Wirtschaftliche Eckdaten: 1. Halbjahr 2010 / 2. Quartal 2010

Operatives Geschäft stark verbessert - Prognose für 2010 nochmals angehoben

(PresseBox) (Essen, ) .
- Rekord EBITDA und EBIT für Evonik
- Konzernergebnis erheblich verbessert
- Cashflow nochmals erhöht
- Ausblick 2010: deutlicher Anstieg von Umsatz, EBITDA und EBIT erwartet

"Nach einem starken Jahresauftakt hat sich unser operatives Geschäft nochmals deutlich verbessert", sagte Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG, heute zur Vorstellung der wirtschaftlichen Eckdaten für das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2010. Die operativen Ergebnisse des Konzerns übertreffen damit das Vorkrisenniveau von 2008. "Das ist gerade nach der Krise ein schöner Ergebnissprung. Wir sind auf Wachstumskurs", sagte Engel. "Unser Produktionsverbund für Hochleistungskunststoffe, MATCH, den wir Ende vergangenen Jahres in Schanghai in Betrieb genommen haben, ist beispielsweise komplett ausgelastet", erläuterte der Evonik-Chef. Mit erfolgreich in Betrieb genommenen zusätzlichen Kapazitäten profitiert Evonik von dem globalen Wachstum. Zwar werde für die zweite Jahreshälfte 2010 eine leichte Abschwächung des wirtschaftlichen Aufschwungs erwartet. "Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung sind wir für das Gesamtjahr aber deutlich optimistischer als zu Jahresbeginn und haben unsere Prognose nochmals angehoben", sagte Engel.

Der Umsatz des Evonik-Konzerns wuchs im 1. Halbjahr 2010 insbesondere aufgrund der stark gestiegenen Mengennachfrage in der Chemie um 24 Prozent auf 7.799 Millionen € (Vorjahr: 6.281Millionen €). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg in den ersten sechs Monaten um 83 Prozent auf 1.532 Millionen € (Vorjahr: 839 Millionen €). Die EBITDA-Marge lag mit 19,6 Prozent wesentlich über dem Vorjahreswert von 13,4 Prozent. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich insbesondere aufgrund der erfreulichen Entwicklung in den Geschäftsfeldern Chemie und Energie um 159 Prozent auf 1.148 Millionen € erhöht (Vorjahr: 443 Millionen €).

Das neutrale Ergebnis von minus 143 Millionen € enthielt vor allem Aufwendungen für Pensionen in Großbritannien sowie das Effizienzsteigerungsprogramm On Track. Das Ergebnis vor Ertragsteuern der fortgeführten Aktivitäten erreichte 756 Millionen €. Dies waren 601 Millionen € oder 388 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt erwirtschaftete der Evonik-Konzern im 1. Halbjahr 2010 mit 530 Millionen € ein Konzernergebnis, das erheblich über dem Vorjahr (43 Millionen €) lag.

Aufgrund des deutlich höheren operativen Ergebnisses konnte der Konzern in den ersten sechs Monaten 2010 den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 101 Millionen € auf 910 Millionen € weiter steigern, obwohl sich das Nettoumlaufvermögen aufgrund der spürbaren Geschäftsbelebung erhöhte. Die Sachinvestitionen betrugen 288 Millionen €. In Nanning (China) nahm Evonik eine neue Produktionsanlage für pharmazeutische Wirkstoffe in Betrieb. In Schanghai (China) wurde die Produktionskapazität für Methacrylsäure auf 25.000 Jahrestonnen erweitert, um der hohen Nachfrage der Farben- und Lackindustrie nachkommen zu können. Darüber hinaus wurde dort eine neue Anlage zur Herstellung von Edelmetallpulverkatalysatoren für die Pharma-, Fein- und Industriechemie in Betrieb genommen. Aus dem Cashflow finanzierte Evonik sowohl die Sachinvestitionen als auch die Dividende für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 320 Millionen €. Trotzdem lagen die Nettofinanzschulden mit 3.495 Millionen € nahezu auf dem Niveau vom Jahresende 2009 (3.431 Millionen €). Seit Jahresende 2008 wurden sie um 1.088 Millionen € abgebaut.

Konzern legt im 2. Quartal gegenüber Vorjahr deutlich zu

Der Evonik-Konzern profitierte im 2. Quartal 2010 von einer hohen Mengennachfrage sowie steigenden Preisen und konnte Umsatz und operative Ergebnisse gegenüber dem 1. Quartal nochmals verbessern. Die durch die Wirtschaftskrise deutlich beeinträchtigten Vorjahreswerte wurden erheblich übertroffen.

Der Konzern-Umsatz erhöhte sich gegenüber dem 2. Quartal 2009 um 31 Prozent auf 4.030 Millionen € (Vorjahr: 3.076 Millionen €). Das EBITDA des Konzerns stieg um 55 Prozent auf 788 Millionen € (Vorjahr: 510 Millionen €). Infolge der guten Geschäftsentwicklung stieg das EBIT im 2. Quartal um 87 Prozent auf 594 Millionen € (Vorjahr: 317 Millionen €). Insgesamt legte das Konzernergebnis um 170 Prozent auf 240 Millionen € zu (Vorjahr: 89 Millionen €).

