Aufbewahrung von HAW-Glaskokillen im Zwischen-lager Nord genehmigt

Fünf CASTOR-Behälter mit Glaskokillen aus der WAK dürfen im ZLN für 40 Jahre aufbewahrt werden

(PresseBox) (Rubenow, ) Am 24. Februar 2009 erhielten die Energiewerke Nord GmbH und die Zwischenlager Nord GmbH durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) folgende Genehmigung:

Im Transportbehälterlager des Zwischenlagers Nord (ZLN) dürfen Kernbrennstoffe in Form von HAW-Glaskokillen aus der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (VEK-Kokillen) in fünf Transport- und Lagerbehältern der Bauart CASTOR®HAW 20/28 CG SN 16 aufbewahrt werden. Diese Aufbewahrung erfolgt für einen Zeitraum von max. 40 Jahren.

Mit gleichem Datum erteilte das Umweltministerium Baden-Württemberg die zweite Teilbetriebsgenehmigung für die Verglasungsanlage VEK der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK).
Jetzt kann der hochradioaktive Flüssigabfall (HAWC), der aus dem Betrieb der WAK stammt und dort lagert, in Glas eingeschmolzen werden. Mit der Herstellung der Glaskokillen wird der Abfall in eine feste und endlagerfähige Form überführt.

Es werden ca. 130 HAW-Kokillen produziert.

Die Entsorgung des 60 m³ hochradioaktiven Flüssigabfalls ist die Voraussetzung für den endgültigen Rückbau der WAK, die eine 100%ige Tochter der EWN ist und ebenfalls durch die öffentliche Hand finanziert wird. Die entstehenden Glaskokillen sind wie bisher der radioaktive Flüssigabfall in Bundesbesitz und der Bund ist damit für die Zwischenlagerung und die Verbringung der Abfälle in ein Bundesendlager für wärmeentwickelnde Abfälle verantwortlich.

Es wurde eine Zwischenlagerung im bundeseigenen Zwischenlager Nord favorisiert und eine Aufbewahrungsgenehmigung beim BfS beantragt.

Die Glaskokillen werden in fünf Transport- und Lagerbehälter Typ CASTOR HAW 20/28 CG SN 16 frühestens Ende 2010 in das Transportbehälterlager des ZLN transportiert.

Die erteilte Genehmigung ist die 6. Änderungsgenehmigung zur Aufbewahrungsgenehmigung vom 05.11.1999 für das Transport-behälterlager des Zwischenlagers Nord (ZLN).

Energiewerke Nord GmbH

Die EWN GmbH ist ein bundeseigenes Unternehmen mit folgenden Aufgaben:

- Stilllegung und Abbau der Kernkraftwerke Greifswald und Rheinsberg
- Sicherer Betrieb des Zwischenlagers Nord
- Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebietes "Lubminer Heide".

Weitere Projekte, bei denen die EWN GmbH ihr Know-how verwertet:

- Entsorgung von 120 stillgelegten russischen Atom-U-Booten in Murmansk
- Stilllegung und Abbau des Versuchsreaktors AVR in Jülich (NRW)
- Stilllegung und Abbau der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (BW)

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