Quartalszahlen Januar - September 2010: Geschäftsverlauf im dritten Quartal zufriedenstellend

Sondereffekte prägen die Ergebnisentwicklung / Operatives Ergebnis entwickelt sich weiterhin positiv

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat auch das dritte Quartal mit insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsergebnissen abgeschlossen. Positiv auf das Quartalsergebnis wirkte sich dabei auch die spürbare gesamtwirtschaftliche Erholung und die damit einhergehende gestiegene Energienachfrage aus. So erhöhte sich der Stromabsatz des EnBW Konzerns im Zeitraum Januar bis September 2010 gegenüber dem Vorjahr um 23,1 Prozent auf 109,9 Milliarden Kilowattstunden. Dieser Zuwachs ist vor allem auf einen ausgeweiteten Absatz im Handel zurückzuführen. Hier profitierte die EnBW auch von den in den vergangenen Monaten erworbenen Kraftwerkskapazitäten in Deutschland. Der Absatz bei Privat- und Geschäftskunden ging dagegen um 3,9 Milliarden Kilowattstunden auf 50,4 Milliarden Kilowattstunden zurück. Dieser Rückgang erklärt sich etwa zur Hälfte durch den Verkauf der GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG. Diese Veräußerung machte sich ebenso wie der intensivere Wettbewerb auch beim Gasabsatz bemerkbar. Während der Gasabsatz an Privatkunden im Berichtszeitraum das Vorjahresniveau von 8,2 Milliarden Kilowattstunden erreichte, sank der Gasabsatz an Geschäftskunden um 21,3 Prozent auf nunmehr 29,5 Milliarden Kilowattstunden.

In Folge des deutlich gestiegenen Absatzes erwirtschaftete die EnBW einen Außenumsatz von 12.950,1 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 10,7 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Als Umsatztreiber erwies sich dabei das Geschäftsfeld Erzeugung und Handel. In diesem Geschäftsfeld erzielte die EnBW in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 3.554,8 Millionen Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug dieser Wert 1.847,9 Millionen Euro. Dieser Umsatzsprung geht ganz wesentlich auf die erhöhten Erzeugungskapazitäten der EnBW sowie auf gestiegene Handelsaktivitäten zurück. Im Geschäftsfeld Netz und Vertrieb erzielte die EnBW einen Umsatz von 7.618,5 Millionen Euro (+ 2 Prozent). Dem gegenüber verringerte sich der Umsatz im Geschäftsfeld Gas um 32 Prozent auf 1.258,9 Millionen Euro. Im Geschäftsfeld Energie- und Umweltdienstleistungen ist der Umsatz um 3 Prozent auf 517,9 Millionen Euro gesunken.

Die Ergebnisentwicklung der EnBW im Berichtszeitraum war wesentlich auch von außerordentlichen Effekten gekennzeichnet. Hierzu zählen beispielsweise der Verkauf der GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG und ihrer Tochterunternehmen, ein Entschädigungsanspruch für die vorzeitige Kündigung eines langfristigen Stromliefervertrags sowie Abschreibungen auf den Firmenwert des Joint Ventures in der Türkei und auf Erzeugungsanlagen der Stadtwerke Düsseldorf. Bereinigt um diese außerordentlichen Sondereffekte ist das in den ersten neun Monaten dieses Jahres erwirtschaftete operative Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis und Beteiligungsergebnis (Adjusted EBIT) um 15,1 Prozent auf 1.614,0 Millionen Euro gestiegen.

Im Geschäftsfeld Strom, Erzeugung und Handel stieg das Adjusted EBIT um 8,1 Prozent auf 1.300,6 Millionen Euro. Ergebnissteigernd wirkten hier insbesondere bessere Konditionen der für die Stromerzeugung des Geschäftsjahres 2010 abgeschlossenen Terminkontrakte. Das Adjusted EBIT des Geschäftsfelds Strom, Netz und Vertrieb konnte auf 282,6 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Ein Anstieg der durchgeleiteten Strommengen und höhere Erlöse aus Netznutzungsentgelten waren die wesentlichen Ursachen des Ergebnissprungs. Im Geschäftsfeld Gas blieb das Adjusted EBIT unter dem Eindruck eines verschärften Wettbewerbs mit 48,4 Millionen Euro deutlich hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Trotz Umsatzrückgang im Segment Energie- und Umweltdienstleistungen legte das Adjusted EBIT in diesem Geschäftsfeld um 18,3 Prozent auf 93,3 Millionen Euro zu.

Der Adjusted Konzernüberschuss - bezogen auf den auf die Aktionäre der EnBW AG entfallenden Gewinn - erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 26,0 Prozent auf 903,6 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss, in dem auch außerordentliche Effekte enthalten sind, liegt mit 1.245,4 Millionen Euro um 74,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Zu der zufriedenstellenden operativen Entwicklung kamen per saldo im neutralen Ergebnis deutlich positive Elemente hinzu, die im Zusammenhang mit dem Verkauf der GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG und ihrer Tochterunternehmen sowie der Aufstockung der Beteiligung an der Pražká energetika a. s. stehen. Das neutrale EBIT belief sich in den ersten neun Monaten 2010 auf insgesamt 296,3 Millionen Euro. Der vergleichbare Vorjahreswert betrug 16,7 Millionen Euro.

Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW: "Das in den ersten neun Monaten in 2010 erzielte Ergebnis ist zufriedenstellend, sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Mehrbelastungen auf uns zukommen. Diese Mehrbelastungen resultieren unter anderem aus der geplanten Kernbrennstoffsteuer und der im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung für die Kernkraftwerke stehenden Vorauszahlungen in den Fonds zum Ausbau der erneuerbaren Energien."

Die Kernbrennstoffsteuer wird die EnBW sechs Jahre lang jährlich mit rund 440 Millionen Euro belasten. Die Vorauszahlungen in den Fonds zum Ausbau der erneuerbaren Energien werden in den nächsten zwei Jahren jeweils 65 Millionen Euro, danach vier Jahre lang je 43 Millionen Euro betragen. Weitere Mehrbelastungen resultieren aus dem sich verändernden Marktumfeld aufgrund sinkender Großhandelsmarktpreise sowie der ab 2013 anstehenden Vollauktionierung der CO2- Zertifikate.

"Diese Einschnitte sind empfindlich und markieren eine Zäsur. Da wir aber jeden Euro nur einmal ausgeben können, müssen wir nun unser Investitionsprogramm anpassen. In Folge der exogenen Einschnitte haben wir zudem ein konzernübergreifendes und nachhaltig wirkendes Programm zur Ergebnissicherung aufgelegt", so Villis.

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