Erfolgreiches erstes Jahr der Partnerschaft mit swb

Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2010 bestätigt

(PresseBox) (Oldenburg, ) Rund zehn Monate nach dem Start einer engeren Zusammenarbeit von EWE und swb zieht Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, eine erste positive Bilanz. "swb und EWE sind zwei bewährte und erfahrene Energiedienstleister in der Region Bremen - Oldenburg. Gemeinsam bringen wir zentrale Themen der Energieversorgung nun noch zügiger voran", führte er anlässlich der Veröffentlichung des Halbjahresberichts des EWE-Konzerns aus. Dazu habe man Kompetenzzentren gebildet, die Aufgaben für den gesamten Konzern vornehmen würden.

So wird neben der konventionellen Energieerzeugung künftig auch das Geschäft der erneuerbaren Energien bei swb gebündelt. "Die Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energien sind wichtige Geschäftsfelder im gewachsenen Konzern und Ausdruck einer gemeinsamen, ökonomisch und ökologisch ausgeprägten Nachhaltigkeitsstrategie", so Dr. Brinker weiter. Dies werde auch durch die personellen Entscheidungen bei der Vorstandsbesetzung beider Unternehmen unterstrichen. Dr. Thomas Neuber ist zusätzlich zu seiner Funktion im Vorstand der EWE AG seit Januar 2010 im Vorstand der swb AG zuständig für das Ressort Erneuerbare Energien. Dr. Willem Schoeber ist Vorsitzender des Vorstands der swb AG und vertritt seit kurzem das Thema Konventionelle Erzeugung und die Interessen der swb AG im Vorstand der EWE AG. Ein weiteres wichtiges Thema der Zusammenarbeit sei der Energiehandel. Auch hier sei man auf einem guten Weg, um künftig Synergien zu ermöglichen. EWE hatte im Oktober des vergangenen Jahres 100 Prozent minus einer Aktie an der Bremer swb AG erworben.

Die zunehmend positiven Konjunkturindikatoren in Deutschland, Polen und der Türkei haben bei EWE im ersten Halbjahr 2010 zu einer Verbesserung des Industriekundengeschäfts geführt. Mit einem Gesamtabsatz von 31,6 Mrd. Kilowattstunden (kWh) lag die verkaufte Gasmenge um 22,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Gründe hierfür sind Konjunktur- und Witterungseffekte sowie die erstmals vollständige Einbeziehung des Gasgeschäfts der türkischen Handelsgesellschaft EWE Dogalgaz. Der Stromabsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent auf 6,8 Mrd. kWh (beides ohne swb). "Damit sind wir auf der Verkaufsseite sehr gut in das neue Jahr gestartet", erklärt Dr. Brinker. "Unser Gasergebnis steht angesichts der 2009 im Tarifkundenbereich vollzogenen Preissenkungen und der aktuellen Entwicklung der Gasbezugskosten an den Beschaffungsmärkten aber unter Druck."

Im ersten Halbjahr 2010 erzielte EWE einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro. Das entspricht einem Umsatzplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 24 Prozent. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die erstmalige Einbeziehung der swb als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen zurückzuführen. Aber auch alle weiteren Geschäftsbereiche trugen zum Umsatzwachstum bei. Der Geschäftsbereich Energie profitierte in erster Linie von Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten aus dem Türkeigeschäft. Die Umsätze in Deutschland blieben konstant. Umsatzsteigerungen im Strombereich wurden dabei von Umsatzrückgängen im Gasgeschäft kompensiert. Im Geschäftsbereich Netz wirkten sich eine höhere Einspeisung erneuerbarer Energien und regulierungsbedingt höhere Netznutzungsentgelte umsatzsteigernd aus. Der Geschäftsbereich I+K wuchs ebenfalls organisch und steigerte die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um rund 4 Prozent.

Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 12 Prozent von 381 Mio. Euro auf 336 Mio. Euro. Der preisbedingte Rückgang der Erlöse aus dem Erdgasgeschäft bei gleichzeitigem Anstieg der Bezugskosten hat das Ergebnis stark belastet. Im Telekommunikationsbereich übertrafen die Aufwendungen in einem harten Wettbewerbsumfeld den Anstieg der Erlöse. Im Geschäftsbereich Netz hingegen konnte durch ein effizientes Kostenmanagement eine Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt werden.

Der Konzernüberschuss liegt mit 195 Mio. Euro um 21 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Für das Gesamtjahr bestätigt EWE seine Umsatzprognose und erwartet weiterhin eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2009. Die Ergebnisprognose passt das Unternehmen vor dem Hintergrund des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 14. Juli 2010 zu den Gassonderverträgen an. Je nach Ausgang des Vermittlungsverfahrens kann es zu Ergebnisbelastungen kommen.

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