EUMETSAT und ESA unterzeichnen GMES-Rahmenabkommen

EUMETSAT, die Europäische Organisation zur Nutzung von meteorologischen Satelliten, und die Europäische Weltraumorganisation ESA unterzeichneten am 20. Juli ein Rahmenabkommen zur globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (GMES)

(PresseBox) (Darmstadt, ) Unterzeichnet wurde das Abkommen von den Generaldirektoren der beiden Organisationen Dr. Lars Prahm, EUMETSAT, und Jean-Jacques Dordain von der ESA. Damit ist der Weg geebnet für weitere detaillierte Übereinkommen zwischen beiden Organisationen zur Zusammenarbeit an den GMES-Sentinelprogrammen (Sentinel 3, 4 und 5).

Das GMES-Rahmenabkommen regelt die Aufgaben und Zuständigkeiten von ESA und EUMETSAT für ihre Zusammenarbeit an der GMES-Weltraumkomponente (GSC). Die ESA wird für die Beschaffung bei den GMES-Sentinel-Missionen zuständig sein und übernimmt die Gesamtkoordination für die GMES-Weltraumkomponente sowie für die Schnittstelle zwischen Weltraumkomponente und GMES-Diensten. EUMETSATs Beitrag besteht darin, im Einklang mit seiner Datenpolitik Missionsdaten, Produkte und Dienste für GMES bereitzustellen, die Missionsanforderungen zu erarbeiten und an der Entwicklung der GMES-Sentinel-Missionen mitzuarbeiten, die von EUMETSAT betrieben werden sollen.

ESA und EUMETSAT planen spezielle Durchführungsvereinbarungen, die folgendes betreffen: die Zusammenarbeit an dem Sentinel-3-Bodensegment, die Integration und den Betrieb von Sentinel-4-Instrumenten an Bord der EUMETSAT-Satelliten Meteosat Third Generation (MTG) sowie die Integration und den Betrieb von Sentinel-5-Instrumenten an Bord der Satelliten des Post-EUMETSAT Polar Systems (Post-EPS).

Schon jetzt während der präoperationellen Phase stellt EUMETSAT seine Daten und Produkte, Echtzeit-Daten mit inbegriffen, für die fünf GMES-Kerndienste kostenfrei zur Verfügung. Diese fünf Kerndienste sind drei Fast-Track-Schnelldienste (Landüberwachung, Seeschifffahrt und Katastrophenschutz) sowie die beiden Pilotdienste Sicherheit und Atmosphärenüberwachung. EUMETSAT liefert damit einen Großteil der Weltraumdaten, die für die GMES-Kerndienste Seeschifffahrt und Atmosphärenüberwachung benötigt werden.

Der EUMETSAT-Rat hatte das GMES-Rahmenabkommen während seiner Tagung am 30. Juni und 1. Juli 2009 in Darmstadt genehmigt. Die Zustimmung durch den ESA-Rat war bereits am 10. Juni erfolgt.

Auch der Entwurf eines Programmvorschlags zum GMES-Sentinel-3-Programm unter der Leitung der ESA wurde bei der letzten Zusammenkunft vom EUMETSAT-Rat genehmigt. Sentinel-3 wird von EUMETSAT betrieben werden und soll die Gemeinschaft der maritimen Nutzer mit Nahe-Echtzeit- und Offline-Produkten versorgen.

EUMETSAT

Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, mit derzeit 24 europäischen Mitgliedsstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich) und sechs Kooperationsstaaten (Bulgarien, Estland, Island, Litauen, Rumänien und die Tschechische Republik).

EUMETSAT betreibt gegenwärtig die geostationären Satelliten Meteosat-8 und –9 über Europa und Afrika sowie Meteosat-6 und -7 über dem Indischen Ozean.

Metop-A, Europas erster polarumlaufender Wettersatellit, wurde im Oktober 2006 gestartet und liefert seit dem 15. Mai 2007 operationelle Daten.

Der Meeresbeobachtungssatellit Jason-2, der am 20. Juni 2008 an den Start ging, erweitert die bisherige Palette von EUMETSAT um Daten zur Topographie der Meeresoberflächen.

EUMETSATs Daten, Produkte und Dienste leisten einen bedeutenden Beitrag für die Wettervorhersage und für die Überwachung des globalen Klimas.

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