Aktuelle Finanztipps: Das sollte man 2005 noch erledigen

(PresseBox) (Kassel, ) In einem Monat steht der Jahreswechsel an. BeiFinanz- und Versicherungsangelegenheiten sind auch für 2006 Änderungen zu
erwarten. Was Verbraucher bis Ende des Jahres vor allem beachten sollten,
hat die Finanzberatungsgesellschaft Plansecur (Kassel) jetzt ( nach der
Regierungsbildung ) aktualisiert:

1. Eigenheimzulage: Die Eigenheimzulage fällt laut Koalitionsvertrag von
2006 an weg. Wer beim Bau oder Erwerb einer Immobilie auf Nummer sicher
gehen will, sollte noch 2005 den notariellen Kaufvertrag unterzeichnen bzw.
den Bauantrag stellen. Aber: Einkommensgrenzen beachten! Die Summe der
positiven Einkünfte darf 70 000 € (Alleinstehende) bzw. 140 000 € (Ehepaar)
in zwei Jahren ( im Jahr der Antragstellung und im Jahr zuvor ) nicht
übersteigen. Diese Beträge erhöhen sich pro Kind um 30 000 €.

2. Bausparen: Um die volle Wohnungsbauprämie für 2005 zu erhalten, empfiehlt
sich eine Sondereinzahlung in einen bestehenden Bausparvertrag. Die
Wohnungsbauprämie beträgt zurzeit 8,8 Prozent und wird auf bis zu 512 € /
1024 € (Alleinstehende / Verheiratete) gewährt, wenn das zu versteuernde
Einkommen bei Alleinstehenden
25 600 € (bei Verheirateten: 51 200 €) nicht übersteigt.

3. Hypothekendarlehen auf niedrigem Stand: Die Zinsen für den Kauf oder die
Modernisierung von Immobilien sind zurzeit auf einem niedrigen Stand. Wer
sich einen Immobilienwunsch erfüllen möchte, sollte das günstige Zinsniveau
nutzen.

4. Änderung bei geschlossenen Fonds: Auf Grund der Einführung des
allgemeinen Verlustverrechnungsverbotes bei der Einkommensteuer sind
Steuersparmodelle wie Medien- und New-Energy-Fonds, zum Beispiel Wind- und
Solarparks, nicht mehr am Markt. In Zukunft werden geschlossene Fonds zwar
Anfangsverluste von weniger als zehn Prozent zuweisen ( allerdings zu
Gunsten einer steuerlichen Entlastung der Erträge. Steueroptimierung bleibt
für den Anleger deshalb ein Thema, auch wenn es eher um nachhaltigere
Effekte geht. Geschlossene Fonds haben aber immer einen mehr oder weniger
stark ausgeprägten unternehmerischen Charakter. "Darauf sollte sich nur
einlassen, wer dem wirtschaftlich und mental gewachsen ist" empfiehlt
Plansecur-Experte Jörg von Nostitz-Wallwitz.

5. Faktor Zeit bei der Altersvorsorge nutzen: Obwohl Deutschlands
umfassendste Rentenreform, das Alterseinkünftegesetz, seit Anfang 2005 in
Kraft ist, haben viele Verbraucher noch nicht mit zusätzlicher Vorsorge auf
die Einschnitte durch die zunehmende Besteuerung der Basisrenten reagiert.
Dabei wurden im Gesetz auch Anreize für zusätzliche Sparmaßnahmen getroffen:
Wegen der schrittweisen Freistellung der Altersvorsorgeaufwendungen von der
Besteuerung in der Ansparphase haben viele Bundesbürger netto mehr im
Geldbeutel. Um den gegenwärtigen Lebensstandard im Alter zu halten, ist es
erforderlich, mit den Steuervorteilen von heute die Versorgungslücken von
morgen zu schließen. Da die so eingesetzten Mittel - zum Beispiel bei der
Riester-Rente oder bei der Direktversicherung - zusätzlich steuerlich
gefördert werden, lohnt sich das Sparen für die Altersvorsorge mehr denn je
( vor allem für zwei Gruppen:
a) Männer sollten noch 2005 über den Abschluss eines Riester-Vertrages
nachdenken. Denn nur noch bei Vertragsabschluss und Annahme durch den
Versicherer vor dem
1. Januar 2006 erhalten Männer bei der Riester-Rente eine deutlich höhere
Rente als Frauen ( bei gleichem Beitrag. Bei Abschlüssen von 2006 an wird
die Rentenleistung bei Männern und Frauen identisch sein. Grund ist eine
gesetzliche Verordnung, dass Versicherungsunternehmen bei der Riester-Rente
vom kommenden Jahr an für Frauen und Männer einheitliche Tarife anbieten
müssen. Bei bestehenden Riester-Verträgen sind Zuzahlungen ( einmal pro Jahr
( bis zu den jeweiligen Höchstgrenzen möglich, um die volle Förderung für
2005 auszuschöpfen. Achtung: Der Zulagenantrag für 2003 muss spätestens am
31. Dezember 2005 beim Anbieter eingegangen sein.

b) Keine andere Berufsgruppe profitiert vom Alterseinkünftegesetz wie die
Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke. Aufgrund der steuerlichen
Absetzbarkeit der Aufwendungen für die Versorgungswerkrenten haben die
meisten Freiberufler monatlich netto deutlich mehr Geld zur Verfügung. Ohne
Konsumverzicht können sie mit diesem Geld die zu erwartenden Einbußen bei
ihrer Altersversorgung schließen. Neben steigender Lebenserwartung und
fallenden Kapitalmarktzinsen ist für diese Entwicklung die seit 2005 gültige
nachgelagerte Besteuerung bei den Alterseinkünften ( also die Besteuerung
erst bei der Auszahlung ( verantwortlich. 2004 waren 27 Prozent, derzeit
sind 50 Prozent und 2030 wären bereits 90 Prozent der Rentenleistungen aus
dem Versorgungswerk der Besteuerung unterworfen (Annahme: ein 65-Jähriger
geht im jeweiligen Jahr in Rente.) Die Mitglieder der Versorgungswerke
bekommen die aktuellen Rentenanwartschaftsnachweise jährlich zugesandt. Ein
genauer Blick darauf lohnt sich. Um den Lebensstandard im Alter zu halten,
sollte der drohenden Versorgungslücke bald mit zusätzlicher privater
Vorsorge begegnet werden.

6. Krankenversicherung: Verbraucher, die regelmäßig oberhalb der
Jahresarbeitsentgeltgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung verdienen
(2005: 46 800 €; 2006: 47 250 €), sollten wegen des günstigeren
Einstiegsalters noch
2005 den Wechsel in eine private Krankenversicherung erwägen.

7. Kfz-Versicherung: Ende November ist höchste Zeit, um die Kfz-Versicherung
zu überprüfen. Mit einer günstigeren Versicherung können oft einige Hundert
Euro pro Jahr gespart werden. Bis zum 30. November kann fristgerecht
gekündigt werden.

Weitere Informationen: Plansecur, Druseltalstr. 150, 34131 Kassel, Tel.
0561/9355-0, Fax: 0561/9355-110,E-Mail: service@plansecur.de, Web:
www.plansecur.de
Pressestelle: Volker Preilowski, Tel. 0561/9355-262, E-Mail:
presse@plansecur.de

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