Evotec und Boehringer Ingelheim: Erfolgreiche Überführung eines Wirkstoff-kandidaten im Bereich neuropathischer Schmerzen in die klinische Entwicklung

Evotec erhält 2,0 Mio. Euro Meilensteinzahlung von Boehringer Ingelheim

(PresseBox) (Hamburg, Deutschland, ) Evotec AG (Deutsche Börse: EVT, TecDAX) gab heute bekannt, dass eine in strategischer Allianz mit Boehringer Ingelheim entwickelte Substanz in die klinische Entwicklung überführt wurde. Mit dem Beginn der klinischen Phase-I-Studien wird Evotec eine Meilensteinzahlung in Höhe von 2,0 Mio. Euro erhalten. Die Substanz, die im Rahmen der Allianz identifiziert und optimiert wurde, wird zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen entwickelt und stellt einen neuartigen Therapieansatz dar. Bis zu 7-8% der Weltbevölkerung leiden unter neuropathischen Schmerzen, die durch eine Schädigung oder eine Dysfunktion im Nervensystem verursacht werden.

Die Allianz umfasst die Forschung zu verschiedenen relevanten Targets in wichtigen Therapiegebieten und wurde kürzlich um weitere vier Jahre verlängert sowie um die Indikation "Onkologie" erweitert. Bislang hat Evotec im Rahmen dieser Kooperation acht Meilensteinzahlungen aus unterschiedlichen Forschungsprogrammen erhalten.

Dr. Werner Lanthaler, Vorstandsvorsitzender von Evotec, kommentierte: "Das Erreichen des heute verkündeten Meilensteins bestätigt eindeutig unsere Strategie, Mehrwert für unsere Partner zu generieren. Gleichzeitig untermauert es erneut unsere Expertise, unsere Partner mit hoch effizienten integrierten Wirkstoffforschungsleistungen zu unterstützen. Wir freuen uns darauf, in unserer innovativen Allianz mit Boehringer Ingelheim weitere interessante Projekte für die klinische Entwicklung voranzutreiben."

Über die Zusammenarbeit

Im Jahr 2004 starteten Evotec und Boehringer Ingelheim eine mehrjährige und verschiedene Targets umfassende Wirkstoffforschungskooperation, um gemeinsam präklinische Entwicklungskandidaten zur Behandlung von Erkrankungen unterschiedlicher Indikationen, darunter Erkrankungen im Bereich zentrales Nervensystem, Entzündungen sowie kardiometabolische und Atemwegserkrankungen, zu entwickeln. Im Jahr 2009 wurde die Kooperation um eine Laufzeit von vier Jahren verlängert sowie um die Indikation "Onkologie" erweitert. Gemäß den vertraglich getroffenen Vereinbarungen hat Boehringer Ingelheim das ausschließliche Eigentumsrecht und die Verantwortung für die klinische Entwicklung, die Produktion und die Vermarktung der identifizierten Substanzen. Im Gegenzug erhält Evotec laufende Forschungszahlungen sowie präklinische Meilensteinzahlungen. Darüber hinaus birgt der Vertrag für Evotec beträchtliches langfristiges Potenzial über Erfolgszahlungen bei Erreichen von Meilensteinen während der klinischen Entwicklung sowie über Umsatzbeteiligungen an der Vermarktung neuer Wirkstoffe.

Über neuropathische Schmerzen

Neuropathische Schmerzen entstehen durch eine Schädigung oder Dysfunktion im Nervensystem. Häufig ist keine Verletzung oder Gewebeschädigung vorausgegangen, die die Schmerzen begründen könnten. Die Funktion der Nerven ist jedoch so beeinträchtigt, dass sie Schmerzbotschaften ans Gehirn senden. Neuropathische Schmerzen werden oft als brennend, stechend, messerscharf oder wie ein "Elektroschock" wahrgenommen. Gem. der Zeitschrift "Pain" (Bouhassira et al, 2008) leiden bis zu 7-8% der Weltbevölkerung unter neuropathischen Schmerzen. Des Weiteren wurde in der gleichen Zeitschrift (Dworkin et al, 2007) darüber berichtet, dass es sehr schwierig sein kann, neuropathische Schmerzen zu behandeln, und dass bei nur 40-60% der Betroffenen eine teilweise Linderung der Schmerzen erzielt werden kann.

Evotec AG

Evotec zählt zu den führenden Firmen der Wirkstoffforschung und entwicklung mit operativen Standorten in Europa und Asien. Das Unternehmen hat umfangreiche Expertise in der Wirkstoffforschung und eine industrialisierte Technologieplattform aufgebaut, mit der es die Entwicklung innovativer niedermolekularer Substanzen entlang des gesamten Forschungsprozesses vorantreiben kann. Darüber hinaus verfügt Evotec über fundiertes Knowhow in der Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems, Schmerzen, Krebs und Entzündungskrankheiten. Diese Fähigkeiten nutzt die Gesellschaft, um erstklassige Therapeutika zu entwickeln und hochwertige wissenschaftsbasierte Forschungsallianzen mit Unternehmen aus der Pharma- und Biotechnologiebranche einzugehen. Evotec arbeitet in mehrjährigen Forschungsallianzen unter anderem mit Boehringer Ingelheim, CHDI, Genentech, Novartis, Ono Pharmaceutical und Roche zusammen. Evotec verfügt über mehrere Wirkstoffkandidaten in der klinischen Entwicklung sowie über eine Reihe von präklinischen Substanzen und Entwicklungspartnerschaften. Dazu zählt z. B. eine strategische Kooperation mit Roche hinsichtlich der EVT-100-Substanzfamilie, subtypselektive NMDA-Rezeptor-Antagonisten zur Behandlung von behandlungsresistenten Depressionen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.evotec.com.

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