Evotecs Wirkstoffforschungsgeschäft auf starkes Wachstum ausgerichtet

Exzellenter Start in das Geschäftsjahr 2010: Umsatz +19% sowie starker Rückgang des operativen Verlustes um 93%

(PresseBox) (Hamburg, ) Evotec AG (Deutsche Börse: EVT, TecDAX) gab heute die Finanzergebnisse und den aktuellen Stand der Geschäftsentwicklung für das erste Quartal 2010 bekannt.

Aktuelle Highlights:

Nachhaltigkeit des Geschäfts nun klar erkennbar

- Dynamisches Wachstum der Forschungsallianzen, Umsatz +19%
- Starker Rückgang des operativen Verlustes um 93% auf 1,5 Mio. €
- Cashverbrauch signifikant reduziert: Liquidität aktuell bei 67 Mio. €

Erhöhte Umsätze aus langfristigen Kooperationen

- Neue mehrjährige strategische Allianz mit Genentech (nach Ende der Berichtsperiode)
- Kooperation mit CHDI zur Bekämpfung der Huntington'schen Erkrankung für weitere drei Jahre verlängert

Guter Fortschritt mit eigenen Pipeline-Projekten; stärkere Finanzierung durch Dritte

- Positives Feedback der FDA für den Start der Phase II mit EVT 101; Studie soll im zweiten Quartal 2010 anlaufen
- Erfolgreicher Abschluss der ersten Phase-I-Studie mit EVT 103
- BMBF-Forschungsförderung für H3-Rezeptor-Antagonisten-Programm (nach Ende der Berichtsperiode)

Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2010 bestätigt

- Mindestens 15% Umsatzwachstum und Liquidität von >64 Mio. € zum Jahresende

1. Operative Performance

Nachhaltigkeit des Geschäfts nun klar erkennbar: Umsatz wächst um 19%; operativer Verlust vermindert sich um 93% auf 1,5 Mio. €

Die Auswirkungen von Evotecs "Aktionsplan 2012" spiegeln sich eindeutig in den Finanzergebnissen für das erste Quartal 2010 wider. Die Umsätze aus Forschungsallianzen sind deutlich gestiegen. Obwohl die Umsätze des ersten Quartals 2009 und 2010 keine Meilenstein­zahlungen aus Kooperationen beinhalteten, stiegen die Umsätze der Gruppe um 19% auf 9,8 Mio. € (2009: 8,2 Mio. €). Die Bruttomarge blieb stark bei 37,9% (2009: 36,2%). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F+E) gingen um 83% auf 1,7 Mio. € (2009: 10,3 Mio. €), die Vertriebs- und Verwaltungskosten um 30% auf 3,4 Mio. € (2009: 4,8 Mio. €) zurück. Der starke Rückgang der F+E-Aufwendungen ist zum Teil darin begründet, dass die Aufwendungen für die Entwicklung der EVT-100-Substanzfamilie nun vollständig von Roche getragen werden, während sie für den Großteil des ersten Quartals 2009 noch in Evotecs F+E-Aufwendungen enthalten waren.

Aufgrund dieser starken Umsatzperformance und der deutlichen Reduzierung der operativen Aufwendungen sowie aufgrund von Einmalaufwendungen im ersten Quartal 2009, minderte sich Evotecs operativer Verlust für das erste Quartal um 93% auf 1,5 Mio. € (2009: 20,2 Mio. €). Der Periodenfehlbetrag ging um 94% auf 1,2 Mio. € (2009: 21,8 Mio. €) zurück. Auf dieser Basis blieb die Liquidität (Bargeld, Wertpapiere sowie "Auction Rate Securities") weiter sehr stark und betrug Ende März 66,8 Mio. € (31. Dezember 2009: 70,6 Mio. €). Evotec erwartet, dass das Erreichen von Meilensteinen in den Folgequartalen ihre finanzielle Performance noch weiter verbessern wird: eine starke Basis, um die Gesellschaft spätestens 2012 in die Profitabilität zu führen.

2. Update zu den Forschungsallianzen

Erhöhte Umsätze aus langfristigen Kooperationen Aufgrund ihrer Größe, der Integration von Wirkstoffforschungs­technologien und Krankheits-Knowhow sowie ihres ausgezeichneten Rufs in der Industrie ist Evotec ideal positioniert, um vom Anstieg des strategischen Forschungs-Outsourcing der pharmazeutischen Industrie zu profitieren. Als bevorzugter Partner für integrierte Allianzen mit Pharmaunternehmen hat Evotec ihren Umsatzanteil aus langfristigen Kooperationen im ersten Quartal weiter ausgebaut.

Neue mehrjährige strategische Allianz mit Genentech (nach Ende der Berichtsperiode)

Am 10. Mai 2010 hat Evotec eine neue mehrjährige integrierte Wirkstoffforschungs­allianz mit Genentech bekannt gegeben. Beide Unternehmen wollen gemeinsam neuartige Therapeutika für ein oder mehrere Targets identifizieren.

