Services Industriels de Genève erwirbt einen Anteil in Höhe von 15,05 % an der Energiedienst Holding AG (EDH) von der EnBW

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Die EnBW Energie Baden‐Württemberg AG, Karlsruhe/Deutschland, veräußert einen Anteil in Höhe von 15,05 % an ihrer schweizerischen Tochtergesellschaft Energiedienst Holding (EDH) mit Sitz in Laufenburg, Kanton Aargau, an Services Industriels de Genève (SIG). Der Verwaltungsrat der SIG und die Regierung von Genf haben grünes Licht für die Durchführung dieser Transaktion gegeben, die heute von den beiden Unternehmen EnBW und SIG offiziell unterzeichnet wird. Der Anteilserwerb ermöglicht es dem schweizerischen Energieversorgungsunternehmen SIG Anteilseigner der EDH zu werden, während die EnBW gleichzeitig ihre Beteiligung auf 66,7 % verringert. Die EnBW wird die wirtschaftliche Beherrschung der EDH behalten. SIG verbessert durch die Transaktion ihre Möglichkeiten für den Strombezug aus erneuerbaren Energien deutlich.

Diese Anteilsveräußerung ist Teil des Desinvestitionsprogramms der EnBW. Zusammen mit einem Maßnahmenpaket zur Stärkung ihrer Finanzkraft und der Effizienzsteigerung kann hiermit die Basis für weiteres Unternehmenswachstum beispielsweise im Bereich der Erneuerbaren Energien geschaffen werden. Für die SIG eröffnet die Beteiligung neue Möglichkeiten im Bereich der Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen. Die EDH ist ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz und verfügt über zahlreiche Wasserkraftwerke entlang des Rheins und im Wallis. Über den Verkaufspreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Hans‐Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW freut sich auf die Zusammenarbeit mit der SIG. "Wir freuen uns, dass wir mit der SIG einen kompetenten Partner im Gesellschafterkreis der Energiedienst begrüßen können. Mit diesem Schritt eröffnen sich für die Energiedienst zudem Möglichkeiten, sich zielgerichtet in der Schweiz insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien weiter zu entwickeln. Dies entspricht unserer Strategie und stärkt die Energiedienst. Mit diesem Aktienverkauf, der Teil eines mittelfristig angelegten Desinvestitionsplans ist, stärken wir zudem weiter unsere Kapitalbasis und damit unsere Investitionskraft."

Parallel zu dieser Transaktion ist die Unterzeichnung eines langfristigen Stromversorgungsvertrags zwischen der EnBW und der SIG vorgesehen. Ferner soll eine Kooperationsvereinbarung zwischen der SIG und der EnBW im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energiedienstleistungen eingegangen werden. In diesem Zusammenhang werden auch die EDH und die SIG Kooperationsmöglichkeiten bei der Erzeugung und dem Vertrieb von Energie untersuchen und bei positiver Beurteilung entsprechende Vereinbarungen schließen und umsetzen. Die SIG wird dabei von einem Sitz im Verwaltungsrat der EDH profitieren. So wird über die Transaktion hinaus eine echte Partnerschaft entstehen.

André Hurter, Generaldirektor der SIG unterstreicht die Bedeutung der Transaktion für Genf: "Mit der Beteiligung der SIG am Kapital der EDH nimmt eine auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtete Partnerschaft zwischen Energieversorgungsunternehmen in der Schweiz Gestalt an. Genf gewinnt damit energiewirtschaftlich mehr Unabhängigkeit in Bezug auf Energie aus erneuerbaren Quellen und stellt seine Versorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen sicher. Dadurch eröffnen sich interessante Zukunftsperspektiven."

Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der EDH: "Ich freue mich über den neuen Gesellschafter, in dem wir auch einen strategischen Partner gefunden haben. Für die Entwicklung der Energiedienst in der Schweiz ist dies ein guter Schritt."

Services Industriels de Genève (SIG):

Als staatliches Unternehmen ist die SIG für die Versorgung des Kantons Genf mit Strom, Gas, Wasser, Wärme sowie die Abfall‐ und Abwasserentsorgung zuständig. Das Unternehmen verfügt über ein großes Glasfasernetz. Mit einem Umsatz 2010 von über einer Milliarde CHF und 1.700 Mitarbeitern ist die SIG das größte Energieversorgungsunternehmen in der Schweiz.

Energiedienst Holding AG (EDH):

Die EDH ist ein an der Schweizer Börse (SIX) notiertes Unternehmen und Stromversorger für einen Teil der Schweiz und in Süddeutschland. Das Unternehmen hat 2010 mit 770 Mitarbeitern einen Umsatz von 815 Millionen Euro erwirtschaftet. Es betreibt drei eigene Wasserkraftwerke am Rhein und hält wesentliche Beteiligungen an weiteren Wasserkraftwerken am Rhein und im Kanton Wallis. Die EDH verfügt in Süddeutschland und im oberen Wallis (EnAlpin AG) ferner über ein Stromverteilnetz. Die EDH hat 1998 die Marke "NaturEnergie" auf den Markt gebracht.

EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Mit rund sechs Millionen Kunden und über 20.000 Mitarbeitern hat die EnBW 2010 einen Jahresumsatz von über 17 Milliarden Euro erzielt. Die EnBW ist das drittgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Die EnBW ist in Deutschland und der Schweiz sowie auf den Märkten in der Tschechischen Republik, Österreich, Ungarn, Polen und der Türkei aktiv. Seit 2003 ist die EnBW Mehrheitsgesellschafter der EDH.

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