Offshore-Windpark "Riffgat" erhält sein Herzstück

Umspannwerk auf See errichtet / 2.035 Tonnen am Haken

(PresseBox) (Oldenburg, ) Der von EWE derzeit errichtete Offshore-Windpark "Riffgat" hat sein Herzstück bekommen: An diesem Wochenende haben Spezialisten das 2.035 Tonnen schwere Umspannwerk vor der Küste Borkums errichtet und in Betrieb genommen. Die in den Niederlanden gefertigte Stahlkonstruktion war dazu zunächst auf einem Ponton in den Containerhafen Rotterdam geschleppt und dort auf das Schwerlastkranschiff "Oleg Strashnov" verladen worden. Nach Ankunft im Riffgat-Baufeld nahm der Kran des Spezialschiffes die Plattform an den Haken und setzte sie punktgenau auf der Jacket-Unterkonstruktion ab. Diese war bereits im vergangenen Herbst in der Nordsee verankert worden. "Mit der Installation und Inbetriebnahme des Umspannwerks auf See sind wir unserem Ziel, Riffgat im Sommer fertig errichtet zu haben, einen großen Schritt näher gekommen", freute sich Gesamtprojektleiter Wilfried Hube, "nun können wir alles für die Ankunft der ersten Windkraftanlagen im April vorbereiten."

Strom wird von 33 auf 155 Kilovolt hochgespannt

Das 38 Meter lange, 34 Meter breite und 16,5 Meter hohe Umspannwerk umfasst neben dem Hauptdeck mit der Umspanntechnik u.a. auch ein Kabeldeck sowie ein Oberdeck mit aufgesetzter Helikopter-Landefläche. Die Unterseite der Plattform liegt 19,5 Meter über der Wasseroberfläche, auf dem Helikopterdeck befindet man sich in 36 Metern Höhe "Die 30 Windkraftanlagen des Parks werden später Ihre Leistung von insgesamt 108 Megawatt Richtung Umspannwerk leiten. Dieses hat dann die Funktion, die mit einer Spannung von 33 Kilovolt ankommende Leistung auf 155 Kilovolt Hochspannung zu transformieren, um eine verlustarme Übertragung dieser Leistung über ca. 70 Kilometer Exportkabel in das Übertragungsnetz an Land einzuspeisen", erläuterte Andree Reiners, Teilprojektleiter für das Umspannwerk.

Exportkabel bereits im Dezember auf See befestigt

Anschließend wird der Strom durch das rund 80 Kilometer lange Exportkabel bis ins Umspannwerk Emden/Borssum geleitet und gelangt von dort aus ins deutsche Stromnetz. Das Kabel hat bei einem Gewicht von 85 Kilogramm pro Meter eine Dicke von rund 28 Zentimetern und wird derzeit vom für die Nordsee-Windparks verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber TenneT verlegt. Das seeseitige Ende des Kabels ist im Zuge dieser Arbeiten bereits Anfang Dezember 2012 auf der Unterkonstruktion des Umspannwerks abgelegt und befestigt worden. Zeitgleich zur Ankunft des Umspannwerks sind auch die Kabellegearbeiten innerhalb des Parks, also zwischen den Fundamenten der Windkraftanlagen und dem Umspannwerk, abgeschlossen worden.

Klimafreundliche Energie für 120.000 Haushalte

Mit einer Gesamtleistung von 108 Megawatt wird Riffgat genug Strom produzieren, um rund 120.000 Haushalte mit klimafreundlicher Energie zu versorgen. Für EWE ist Riffgat nach alpha ventus bereits der zweite Meereswindpark. Das Know-how der offshore-erfahrenen Projektmitarbeiter bietet EWE über die Tochtergesellschaft EWE Offshore Service & Solutions auch Dritten an. Errichtet werden die Anlagen von der Offshore-Windpark RIFFGAT GmbH & Co. KG, einer gemeinsamen Gesellschaft der EWE VERTRIEB GmbH (90 Prozent) und der ENOVA Energiesysteme GmbH & Co KG (10 Prozent).

Weitere Information zum Offshore-Windpark "Riffgat" finden Sie im Internet unter: www.riffgat.de

EWE Aktiengesellschaft

Als innovativer Dienstleister mit regionaler Ausrichtung ist EWE in den Geschäftsbereichen Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie aktiv. Die Vereinigung dieser drei Felder unter einem Dach ermöglicht es dem Konzern intelligente Energiesysteme zu entwickeln und zu betreiben. Durch eine Reihe von innovativen Produkten für Privat- und Geschäftskunden gestaltet EWE auf diese Weise die Energieversorgung der Zukunft mit größtmöglicher Nachhaltigkeit, Effizienz und Zuverlässigkeit. Mit mehr als 9.000 Mitarbeitern und über sieben Milliarden Euro Umsatz gehört EWE zu den großen Energieunternehmen in Deutschland. Der Konzern mit Hauptsitz im niedersächsischen Oldenburg befindet sich überwiegend in kommunaler Hand. Er beliefert im Nordwesten Deutschlands, in Brandenburg und auf Rügen sowie international in Teilen Polens und der Türkei rund 1,5 Millionen Kunden mit Strom und Gas sowie rund 700.000 Kunden mit Telekommunikationsdienstleistungen. Hierfür betreiben verschiedene Unternehmen der EWE-Gruppe mehr als 180.000 Kilometer Energie- und Telekommunikationsnetze.

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