Kooperation mit CHDI zur Bekämpfung der Huntington'schen Erkrankung für weitere drei Jahre verlängert Im Januar 2010 hat Evotec die Verlängerung ihrer Zusammenarbeit mit CHDI Foundation, Inc. (CHDI) bis Ende 2012 bekannt gegeben. Die Kooperation stellt eine der größten Wirkstoffforschungsallianzen innerhalb der Evotec-Gruppe dar. Evotec wird im Verlauf der drei Jahre für ihre Forschungsaktivitäten Vergütungen in Höhe von bis zu insgesamt 37,5 Mio. US-Dollar erhalten. Seit Anfang 2006 unterstützt das Unternehmen CHDI mit Forschungsleistungen und Innovations­kraft.

Im Laufe des ersten Quartals 2010 hat Evotec zudem eine umfang­reiche Kooperation mit Vifor Pharma zur gemeinsamen Identifizierung eines präklinischen Kandidaten zur Behandlung von Blutarmut (Anämie) unterzeichnet und Kooperationen bzw. Vertrags­verlängerungen mit Cubist Pharmaceuticals und Active Biotech bekannt gegeben.

3. Status der klinischen Programme und Verpartnerung von Projekten

Eigene Forschung & Entwicklung zunehmend durch externe Partner gefördert Evotec konzentriert ihre eigene Forschung auf eine reduzierte Anzahl von Schlüsselprojekten und beabsichtigt, konsequent strategische Allianzen einzugehen, um die Entwicklung dieser Projekte voran­zutreiben und ihren kommerziellen Wert zu realisieren. Das EVT-100-Programm ist zur Entwicklung im Bereich behandlungs­resistente Depression mit Roche verpartnert. Die Kosten der Studien mit EVT 101 und EVT 103 werden jetzt komplett von Roche getragen. Dies senkt Evotecs Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Risikoprofil deutlich.

Guter Fortschritt mit EVT 101 und EVT 103 in Allianz mit Roche Anfang 2010 hat Evotec den klinischen Teil der ersten Phase-I-Studie mit EVT 103 abgeschlossen. Die Substanz hat sich als sicher erwiesen und wurde nach oraler Verabreichung von Einzel- und Mehrfach­dosierungen sehr gut vertragen. Sie verfügt über eine ausgezeichnete Bioverfügbarkeit, und es wurde nur ein leichter Effekt von Nahrungs­aufnahme auf die Pharmakokinetik der Substanz festgestellt.

Für EVT 101, die Leitsubstanz, hat Evotec die Zustimmung von der FDA für den Start einer "Proofof-Concept"-Studie (Phase II) zum Wirksamkeitsnachweis am Menschen in der Indikation behandlungs­resistente Depression erhalten. Die Patientenrekrutierung für diese Studie soll im zweiten Quartal 2010 beginnen. Sollte Roche nach Abschluss der Phase-II-Studie seine Rückkaufoption ausüben, wird Evotec im Gegenzug für die Übertragung aller Rechte an den Substanzen eine Zahlung in Höhe von 65 Mio. US-Dollar erhalten.

BMBF-Forschungsförderung für H3-Rezeptor-Antagonisten-Programm (nach Ende der Berichtsperiode)

Am 27. April 2010 gab Evotec bekannt, dass das Unternehmen vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (BMBF) eine Forschungsförderung von bis zu 1,5 Mio. € erhalten wird, um sein H3-Rezeptor-Antagonisten-Programm durch die klinischen Phase-I-Studien voranzutreiben. H3-Rezeptor-Antagonisten bieten Potenzial zur Behandlung zahlreicher ZNS-Erkrankungen wie z.B. das Fatigue-Syndrom bei Multipler Sklerose.

4. Finanzprognose

Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2010 bestätigt

Das Unternehmen bestätigt alle am 25. März 2010 veröffentlichten Finanzprognosen für das Geschäftsjahr 2010. Die Umsätze der Gruppe vor Einnahmen aus Auslizenzierungen sollen um mindestens 15% wachsen. Diese Annahme beruht auf dem starken Auftragsbestand von etwa 30 Mio. € Ende März 2010 (2009: 24 Mio. €), den absehbaren Neuverträgen und Vertragsverlängerungen sowie dem Erreichen bestimmter Meilensteine.

Durch die Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2009 hat Evotec ihre Kostenbasis deutlich gesenkt. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten werden aufgrund von Kosteneinsparungen in allen Bereichen des Unternehmens zurückgehen. Evotec erwartet zudem, dass die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F+E) im Vergleich zu 2009 deutlich sinken werden. Das Unternehmen wird sich auf Kernprogramme fokussieren und plant 2010 etwa 10 Mio. € in F+E zu investieren. Folglich sollte sich das operative Ergebnis der Evotec-Gruppe vor Wertberichtigungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 deutlich verbessern.

