MITGAS und enviaM sollen künftig enger zusammenarbeiten

Aufsichtsräte der KOWISA und RWE Energy stellen Weichen für Kooperation / Verzahnung stärkt Energiestandort Sachsen-Anhalt

(PresseBox) (Halle, ) Der ostdeutsche Energiedienstleister enviaM und der sachsenanhaltische Gasversorger MITGAS sollen künftig enger zusammenarbeiten. Der Aufsichtsrat des MITGASMehrheitsgesellschafters RWE Energy AG, Dortmund, hat einem Tausch von enviaM-Anteilen gegen MITGAS-Geschäftsanteile der KOWISA* gestern zugestimmt. Der Aufsichtsrat der KOWISA hat Ende vergangener Woche entschieden, seiner Gesellschafterversammlung den Anteilstausch zu empfehlen. In der KOWISA haben die kommunalen Anteilseigner ihre Anteile an Versorgungsunternehmen wie MITGAS und enviaM gebündelt. Damit werden die Weichen für eine engere Verzahnung der Aktivitäten beider Unternehmen gestellt.

Die geplante Zusammenarbeit von MITGAS und enviaM verbessert die Wettbewerbs- und damit die Zukunftsfähigkeit der beiden Unternehmen nachhaltig. Der Wettbewerbs- und Regulierungsdruck im Energiemarkt nimmt weiter zu. Deshalb ist es notwendig, die Kräfte vorausschauend zu bündeln. Durch die beabsichtigte Zusammenführung beider Unternehmen ergeben sich erhebliche Synergieeffektive, die sich positiv auf die Unternehmensentwicklung von enviaM und MITGAS auswirken , so Dr. Markus Litpher, Aufsichtsratsvorsitzender der MITGAS.

Durch den geplanten Schulterschluss von MITGAS und enviaM erhöhen die ostdeutschen Kommunen ihr Gewicht bei enviaM und stärken so ihren Einfluss auf die Geschicke des Unternehmens. Dies ist vorteilhaft für die regionale Ausrichtung der enviaM in Ostdeutschland, auf die die Kommunen großen Wert legen , so Dr. Werner Rauball, Geschäftsführer der KBM*, in der die kommunalen Aktien aus Sachsen-Anhalt an enviaM gebündelt sind.

Auch für Detlef Hillebrand, Prokurist der KOWISA, ist die Aufwertung der Kommunen als Anteilseigner der enviaM ein wichtiges Signal.

Dies ist ein eindeutiges Bekenntnis von RWE, die Position von enviaM als regional eigenständige Führungsgesellschaft in Ostdeutschland mit starker kommunaler Bindung auszubauen. Für die Kommunen wird sich dies auf jeden Fall vorteilhaft auswirken.

Nach Ansicht des enviaM-Vorstandsvorsitzenden Carl-Ernst-Giesting wird die künftige Kooperation von MITGAS und enviaM den Energiestandort Sachsen-Anhalt dauerhaft stärken: Wir haben der Landesregierung zugesichert, dass Standorte, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt erhalten bleiben. Das habe ich dem sachsen-anhaltischen Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff und den Kommunen persönlich versprochen. Es ist sinnvoll, wenn zwei erfolgreiche Energiedienstleister gegenseitig von den Vorteilen des jeweils anderen profitieren. Gemeinsam sind wir deutlich leistungsfähiger."

Nach Auffassung von Dr. Litpher bietet die künftige Zusammenarbeit auch für die Beschäftigten nachhaltige Perspektiven: Es ist eine Chance für die Mitarbeiter beider Unternehmen, die Herausforderungen der Liberalisierung und Regulierung des Energiemarktes gemeinsam anzunehmen und mit vereinten Kräften dauerhaft erfolgreich zu sein. Unser vordringliches Ziel ist es, zukunftssichere Arbeitsplätze für die Mitarbeiter beider Unternehmen zu erhalten.

Für die Zusammenarbeit beider Unternehmen ist eine Veränderung in der Anteilseignerstruktur notwendig. Die kommunalen Anteilseigner der MITGAS tauschen ihre Anteile an der MITGAS in Höhe von 15,3 Prozent mit der RWE Energy und erhalten im Gegenzug Anteile an der enviaM. Damit erhöhen die sachsen-anhaltischen Kommunen ihre Beteiligung an enviaM auf 11,5 Prozent. Durch den Tausch erhöht die RWE Energy ihre bisher gehaltene Mehrheitsbeteiligung an der MITGAS auf 75,4 Prozent. In einem weiteren Schritt veräußert RWE Energy ihre MITGAS-Anteile an enviaM, die so Mehrheitsgesellschafterin der MITGAS wird. Auch nach dem Anteilstausch bleibt RWE Energy Mehrheitsaktionär der enviaM.

Die geplante Veränderung in der Anteilsstruktur bedarf der Prüfung durch die Kartellbehörde.

MITGAS zählt mit rund 300 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 700 Millionen Euro zu den fünf umsatzstärksten Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Auch die enviaM und ihre Beteiligungen sind mit mehr als 1.400 Mitarbeitern und etwa 2,9 Milliarden Euro Jahresumsatz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Sachsen-Anhalt. Pro Jahr investieren enviaM und ihre Beteiligungen hier mehr als 100 Millionen Euro und kaufen für mehr als 70 Millionen Euro bei lokalen und regionalen Lieferanten ein.

envia Mitteldeutsche Energie AG

Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, ist der führende regionale Energiedienstleister in den neuen Bundesländern. Das Unternehmen versorgt in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund 1,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme, Wasser und energienahen Dienstleistungen. Mehr als 45 Prozent der Wertschöpfung und 75 Prozent des Einkaufs- und Investitionsvolumens verbleiben in Ostdeutschland.

Die MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH, Kabelsketal, ist der größte regionale Gasversorger der neuen Bundesländer. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, aber auch in weiten Gebieten Ostdeutschlands versorgt MITGAS rund 187.000 Kunden mit Erdgas, Bioerdgas, Flüssiggas und Wärme. Darüber hinaus ist das Unternehmen Vorlieferant für Stadtwerke in der Region.

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