Degussa gründet Science to Business Center Bio

Neues Forschungszentrum für "Weiße Biotechnologie"

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Die Degussa AG, Düsseldorf, gründet ein Science
to Business Center Bio als neues Zentrum für "Weiße Biotechnologie".
Das Center wird seinen Betrieb zum 1. Januar 2006 aufnehmen. In dem
geplanten Neubau in Marl sollen in hochmodernen Labors und Technika
ca. 60 Wissenschaftler der Degussa gemeinsam mit Hochschulen und
industriellen Kooperationspartnern neue biotechnologische Produkte
und Prozesse auf Basis natürlicher Rohstoffe entwickeln.

Der Degussa Vorstandsvorsitzende Prof. Utz-Hellmuth Felcht: "Wir
werden in das neue Science to Business Center Bio in den nächsten
fünf Jahren 50 Mio. Euro investieren. Darin sehen wir auch ein
Bekenntnis zum Forschungsstandort Deutschland." Die seit jeher starke
Forschungsinfrastruktur auf dem Gebiet der "Weißen Biotechnologie" in
Nordrhein-Westfalen (NRW) wird durch diese Maßnahme konsequent in
Richtung industrielle Umsetzung ausgebaut. NRW wird Aktivitäten des
Center fördern.

Im April dieses Jahres hatte Degussa bereits ihr Science to
Business Center Nanotronics eröffnet. Dort entwickelt der
Spezialchemiekonzern innovative, auf Nanomaterialien basierende
Systemlösungen für die Elektronikindustrie. Dr. Alfred Oberholz, im
Degussa Vorstand verantwortlich für Forschung & Entwicklung: "Wir
übertragen nun unser erfolgreiches Science to Business-Konzept auf
die Entwicklung biotechnologischer Produkte. Leitbild ist auch hier
die enge Verbindung von Innovation und ausgeprägter
Kundenorientierung."

Das Science to Business-Konzept der Degussa zielt darauf, den Weg
von der Wissenschaft zum Erfolg im Markt deutlich zu beschleunigen.
Es beruht auf der Integration aller Forschungs- &
Entwicklungs-Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette unter einem
Dach - von der Grundlagenforschung über die Produktentwicklung bis
hin zur Pilotproduktion. Universitäre Grundlagenforschung sowie
industrielles Umsetzungs-Know-how werden so gepaart mit der Dynamik
und den Hochtechnologien von Start-up-Unternehmen.

Degussa hat in den vergangenen Jahren wichtige Kompetenzen im
Bereich der Bioprozesse aufgebaut - unter anderem mit den
Projekthäusern Biotechnologie und ProFerm. Darauf aufbauend sollen
nun in dem Science to Business Center Bio hocheffiziente Verfahren
entwickelt werden, die anstelle von fossilen auf nachwachsenden
Rohstoffen basieren. Den zweiten Innovationsschwerpunkt bilden
bioaktive Produkte wie beispielsweise neuartige Drug-Delivery-Systeme
zum effektiven Wirkstofftransport von Arzneimitteln sowie
Kosmetikinhaltsstoffe. Bereits heute nutzt Degussa Bioprozesse, um
Pharma-Aminosäuren für Infusionslösungen, Aminosäuren für die
Tierernährung, spezielle Bausteine für Medikamente oder Inhaltsstoffe
für Cremes und Lotionen herzustellen. Ziel des neuen Center ist es,
die starke Position von Degussa im Bereich der "Weißen
Biotechnologie" weiter auszubauen und dabei auch neue Arbeitsplätze
in der verar-beitenden Industrie zu schaffen.

Mit "Weißer Biotechnologie" - auch industrielle Biotechnologie
genannt - werden nachhaltige, industrielle Herstellungsprozesse
bezeichnet, die zumeist auf Basis natürlicher, biologischer
Ressourcen erfolgen. Sie umfasst fermentative und enzymatische
Verfahren, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch viel
versprechende Alternativen zu chemisch-physikalischen Prozessen
bieten. Neue Erkenntnisse, vor allem in der Genomforschung und in der
Systembiologie, geben der "Weißen Biotechnologie" zurzeit enormen
Auftrieb. Sie erfordert eine intensive interdisziplinäre
Zusammenarbeit zwischen Chemikern, Molekularbiologen, Genetikern,
Mikrobiologen, Informatikern und Verfahrenstechnikern.

Evonik Industries AG

Als weltweite Nummer Eins in der Spezialchemie schafft Degussa mit innovativen Produkten und Systemlösungen Unverzichtbares für den Erfolg ihrer Kunden. Dies fassen wir in dem Anspruch "creating essentials" zusammen. Im Geschäftsjahr 2004 erwirtschafteten 45.000 Mitarbeiter weltweit einen Umsatz von 11,2 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 965 Mio. Euro.

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