt, ist irgendwann ein Punkt erreicht, an dem die Profitabilität kritisch wird und - mangels Möglichkeiten der Umsatzsteigerung z.B. durch Neugeschäft - durch Kosteneinsparungen reagiert werden muss. Dies betrifft weniger die reinen Hardware Systeme, die durch Fujitsu in Japan entwickelt und gebaut werden und die damit insgesamt eine deutlich höhere Stückzahl aufweisen und die SQ Systeme, deren Entwicklungskosten mit anderen FTS Systemen geteilt werden können.

Als kritische Komponente muss vielmehr die Software (u.a. BS2000 OSD, Sesam, UDS, Oracle/BS2000, ...) eingestuft werden und dabei insbesondere der Teil, der exklusiv für die BS2000 Plattform (weiter)entwickelt wird. Der Vorteil der "eigenen" Software-Entwicklung liegt in der Nähe zum Kunden und den Kontrollmöglichkeiten, die Entwicklungskosten müssen aber eben auch auf die bestehende Kundenbasis umgelegt werden. Dabei ist der kontinuierliche Support über die nächsten Jahre gesichert, es wird aber FTS sehr schwer fallen, wirklich große Investitionsprojekte (wie z.B. IBM zEnterprise) zu finanzieren.

Ein weiterer sehr kritischer Punkt, der nur teilweise im Einflussbereich von FTS liegt, ist die Verfügbarkeit von Mitarbeitern mit BS2000 Skills. Diese werden durch die Altersstruktur mittlerweile knapp und Nachwuchs ist eher schwer zu beschaffen. FTS hat dies erkannt und mehrere Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählen die Zusammenarbeit mit Universitäten (u.a. Stuttgart) und die Gründung eines zentralen BS2000 Kompetenz-Centers mit der aktuellen Neueinstellung von 10 Mitarbeitern zur direkten Unterstützung der Kunden. Dies sind Schritte in die richtige Richtung, damit werden aber bei weitem nicht alle Ressourcen Probleme beim Kunden gelöst.

Im Zusammenhang mit dem vorherrschenden Cloud Services Trend steht das relativ neue Angebot "BS2000-as-a-Service", welches gerade das Skill Problem bei den Anwendern partiell lösen könnte. Dazu passt auch, dass FTS den Betrieb der "eigenen" BS2000 Systeme wieder von SIS übernommen hat und damit sowohl über grosse Systemkapazitäten wie auch über entsprechendes Personal verfügt.

Diese Überlegungen führen zu dem Ergebnis, dass BS2000 Kunden ihre bestehende Plattform Strategie aktiv und kritisch überprüfen und die aktuellen Alternativen im Gesamtkontext bewerten müssen.

Hier stellen sich folgende Alternativen:

- Weiterbetrieb der BS2000 Plattform in der heutigen Form mit leichten Anpassungen - für einen Zeitrahmen von zunächst 5 Jahren, dann Review der Entscheidung
- Outsourcing der Plattform inkl. Middleware / BS2000-as-a-Service
- Outsourcing des gesamten Betriebes inklusive Application Management
- Migration auf alternative Mainframe Plattform (IBM z)
- Migration auf Unix Plattform (IBM AIX / HP UX)
- Migration auf x86 (Linux/Windows)
- Migration auf eine gemischte Unix/x86 Plattform

Andreas Zilch, Lead Advisor der Experton Group: "Es gibt mit Sicherheit keine für Anwender allgemein "richtige" Entscheidung aus dieser Auswahl, wohl aber für jeden Einzelnen eine optimale Alternative, die dann aktiv verfolgt werden muss. Fahrlässig wäre es, in dieser Situation die Alternativen nicht zu prüfen und zu bewerten."

Die Experton Group wird das Thema BS2000 Alternativen in den nächsten Wochen in mehreren Projekten weiter ausbauen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.