Kartellverfahren: E.ON Ruhrgas klagt gegen Entscheidung der EU-Kommission

(PresseBox) (Essen, ) E.ON Ruhrgas wird gegen die heutige Entscheidung der EU-Kommission im Kartellverfahren gegen E.ON Ruhrgas und GdF Suez Klage beim Europäischen Gericht erster Instanz einreichen. "Die Kommission konstruiert Marktabsprachen, die zwischen den Unternehmen nie stattgefunden haben, auch nicht im Zeitraum zwischen 2003 und 2005. Zudem ignoriert sie wirtschaftliche Zusammenhänge. Der Wettbewerb auf dem europäischen Gasmarkt ist längst Realität", kommentierte Dr. Bernhard Reutersberg, Vorstandsvorsitzender der E.ON Ruhrgas AG, das Ergebnis des Verfahrens. "Die Entscheidung und insbesondere das hohe Bußgeld sind nicht nachvollziehbar."

Die Untersuchung reicht weit zurück in die Vergangenheit. Im Kern geht es um Vereinbarungen zum Transport von Erdgas, die 1975 in der Aufbauzeit der europäischen Gaswirtschaft im Zusammenhang mit der Errichtung der MEGAL-Pipeline geschlossen wurden. Sie waren zur Absicherung des Leitungsinvestments erforderlich, hatten für die Marktentwicklung keine Relevanz, wurden nie praktiziert und 2004 von den Unternehmen formell aufgehoben. Mit den Vereinbarungen haben die Unternehmen zu keiner Zeit gegen geltendes EU-Recht verstoßen. Spätere Treffen auf Führungsebene hatten die Umstrukturierung der MEGAL, Gaslieferbeziehungen zwischen den Unternehmen sowie die gemeinsame Gesellschafterstellung in anderen Gasversorgungsunternehmen zum Inhalt.

E.ON Ruhrgas unterstützt das energiepolitische Ziel der EU, den Wettbewerb auf dem europäischen Gasmarkt zu stärken, und bringt diesen konsequent voran. Mit einer breit angelegten Wettbewerbsinitiative hat E.ON den Wettbewerb auf dem Gasmarkt aktiv unterstützt und ist dabei deutlich über regulatorische Anforderungen hinausgegangen. Das Unternehmen beliefert Kunden in der gesamten EU und hat Milliardensummen in Lieferprojekte und grenzüberschreitende Erdgasleitungen investiert.

E.ON Ruhrgas hat Chancen genutzt und Absatzpotenziale im Ausland erschlossen. Ein Viertel des Gesamtabsatzes des Unternehmens entfällt auf Kunden in 14 Ländern Europas. Ein weiteres Wachstum in Auslandsmärkten wird angestrebt. In Frankreich setzte E.ON Ruhrgas im Jahr 2008 8,7 Mrd. Kilowattstunden ab. Kein anderes großes europäisches Gasversorgungsunternehmen hat es geschafft, einen höheren Marktanteil auf dem französischen Gasmarkt zu erreichen. Von einer Marktaufteilung, wie von der Kommission behauptet, kann keine Rede sein.

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