Positive Entwicklung in allen drei Geschäftsfeldern

Das operative Geschäft verlief in den ersten sechs Monaten 2010 in allen drei Geschäftsfeldern sehr erfolgreich.

Das Geschäftsfeld Chemie verzeichnete deutliche Mengensteigerungen in Asien; in Europa zog die Nachfrage spürbar und in Nordamerika leicht an. Insgesamt wuchs der Umsatz im 1. Halbjahr 2010 um 34 Prozent auf 6.275 Millionen € (Vorjahr: 4.673 Millionen €). Dies ist auf höhere Absatzmengen (25 Prozentpunkte) und auf verbesserte Verkaufspreise (7 Prozentpunkte) zurückzuführen. Der Währungskurseinfluss sowie die Veränderungen des Konsolidierungskreises trugen jeweils 1 Prozentpunkt zum Anstieg bei. Das EBITDA kletterte um 91 Prozent auf 1.236 Millionen € (Vorjahr: 648 Millionen €). Das EBIT verbesserte sich vor allem aufgrund der deutlich gestiegenen Mengennachfrage sowie der damit verbundenen höheren Kapazitätsauslastung um 180 Prozent auf 925 Millionen € (Vorjahr: 330 Millionen €). Bisher konnten die deutlich steigenden Rohstoffkosten weitgehend über verbesserte Verkaufspreise ausgeglichen werden.

Im Geschäftsfeld Energie lag der Umsatz im 1. Halbjahr 2010 mit 1.323 Millionen € nahezu auf Vorjahresniveau (1.339 Millionen €). Das EBITDA stieg um 57 Prozent auf 281 Millionen € (Vorjahr: 179 Millionen €). Das EBIT wuchs um 80 Prozent auf 240 Millionen € (Vorjahr: 133 Millionen €). Der Anstieg des EBIT resultiert vor allem aus dem Kohlehandel, der im Vorjahreszeitraum durch Sondereffekte belastet war. Zudem konnten die Inlandskraftwerke aufgrund der anziehenden Konjunktur eine höhere Stromnachfrage verzeichnen.

Im Geschäftsfeld Immobilien verringerte sich der Umsatz im 1. Halbjahr 2010 um 3 Prozent auf 178 Millionen € (Vorjahr: 184 Millionen €). Das EBITDA stieg um 8 Prozent auf 91 Millionen € (Vorjahr: 84 Millionen €). Das EBIT übertraf mit 67 Millionen € den Vorjahreswert um 4 Millionen €, insbesondere aufgrund der guten Entwicklung des Bestandsmanagements.

Effizienzsteigerungsprogramm On Track bleibt wichtig

Das Effizienzsteigerungsprogramm On Track, in dem sämtliche Aktivitäten zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Evonik gebündelt sind, kommt weiterhin gut voran. In diesem Rahmen werden alle wesentlichen Kostenpositionen im Konzern auf den Prüfstand gestellt und dazu Strukturen und Prozesse durchleuchtet. Ziel sind dauerhafte Einsparungen in Höhe von 500 Millionen € jährlich ab dem Jahr 2012. "Um uns auch künftig im Wettbewerb gut zu positionieren, werden wir unsere Anstrengungen konsequent fortsetzen", betonte Klaus Engel.

Ausblick für das Gesamtjahr 2010 nochmals angehoben

Die Konjunktur hat sich im 1. Halbjahr 2010 erfreulich entwickelt. Allerdings wird für die zweite Jahreshälfte eine leichte Abschwächung des Aufschwungs erwartet. Insgesamt wird damit gerechnet, dass die Weltwirtschaft im Gesamtjahr 2010 ein leichtes Wachstum erzielt.

Evonik ist nach dem erfolgreichen ersten Halbjahr für das gesamte Geschäftsjahr deutlich optimistischer als zu Jahresbeginn, wenngleich sich Belastungen aus den weiter deutlich steigenden Rohstoffkosten ergeben können. Für 2010 geht der Konzern dank der spürbar gestiegenen Mengennachfrage von einem Umsatzzuwachs im zweistelligen Prozentbereich aus. Insgesamt erwartet Evonik für 2010, dass EBITDA und EBIT deutlich über den Vorjahreswerten liegen werden.

Rechtlicher Hinweis

Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können je nach Veränderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.

Evonik Industries AG

Evonik Industries ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland. In unserem Kerngeschäft Spezialchemie sind wir eines der weltweit führenden Unternehmen. Zudem ist Evonik Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Kreativität, Spezialistentum, kontinuierliche Selbsterneuerung und Verlässlichkeit bestimmen die Leistungskraft unseres Unternehmens.

Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 39.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 13,1 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,0 Milliarden Euro.

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