ESRI-Sommercamp 2009 - Spannende Geotechnologie für Kinder im Nationalpark Harz

(PresseBox) (Kranzberg, ) Im Sommer 2009 fand jüngst zum ersten Mal ein ESRI-Sommercamp im Nationalpark Harz statt. Gewonnen hatten es Schüler der 8. Klasse des Gymnasiums am Romäusring aus Villingen mit ihrem Videobeitrag zum Thema "Wasser sparen". Sie konnten als Dankeschön eine Woche lang den Nationalpark mit modernsten technischen GIS- und GPS-Geräten erkunden. Angeleitet wurden sie dabei von Bernd Ludwig und Katja John vom Nationalpark Harz sowie Mitarbeitern der ESRI Geoinformatik GmbH.

Während der ESRI-Sommercampwoche fand auch ein Geländetag statt, bei dem die Schüler mit Hilfe von GPS und ArcPad Monitoringdaten zur Vegetation im Nationalpark Harz erhoben. Diese Arbeiten wurden auf Windwurfflächen durchgeführt, die zu Beginn der 1990er Jahre entstanden und seitdem eine vom Menschen weitestgehend unbeeinflusste Waldentwicklung durchlaufen haben. Die Schüler waren mit diesem Projekt unmittelbar an der Erforschung von Störungs- und Sukzessionsprozessen im Nationalpark-Wald beteiligt. So konnten die jungen Waldforscher - stets gut betreut von den Nationalpark-Rangern, Förstern und wissenschaftlichen Mitarbeitern des Nationalparks - vor allem Details zur Jungwaldentwicklung mit und ohne Wildeinfluss erfassen und auswerten. Es wurden Vegetationsaufnahmen auf insgesamt 12 Flächen erhoben, die jeweils 100 Quadratmeter groß waren. Die vergleichenden Ergebnisse zu den Flächen mit und ohne Wildverbiss wurden anschließend mit Hilfe von GIS visualisiert und ausgewertet. Die Schüler stellten ihre Ergebnisse in selbst gestalteten Karten dar und präsentierten sie im Rahmen einer Abschlussveranstaltung im Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle, zu der auch Nationalparkleiter Andreas Pusch angereist war.

Die Woche enthielt aber nicht nur einen Ausflug in die Nationalpark-Pflanzenwelt. Auch ein Ausflug zum Luchsgehege an der Rabenklippe mit Luchsfütterung fand statt ebenso wie ein spannender Vortrag zum Thema "Luchse im Harz". Die Möglichkeiten von GIS wurden auch im Hinblick auf den Luchs angewandt - so wurden von den jungen Forschern mit Hilfe von GIS Luchssichtungen grafisch und statistisch aufbereitet und GPS-Signale, die von Luchsen mit entsprechenden Halsbändern ausgesendet werden, verarbeitet und analysiert. Natürlich kam auch das Gruppenleben nicht zu kurz - ein Grillen mit abendlichem Lagerfeuer rundete die Woche ab.

Hintergrund: Geographische Informationssysteme (GIS) sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken - interaktive Stadtpläne im Internet, thematische Karten in Zeitungen, Wetterberichte im Fernsehen oder eine Autofahrt mit einem Navigationssystem: längst sind GIS-Anwendungen ein alltäglicher Bestandteil unseres Lebens. So ist es auch verständlich, dass die Nutzung von GIS-Systemen und Geodaten in der Schule in den letzten Jahren stark gestiegen ist und GIS in vielen Bundesländern in den Geographielehrplan integriert ist. Aber nicht nur im Geographieunterricht lernen Schülern auf der Grundlage von raumbezogenen Daten, sondern beispielsweise auch in Biologie, Sozialkunde, Wirtschaft und Geschichte. GIS-Methoden helfen, aus abstrakten Daten anwendbares Wissen zu machen. Zudem bereichern und beleben Geografische Informationssysteme den Unterricht. Sie ermöglichen eine aktive individuelle Beschäftigung mit den Lehrinhalten. Das GIS vermittelt dabei wertvolle Erfahrungen im praktischen Umgang mit Neuen Medien und erweitert die persönliche Methodenkompetenz.

Die Firma ESRI Geoinformatik GmbH ist seit mehr als einem Jahrzehnt sehr aktiv im Schulbereich. ESRI unterstützt und veranstaltet Lehrerfortbildungen sowie Informationstage, erstellt GIS-Unterrichtseinheiten für Lehrer und ist auf zahlreichen Veranstaltungen, wie Geografentag, Didacta, Konferenzen mit Bildungshintergrund und GIS Days präsent.

ESRI engagiert sich auch für soziale und ökologische Belange. Ein Beitrag innerhalb dieses Programms sind die ESRI-Sommercamps, die unter dem Motto "Wahrnehmen - Verstehen - Anwenden" seit 2006 in Zusammenarbeit mit deutschen Nationalparken stattfinden. Die ESRI-Sommercamps haben zum Ziel, Schülern die Natur und den Umgang mit modernen Geo-Technologien sowie deren Zusammenspiel näher zu bringen. Schüler und Lehrer werden eingeladen, eine Woche einen Nationalpark unter Nutzung von GIS und GPS zu erforschen sowie die Ergebnisse zu dokumentieren und zu präsentieren. Mit sachlicher und fachlicher Unterstützung erleben die Schüler einen Nationalpark in verschiedensten Facetten und erweitern ganz nebenbei ihre Sozial-, Methoden- und Präsentationskompetenz. Im Rahmen eines deutschlandweiten Schulwettbewerbes bewerben sich Schüler und Lehrer um ein Sommercamp ihrer Wahl. Der Wettbewerb stand dieses Jahr unter dem Motto "Wasser" mit Fragen wie "Wie beeinflusst eurer Umgang mit Wasser unsere Lebensgemeinschaft und Umwelt?" oder "Wo seht ihr Handlungsbedarf im nachhaltigen Umgang mit Wasser an eurer Schule oder in eurer unmittelbaren Umgebung?". Weitere Informationen zu den ESRI-Sommercamps mit Bildern, Karten und Berichten von den letztjährigen Sommercamps finden Sie unter
http://esri-germany.de/schule/camps.html

Die Environmental Systems Research Institute (ESRI) Inc. in Redlands, Kalifornien (USA), ist die weltweit erfolgreichste Firmengruppe auf dem Gebiet der Geografischen Informationssysteme (GIS). Heute wird die GIS-Technik von ESRI von über einer Million Anwendern branchenübergreifend bei Behörden, Unternehmen, Universitäten und Verbänden eingesetzt. In Deutschland wird ESRI Inc. durch die 1979 gegründete ESRI Geoinformatik GmbH in Kranzberg bei München vertreten.

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