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Nachwuchskräfte-Tarifvertrag: DB will Angebote vorlegen - "Besser spät als nie"

(PresseBox) (Berlin, ) In die Verhandlungen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit der Deutschen Bahn zum Nachwuchskräfte-Tarifvertrag kommt Bewegung. Der Arbeitgeber will zu den Kernforderungen der Gewerkschaft neue, verbesserte Angebote vorlegen, das haben die Verhandlungen am Freitag in Frankfurt ergeben. „Offenbar hat die Deutsche Bahn erkannt, dass ihre Nachwuchskräfte ihr doch etwas wert sein sollten“, sagte die Verhandlungsführerin der EVG, Regina Rusch-Ziemba. „Sicher haben dazu auch die zahlreichen Aktionen unserer Jugendlichen beigetragen.“

Die EVG  fordert einen Mietzuschuss und eine Mobilitätszulage für Auszubildende und für Dual Studierende. Hintergrund: Die Deutsche Bahn zentralisiert ihre Ausbildung immer stärker in den Ballungsräumen. Dort aber ist Wohnraum teuer und mit der Auszubildenden-vergütung nicht zu bezahlen. Die Mobilitätszulage soll an Auszubildende gezahlt werden, die längere Anfahrtswege in Kauf nehmen. „Die DB hat sich solchen Überlegungen bisher verweigert, mit der Zusage eines Angebotes ist ein Anfang gemacht. Besser spät als nie“, sagte Regina Rusch-Ziemba. „Die Nachwuchskräfte sind die Zukunft der Deutschen Bahn, Investitionen in sie sind Investitionen in die Zukunft.“

Jugendliche Mitglieder der EVG hatten die Verhandlungen am Morgen mit Aktionen unter-stützt. An zehn Bahnhöfen in Deutschland verteilten sie Flyer und informierten Fahrgäste über die Forderungen. Auch veröffentlichten sie zahlreiche Tweets und Posts in sozialen Medien.   

Die Verhandlung in Frankfurt brachte daneben auch konkrete Ergebnisse. Zu weiteren Forderungen der EVG speziell für Dual Studierende - Lernmittelzuschuss, Freistellung vor Kolloquien, Tätigkeits- und zeitbezogene Zulagen – wurde bereits Einigkeit erzielt. Die Verhandlungen gehen am 25. Februar weiter.

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