Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2009/10 (1. Oktober 2009 - 31. März 2010)

(PresseBox) (Maria Enzersdorf, ) .
- Absatzentwicklung im Energiebereich von kalter Witterung geprägt
- Abschluss aller Projekte des Energiekonzepts Zentralraum Niederösterreich
- Erstes internationales Wasserkraftprojekt mit der Verbund AG
- Neuer Auftrag für die Errichtung einer Abwasserbehandlungsanlage auf Zypern
- Positiver Ausblick für das Geschäftsjahr 2009/10 bestätigt

Das energiewirtschaftliche Umfeld im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 (1. Oktober 2009 - 31. März 2010) war gegenüber der Vergleichsperiode von einer kalten Witterung in Österreich und Mazedonien sowie höheren Temperaturen in Bulgarien geprägt. Trotz der leichten Erholung der Weltwirtschaft im letzten Quartal 2009 lagen die Primärenergie- und Strompreise auf dem Großhandelsmarkt sowie die Preise für CO2-Emissionszertifikate unverändert unter dem Vorjahresniveau.

Erhöhung des EBIT und weiterhin starkes Konzernergebnis

Im 1. Halbjahr 2009/10 stiegen die Umsatzerlöse trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leicht um 0,6 % auf 1.625,1 Mio. Euro. Während die Stromtarife in Österreich im 1. Halbjahr 2009/10 stabil geblieben sind, konnten die Gaspreise nach Reduktionen im Jänner und März 2009 am 1. Dezember 2009 neuerlich um rund 7,0 % gesenkt werden. Mengenmäßig führte der vergleichsweise kalte Winter zu einer größeren Nachfrage nach Strom, Gas und Wärme. Im übrigen standen im Energiegeschäft Umsatzsteigerungen in den Segmenten Netzinfrastruktur Inland und Energieversorgung Südosteuropa Rückgänge vor allem in der Erzeugung aufgrund rückläufiger Strompreise und geringerer Erzeugung aus erneuerbarer Energie gegenüber. Das Segment Umwelt verzeichnete trotz der Steigerungen aus dem laufenden Betrieb der Müllverbrennungsanlage aufgrund witterungsbedingter Schwankungen im internationalen Projektgeschäft einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse.

Trotz des gestiegenen Absatzes im Energiebereich konnte vor allem aufgrund rückläufiger Großhandelspreise für Strom und Primärenergie ein deutlicher Rückgang der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger erreicht werden. Die Position Material- und Betriebsaufwand verzeichnete ebenfalls einen Rückgang. Trotz eines leichten Anstiegs des Personalaufwands und einer Erhöhung der Abschreibungen vor allem infolge der hohen Investitionstätigkeit der letzten Jahre und der Erstkonsolidierung des burgenländischen Kabelnetzbetreibers B.net und trotz der höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag das operative Ergebnis mit 194,4 Mio. Euro um 5,7 % über dem Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis entwickelte sich überaus positiv und lag mit 71,7 Mio. Euro um 40,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr und das Ergebnis aus anderen Beteiligungen lag vor allem aufgrund der höheren Dividende der Verbund AG über der Vergleichsperiode. Das Zinsergebnis und das im Vorjahr durch die Finanzmarktkrise negativ geprägte sonstige Finanzergebnis konnte deutlich verbessert werden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag somit mit 266,1 Mio. Euro um 23,6 % über dem Vorjahreswert. In Summe stieg das Konzernergebnis um 23,5 % auf 208,5 Mio. Euro.

Der Cash Flow aus dem Ergebnis lag im 1. Halbjahr 2009/10 mit 288,9 Mio. Euro um 19,9 % über dem Vorjahreswert. Mit 6.836,1 Mio. Euro lag die Bilanzsumme der EVN um 2,1 % über dem Niveau des letzten Bilanzstichtags, dem 30. September 2009. Das Eigenkapital ging um 0,6 % auf 3.109,7 Mio. Euro zurück. Die Eigenkapitalquote zum Quartalsstichtag lag bei 45,5 %. Bei einer Nettoverschuldung von 1.514,2 Mio. Euro errechnete sich zum 31. März 2010 ein Gearing von 48,7 %, das damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 54,0 % zu liegen kam.

