EnBW veräußert Minderheitsbeteiligungen in Polen an EDF

Konsequente Umsetzung des Desinvestitionsprogramms / Strategischer Fokus auf ausgesuchte und strategische bedeutsame Auslandsmärkte bleibt bestehen

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG trennt sich von ihren Minderheitsbeteiligungen in Polen und veräußert diese an die Electricité de France (EDF). Nach der heute von beiden Unternehmen unterzeichneten Vereinbarung erwirbt die EDF die von EnBW gehaltenen Anteile von 32,45 Prozent am polnischen Kohlekraftwerk Rybnik in Oberschlesien sowie 15,59 Prozent am Heizkraftwerk Kogeneracja in Breslau. Der Wert der vereinbarten Transaktion beträgt insgesamt rund 301 Millionen Euro. Die Veräußerung steht noch unter kartellrechtlichem Vorbehalt.

Mit dieser Veräußerung setzt die EnBW ihr Ziel, sich von strategisch nicht mehr relevanten Geschäftsaktivitäten und auch Minderheitsbeteiligungen außerhalb ihrer ausländischen Zielmärkte zu trennen, konsequent um. Gleichzeitig entflechten EnBW und EDF nach dem im Februar diesen Jahres erfolgten Austritt der EDF aus dem Aktionariat der EnBW ihre bisher gemeinsam gehaltenen Beteiligungen.

Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW: "Wir wollen uns im Ausland auf wenige und ausgesuchte Zielmärkte konzentrieren. Mit dem Verkauf unserer Kraftwerksbeteiligungen in Polen kommen wir diesem strategischen Ziel einen weiteren wichtigen Schritt näher, denn wir bereinigen unser Beteiligungsportfolio. Damit stärken wir unsere Finanzkraft und eröffnen uns wichtige finanzielle Freiräume, um noch mehr in die Energiewende und damit in die Zukunft der EnBW investieren zu können."

Die EnBW verfolgt das Ziel, ihre Position als CO2-armer Stromerzeuger zu stärken. Hierzu will das Unternehmen in den kommenden Jahren erheblich in den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Modernisierung seiner Erzeugungsanlagen investieren. Zusätzlich zu den bereits bestehenden rund 3.000 Megawatt installierte Leistung aus erneuerbaren Energien will die EnBW bis zum Jahr 2020 weitere rund 3.000 Megawatt neu bauen. Damit würde sie ihre Leistung im Bereich der erneuerbaren Energien nahezu verdoppeln. Für diese immensen Ausbauschritte sind rechnerisch rund 8 -10 Milliarden Euro notwendig.

Zudem will die EnBW ihr Engagement im Bereich der dezentralen Erzeugung und als Anbieter intelligenter Energielösungen ausbauen.

Zur Realisierung der geplanten Projekte hat die EnBW unter anderem ein konzerninternes Effizienzprogramm gestartet, Kapitalmaßnahmen eingeleitet und ein Desinvestitionsprogramm für den Verkauf von nicht strategischen Beteiligungen sowie für die Optimierung von Beteiligungshöhen in Höhe von auf 1,5 Milliarden Euro festgesetzt.

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