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Sensation: Lachs am Hochrhein

(PresseBox) (Rheinfelden, ) .
- Energiedienst registrierte den Fisch bei der Fischaufstiegskontrolle im neuen naturnahen Fließgewässer des Kraftwerks Rheinfelden
- Nach Bestimmung und Vermessung wieder in die Freiheit entlassen


Erst Anfang März hat Energiedienst das naturnahe Fischaufstiegs- und Laichgewässer am neuen Wasserkraftwerk Rheinfelden in Betrieb genommen. Nun hat der erste Lachs das neue Umgehungsgewässer genutzt.

„Das ist eine Sensation“, sagt Jochen Ulrich, Leiter Ökologie und Werkdienst von Energiedienst. „Seit den 50er Jahren wurden hier keine Lachse mehr gesichtet. Es wurde sehr viel von verschiedensten Seiten unternommen, um dafür zu sorgen, dass er den Weg aus dem Meer wieder zu uns an den Hochrhein zurückfindet und hier wieder heimisch wird. In den letzten Jahren haben zum Beispiel auch die Kraftwerksbetreiber die Fischaufstiegsanlagen optimiert. Diese Mühe scheint sich nun gelohnt zu haben. Wir freuen uns sehr, dass wir den Lachs hier gefunden haben und dies zugleich zeigt, dass unser Umgehungsgewässer auch tatsächlich lachsgängig ist. Und die Kraftwerke flussabwärts scheinen dies auch zu sein.“

Der Lachs wurde bereits am 23. Mai 2012 im Zählbecken des Kraftwerks Rheinfelden von Mitgliedern des Fischervereins Karsau unter Leitung von Michael Strittmatter aufgefunden und bis zur eindeutigen Bestimmung in einem Becken gehältert.

Peter Weisser, Fischereibehörde, Regierungspräsidium Freiburg: „Bei dem Tier handelt sich mit größter Wahrscheinlichkeit um einen Lachs und nicht um eine Meerforelle oder große Rheinforelle. Durch große Anstrengungen der Rheinanliegerstaaten und auch des Landes Baden-Württemberg sowie der Kantone der Nordwestschweiz zur Wiederansiedlung des Lachses ist es seit einigen Jahren gelungen, langsam wieder einen Lachsbestand im Rhein aufzubauen. Aus Wiederansiedlungsprojekten stammende Lachse steigen wieder vom Meer in den Rhein auf, um sich dort und insbesondere in den Rheinzuflüssen fortzupflanzen.

Zuletzt stiegen regelmäßig Lachse bis in den mittleren und teilweise bis in den südlichen Oberrhein und die dortigen Zuflüsse auf. In den letzten Jahren wurde die natürliche Fortpflanzung in baden-württembergischen Rheinzuflüssen wie z.B. Kinzig und Murg nachgewiesen.

Die stark eingeschränkte Durchwanderbarkeit etlicher Kraftwerke am südlichen Oberrhein hat die Ausbreitung der Lachse rheinaufwärts bislang aber noch verhindert. Wie das jetzige Beispiel am Hochrhein zeigt, finden einzelne Exemplare aber den Weg über die Schiffsschleusen der Kraftwerke am südlichen Oberrhein gewässeraufwärts. Bei konsequenter Weiterführung der bisherigen Anstrengungen sowohl im Rhein als auch in den Rheinzuflüssen wird auch der Lachs im südlichen Oberrhein und im Hochrhein wieder heimisch werden.“

Der 89 cm lange und 5,9 kg (oder 12 Pfund) schwere Lachs wurde im sogenannten Zählbecken gefunden. Seit Anfang April zählt, vermisst und bestimmen Energiedienst zusammen mit dem Fischerverein Karsau (D) und dem Fischerverein Bezirk Rheinfelden (CH) die Fische, die die neuen Fischaufstiegsmöglichkeiten am Wasserkraftwerk Rheinfelden nutzen. Ziel ist, zu prüfen, ob die Anlagen von den Tieren angenommen werden. Neben dem naturnahen Fischaufstiegs- und Laichgewässer können Fische durch einen Raugerinne-Beckenpass auf deutscher Seite und einen sogenannten Vertical-Slot-Fischpass auf Schweizer Seite aufsteigen.

Nach dem der Lachs vermessen und Schuppen sowie eine Gewebeprobe entnommen wurde, konnte er seine Wanderschaft im Rhein fortsetzen.

Mehrere Fischereiexperten haben den Fisch als Lachs identifiziert. Die Sicherheit liegt bei rund 99 Prozent. Hundertprozentige Sicherheit wird es nach Analyse der DNA-Probe geben, die das Regierungspräsidium Freiburg in Auftrag gegeben hat.

Das naturnahe Fischaufstiegs- und Laichgewässer in Rheinfelden ist mit einer Länge von rund 900 Metern und einer Breite von etwa 60 Metern einzigartig in dieser Größenordnung. „Dank einer Lockströmung finden die Fische den Einstieg in die Mündungsrampe und können die Staustufe mit einer Höhendifferenz von neun Metern überwinden“, erklärt Jochen Ulrich. Außerdem wurden Bereiche gestaltet, die Fischen als Laich- und Ruhezonen dienen.

Über die Energiedienst AG

Die Energiedienst Holding AG erzeugt ausschließlich Ökostrom aus Wasserkraft. Im Netzgebiet von Energiedienst leben rund 750.000 Menschen, die mit Energie versorgt werden. Seit 1999 erhalten alle Haushaltskunden Ökostrom der Marke NaturEnergie, seit Oktober 2011 ist auch klimaneutrales Gas im Angebot. Zu den regionalen und überregionalen Kunden gehören rund 270.000 Privat- und Gewerbekunden, rund 3.200 Geschäftskunden und 42 weiterverteilende kommunale Kunden. Rund 8,7 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden 2011 verkauft. Die Energiedienst Holding AG beschäftigt rund 760 Mitarbeiter, davon sind 41 Auszubildende. Zur Unternehmensgruppe der Energiedienst Holding AG (EDH) gehören die Energiedienst AG (ED AG), die Energiedienst Netze GmbH (EDN), die Ökostromtochter NaturEnergie AG sowie die EnAlpin AG im Wallis. Die EDH ist eine Beteiligungsgesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe.

www.energiedienst.de

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