Projekte für Zentralraum Niederösterreich sind abgeschlossen

Die von EVN vor zwei Jahren angekündigten Projekte für den niederösterreichischen Zentralraum mit einem Investitionsvolumen von insgesamt über 200 Mio. Euro sind nun mit der Inbetriebnahme der letzten drei Anlagen vollständig und erfolgreich realisiert. Neben der seit Anfang Oktober 2009 in Betrieb genommenen 31 km langen Fernwärme-Transportleitung von Dürnrohr nach St. Pölten ging in der Berichtsperiode auch die Linie 3 der thermischen Abfallverwertung in Zwentendorf mit einer Kapazität von 225.000 Tonnen in Vollbetrieb. Bis Ende März wurden etwa 65.000 Tonnen Müll thermisch behandelt. Weiters wurde zur Optimierung der Brennstoffbeschaffung und anlieferung für das Kraftwerk Dürnrohr im März 2010 ein Rohrgurtförderer in Betrieb genommen. Künftig werden 50 % der Energieträger auf dem umweltfreundlichen Wasserweg angeliefert und mit einem ummantelten Förderband von der Donaulände bis ins Kraftwerk Dürnrohr transportiert.

Projektrealisierung und Neuaufträge im Segment Umwelt

Am 3. März 2010 fand, nach nur 22 Monaten Bauzeit, die Eröffnung der neu errichteten Abwasserreinigungsanlage der Stadtgemeinde Tulln statt. In der ersten Ausbaustufe, welche nun in Betrieb gegangen ist, werden die Abwässer von 22.500 EW vollbiologisch gereinigt. In einer weiteren Ausbaustufe soll die Anlage auf 45.000 EW ausgeweitet werden. Die Gesamtkosten für die Errichtung der Anlage betragen 11,5 Mio. Euro. Anfang Februar dieser Berichtsperiode unterschrieb EVN im Konsortium mit einer lokalen Baufirma den Auftrag zum Neubau und zur anschließenden zehnjährigen Betriebsführung der Abwasseranlage in Nord-Nikosia, Zypern. Mit einem Projektvolumen von 45,0 Mio. Euro wird in einer Bauzeit von 27 Monaten eine Kapazität von 30.000 m³ pro Tag bzw. ca. 270.000 EW realisiert. Zusätzlich wird eine Schlammbehandlungsanlage mit Biogasgewinnung errichtet.

Erstes internationales Wasserkraftprojekt mit der Verbund AG

Am 21. April 2010 wurde die erste internationale Partnerschaft zwischen EVN und Verbund AG mit der Unterzeichnung des Syndikatsvertrags für die Errichtung des Wasserkraftwerks Ashta, Albanien, abgeschlossen. Beide Gesellschaften werden zu jeweils 50 % am Kraftwerk beteiligt sein, das mit einer Gesamtinvestition von etwa 200 Mio. Euro am Fluss Drin realisiert wird. Die Anlage wurde mit einer Kapazität von 50 MW konzipiert und soll ab 2012 jährlich mehr als 240 Millionen Kilowattstunden zur Stromversorgung von rund 100.000 albanischen Haushalten erzeugen.

Ausblick

Nach dem 1. Halbjahr erwarten wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2009/10 - trotz schwieriger, sich weiter unsicher entwickelnder gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie hoher Preisvolatilitäten im Energiebereich - unverändert ein Konzernergebnis über dem Vorjahresniveau.

Den vollständigen Aktionärsbrief über das 1. Halbjahr 2009/10 finden Sie unter www.investor.evn.at.

Weitere Information finden Sie im Anhang!

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