Das erwartete Umsatzwachstum und die angepasste Kostenbasis sollten den Liquiditätsverbrauch im Vergleich zu 2009 deutlich reduzieren. Von daher erwartet das Unternehmen, auf Basis gegenüber Ende 2009 unveränderter Wechselkurse, am Jahresende 2010 über eine Liquidität von mehr als 64 Mio. € zu verfügen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte vorausschauende Angaben, die Risiken und Unsicherheiten beinhalten. Derartige vorausschauende Aussagen beinhalten u. a., aber nicht ausschließlich, Aussagen über unseren Finanzausblick 2010 und unsere erwarteten Finanzergebnisse in zukünftigen Quartalen, unsere Fähigkeit unsere Liquiditätsprognose zu erreichen, unsere Erwartung, dass wir auf dem Weg zur Profitabilität in 2012 sind, unsere Erwartungen und Vorstellungen hinsichtlich unserer regulatorischen, klinischen oder geschäftlichen Strategie, des Fortschreitens unserer klinischen Entwicklungsprogramme und der Zeitvorstellungen über den Beginn und das Vorliegen der Ergebnisse unserer klinischen Studien, hinsichtlich strategischer Kooperationen sowie Pläne, Ziele und Strategien des Managements. Diese Stellungnahmen stellen weder Versprechen noch Garantien dar, sondern sind abhängig von zahlreichen Risiken und Unsicherheiten, von denen sich viele unserer Kontrolle entziehen, und die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von denen abweichen, die in diesen zukunftsbezogenen Aussagen in Erwägung gezogen werden. Diese Risiken und Unsicherheiten betreffen u. a.: Dass Produktkandidaten in klinischen Studien versagen oder nicht erfolgreich vermarktet bzw. hergestellt werden können; das Risiko, dass wir die erwarteten positiven Beiträge aus unseren Kooperationen, Partnerschaften und Akquisitionen nicht im erwarteten Zeitraum erreichen, wenn überhaupt; Risiken hinsichtlich unserer Fähigkeiten, die Entwicklung der Produktkandidaten, die sich in unserer Pipeline bzw. in klinischen Studien befinden, voranzutreiben; Erfolglosigkeit bei der Identifizierung, Entwicklung und erfolgreichen Kommerzialisierung neuer Produkte und Technologien; das Risiko eines größeren Erfolgs von Konkurrenzprodukten; Erfolglosigkeit bei dem Bemühen, potenzielle Partner für unsere Technologien und Produkte zu interessieren; Unvermögen, kommerziellen Erfolg für unsere Produkte und Technologien zu erreichen; Erfolglosigkeit beim Schutz unseres geistigen Eigentums sowie die Kosten, unsere Schutzrechte durchzusetzen oder zu verteidigen; Erfolglosigkeit bei der Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften, einschließlich Anforderungen der FDA, hinsichtlich unserer Produkte und Produktkandidaten; das Risiko, dass die FDA die Ergebnisse unserer Studien anders interpretiert als wir; das Risiko, dass unsere klinischen Studien nicht zu marktfähigen Produkten führen; das Risiko, dass es uns nicht gelingt, die Zulassung unserer Wirkstoffkandidaten zu erlangen oder ihre Vermarktung zu erreichen; sowie das Risiko neuer, veränderter und kompetitiver Technologien und Vorschriften, sowohl in den USA als auch weltweit.

Die vorstehend aufgeführte Liste von Risiken erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im aktuellen Jahresbericht, den Evotec bei der Securities and Exchange Commission eingereicht hat (Form 20-F), sowie anderen bei der Securities and Exchange Commission eingereichten bzw. hinterlegten Dokumenten werden zusätzliche Faktoren aufgeführt, die unsere Geschäftstätigkeit und finanzielle Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Wir übernehmen ausdrücklich keine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen hinsichtlich geänderter Erwartungen der Parteien oder hinsichtlich neuer Ereignisse, Bedingungen oder Umstände, auf denen diese Aussagen beruhen, öffentlich zu aktualisieren oder zu revidieren.

Evotec AG

Wirkstoffforschung und entwicklung mit operativen Standorten in Europa und Asien. Das Unternehmen hat umfangreiche Expertise in der Wirkstoffforschung und eine industrialisierte Technologieplattform aufgebaut, mit der es die Entwicklung innovativer niedermolekularer Substanzen entlang des gesamten Forschungsprozesses vorantreiben kann. Darüber hinaus verfügt Evotec über fundiertes Knowhow in der Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems, Schmerzen, Krebs und Entzündungskrankheiten. Diese Fähigkeiten nutzt die Gesellschaft, um erstklassige Therapeutika zu entwickeln und hochwertige wissenschaftsbasierte Forschungsallianzen mit Unternehmen aus der Pharma- und Biotechnologiebranche einzugehen. Evotec arbeitet in mehrjährigen Forschungsallianzen unter anderem mit Boehringer Ingelheim, CHDI, Novartis, Ono Pharmaceutical und Roche zusammen. Evotec verfügt über mehrere Wirkstoffkandidaten in der klinischen Entwicklung sowie über eine Reihe von präklinischen Substanzen und Entwicklungspartnerschaften. Dazu zählt z. B. eine strategische Kooperation mit Roche hinsichtlich der EVT-100-Substanzfamilie, subtypselektive NMDA-Rezeptor-Antagonisten zur Behandlung von behandlungsresistenten Depressionen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.evotec.com.

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