EEX-Geschäftsentwicklung nimmt wieder Fahrt auf

Aufwärtstrend bei Handelsvolumina und Umsatzerlösen / Deutlich verbessertes Jahresergebnis in Aussicht gestellt

(PresseBox) (Leipzig, ) Die European Energy Exchange AG (EEX) hat mit einer Reihe von Maßnahmen, die sich in einer positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 abbilden, die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt. Dazu gehörte die Vereinfachung und Verbesserung der technischen Anbindung der Handelsteilnehmer an die EEX-Systeme und der konsequente Ausbau von Kundenbindungsmaßnahmen, interner Abläufe und Strukturen. Nicht zuletzt hat auch die auf Partnerschaften basierende Expansionsstrategie des Unternehmens erneut einen wichtigen Beitrag zu diesem Geschäftserfolg geleistet.

Insgesamt zeigen die Zahlen für das erste Halbjahr 2010 eine signifikante Steigerung in allen Bereichen. Die Umsatzerlöse sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 28 % auf 22,6 Mio. Euro (2009: 17,7 Mio. Euro) gestiegen. Hauptumsatzträger war der Terminmarkt für Strom, der mit 15,3 Mio. Euro (Vorjahr 12,4 Mio. Euro) zu Buche schlug. Die Umsatzerlöse aus den Clearing-Kooperationen inklusive dem Clearing für EPEX Spot beliefen sich auf 4,18 Mio. Euro, auf den Spotmarkt für Erdgas und Emissionsrechte entfielen 0,51 Mio. Euro, die Jahresentgelte lagen bei 1,56 Mio. Euro und auf sonstige Erlöse entfielen 0,67 Mio. Euro.

Das operative Ergebnis (EBITDA) hat sich in der Berichtsperiode mit 12,2 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum (6,5 Mio. Euro) fast verdoppelt. Das gilt auch für das Ergebnis vor Steuern (EBT), das von 5,7 Mio. Euro auf 11,5 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 anstieg. Zum 30. Juni 2010 waren insgesamt 256 Handelsteilnehmer aus 22 Ländern an den Märkten der EEX aktiv, zum 30. Juni des Vorjahres waren es 230 Teilnehmer aus 21 Ländern.

Terminmarkt Strom gewachsen

Am Terminmarkt für Strom der EEX wurden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 668,8 Terawattstunden (TWh) gehandelt, was einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber 546,5 TWh im Vorjahreszeitraum entspricht. Deutlich gestiegen ist der Anteil des börslich gehandelten Volumens am Strom Terminmarkt, das sich mit 265,4 TWh gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt hat (1. Halbjahr 2009: 132,6 TWh). Der Börsenhandel trug 6,6 Mio. Euro (Halbjahr 2009: 3,5 Mio. Euro) zu den Gesamterlösen am Terminmarkt Strom von 15,3 Mio. Euro bei. Das Volumen aus dem OTC-Clearing blieb dagegen mit 403,2 TWh knapp unter dem Vorjahreswert von 413,9 TWh.

Emissionsrechtehandel gestärkt

Das gehandelte Volumen für CO2-Emissionsberechtigungen ist sowohl am Spot- als auch am Terminmarkt wieder auf Wachstumskurs. Im Spotmarkt stieg das Handelsvolumen im ersten Halbjahr 2010 auf 14,9 Mio. Tonnen nach 2,9 Mio. Tonnen im Vergleichszeitraum 2009, wobei 7,8 Mio. Tonnen in der EUA Primärmarktauktion am Spotmarkt umgesetzt wurden. Am Terminmarkt für Emissionsberechtigungen wurde das Volumen mit gehandelten 35,6 Mio. Tonnen nach 14,9 Mio. Tonnen im Vorjahr mehr als verdoppelt. 14,8 Mio. Tonnen entstammen der EUA Primärmarktauktion am Terminmarkt.

Erdgashandel auf Kurs

Wie bereits im vergangenen Jahr hat sich im Handel mit Erdgas der Spotmarkt gegenüber dem Vorjahr rasant weiterentwickelt. Das kurzfristig gehandelte Volumen stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 6,7 TWh (Marktgebiete GASPOOL und NCG) nach 1,1 TWh im Vergleichszeitraum 2009. Der im März gestartete Within-Day- Handel trug dabei wesentlich zur positiven Entwicklung am Spotmarkt für Erdgas bei. Auch die Volumina am Terminmarkt für Erdgas liegen mit 17,8 TWh deutlich über Vorjahresniveau (1. Halbjahr 2009: 5,2 TWh).

Positive Entwicklung auf niedrigem Niveau bei Kohle-Futures

Im Kohlehandel zeichnet sich ebenfalls eine positive Entwicklung ab, allerdings noch auf sehr niedrigem Niveau. Hier wurden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 894.000 Tonnen nach 27.000 Tonnen im Vergleichszeitraum des Vorjahres gehandelt.

Stabiles Wachstum weiterhin im Fokus - Erdgas und Emissionen haben höchste Priorität

Die EEX hat erheblich in die Verbesserung des Marktzugangs für die Handelsteilnehmer sowie in die IT-Infrastruktur und die Sicherheit ihrer Prozesse investiert und damit die Grundlagen für weiteres Wachstum geschaffen. Die zuletzt deutliche Steigerung jenseits von Strom bestärkt die EEX, den eingeschlagenen Weg hin zum Energie- Generalisten fortzuführen. Im Gasmarkt will die EEX die Liquidität am Spot- und Terminmarkt weiter ausbauen und analog zum Strom auch einen Referenzpreis für Erdgas etablieren. Im Emissionsrechtehandel verfügt die EEX bereits über gesichertes Know-How und Erfahrungen mit der Versteigerung von Emissionsrechten am Primärmarkt.

Diese Aufgabe möchte sie auch nach 2013 fortführen. Für das Geschäftsjahr 2010 rechnet die EEX mit einem Ergebnis vor Steuern, das deutlich über dem Vorjahresniveau liegt. Weiterhin stellt der Vorstand der EEX eine Dividende in Aussicht, die mindestens der Höhe des Vorjahres entspricht.

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