ElringKlinger steigert Umsatz im ersten Halbjahr 2010 um 43 %

(PresseBox) (Dettingen/Erms, ) Die ElringKlinger-Gruppe hat den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2010 um 43,2 % auf 383,7 (267,9) Mio. Euro gesteigert. Die fortgesetzte Erholung der Fahrzeugmärkte, zahlreiche Produktneuanläufe und die starke Aufstellung der Gruppe in Asien wirkten sich positiv aus. Kosteneinsparungen und die gestiegene Auslastung der Fertigung führten dazu, dass sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) gegenüber dem von der Krise stark betroffenen ersten Halbjahr des Vorjahres mehr als verdoppelte und 53,9 (22,6) Mio. Euro erreichte. Nach Steuern und Anteilen Dritter verbuchte der Konzern ein Periodenergebnis von 34,2 (10,0) Mio. Euro.

Im Erstausrüstungsgeschäft mit den Fahrzeugherstellern stiegen die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2010 - trotz der erst langsamen Verbesserung im Lkw-Segment - um 55,9 % auf 289,6 (185,8) Mio. Euro. Hohe Zuwächse erzielte der Konzern insbesondere in Asien und Südamerika aber auch auf dem US-Fahrzeugmarkt, der sich nach dem Einbruch im Vorjahr spürbar erholte. Der Umsatz im Ersatzteilgeschäft stieg getragen von einem anziehenden Auslandsgeschäft um 13,5 % auf 53,9 (47,5) Mio. Euro.

Im zweiten Quartal 2010 belebte sich die Nachfrage weiter. Die Umsatzerlöse des Konzerns erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um 45,4 % auf 201,0 (138,2) Mio. Euro und setzten das Wachstum auch gegenüber dem Vorquartal (182,7 Mio. Euro) fort.

Ertragssituation trotz einmaliger Belastungen weiter verbessert

Die Ertragslage der ElringKlinger-Gruppe hat sich im ersten Halbjahr 2010 weiter verbessert. Neben der in der Krise verschlankten Kostenstruktur hat sich hauptsächlich die gestiegene Auslastung der Fertigung positiv ausgewirkt. Ursächlich hierfür waren die deutlich erhöhten Teileabrufe der Pkw-Hersteller. Die Produktion von Komponenten für Nutzfahrzeuge war im ersten Halbjahr 2010 immer noch deutlich schwächer ausgelastet als vor der Krise.

Die Umsatzkosten erhöhten sich im ersten Halbjahr 2010 unterproportional zur Umsatzentwicklung um 29,9%, so dass die Bruttomarge auf 30,3 % (23,2 %) zulegte. Aus der Absicherung der Preise für die im Edelstahl enthaltenen Legierungszuschläge ergab sich im ersten Halbjahr 2010 ein insgesamt positiver Effekt auf das operative Ergebnis in Höhe von 0,1 Mio. Euro.

Aufgrund der im Tarifvertrag 2010 vereinbarten Altersteilzeitregelung für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie mussten im ersten Quartal 2010 entsprechende Altersteilzeitrückstellungen für die gesamte Laufzeit des Vertrags bis Ende März 2012 gebildet werden, die den Personalaufwand einmalig um 1,8 Mio. Euro erhöhten. Zudem wurde die für die beiden Jahre 2008 und 2009 beschlossene Mitarbeiterbeteilung in Höhe von 2,4 Mio. Euro ebenfalls im ersten Quartal 2010 zurückgestellt. Diese Sondereffekte wirkten sich ebenso wie die seit Jahresbeginn beendete Kurzarbeit erhöhend auf den Personalaufwand und das operative Ergebnis aus.

Für Forschung und Entwicklung wendete der Konzern in den ersten sechs Monaten 2010 21,4 (19,1) Mio. Euro und damit 12,0 % mehr auf als im Vorjahresvergleichszeitraum. Für Projekte im Bereich Brennstoffzellen- und Batterietechnologie konnte das Unternehmen 1,4 Mio. Euro an Projektfördermitteln der öffentlichen Hand gewinnen. Mit einem ersten Serienauftrag für Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien hat ElringKlinger auf diesem Gebiet im ersten Halbjahr 2010 ein wichtiges Referenzprojekt erhalten.

EBIT profitiert von gestiegener Auslastung

Das EBIT wurde zwar in Summe von 3,7 Mio. Euro an negativen Währungskurseffekten belastet, konnte aber im ersten Halbjahr 2010 dennoch um 31,3 Mio. Euro auf 53,9 (22,6) Mio. Euro gesteigert werden. Die EBIT-Marge erreichte trotz der beschriebenen Sonderbelastungen im ersten Halbjahr 14,1 % (8,4 %). Bei Herausrechnung der einmaligen Ergebniseffekte aus der Materialpreisabsicherung, der Erhöhung der Altersteilzeitrückstellungen und der Kosten für die Mitarbeiterbeteiligung lag die EBIT-Marge bei 15,1 %. Die weiter anziehenden Umsätze und die damit in den meisten Geschäftsbereichen spürbar verbesserte Auslastung bewirkten auch im zweiten Quartal 2010 eine im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportionale Steigerung beim EBIT, das sich in diesem Zeitraum unter Einbeziehung von 2,7 Mio. Euro negativer Währungskurseffekte auf 31,6 (15,8) Mio. Euro verdoppelte.

Das Finanzergebnis lag im ersten Halbjahr bei minus 10,1 (-5,3) Mio. Euro. Hier ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresvergleichshalbjahr von positiven Währungskurseffekten in Höhe von insgesamt 2,0 Mio. Euro profitiert hatte. Im ersten Halbjahr 2010 führte dagegen alleine die Stichtagsbewertung der Verbindlichkeit aus der Finanzierung des Erwerbs der Schweizer SEVEX-Gruppe in Schweizer Franken zu einem Finanzaufwand von 6,0 Mio. Euro (3,8 Mio. Euro im zweiten Quartal), der sich auf das Finanzergebnis und das EBIT entsprechend senkend auswirkte. Im zweiten Quartal machte das Finanzergebnis minus 5,6 (-5,0) Mio. Euro aus.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg verglichen mit dem schwachen ersten Halbjahr des Vorjahres um 32,3 Mio. Euro auf 47,6 (15,3) Mio. Euro. Im zweiten Quartal 2010 legte das Vorsteuerergebnis um 140,3 % auf 28,6 (11,9) Mio. Euro zu.

Periodenergebnis nach Anteilen Dritter steigt im ersten Halbjahr auf 34 Mio. Euro

Die Ertragsteuerquote ging vor allem aufgrund der stärkeren Ergebnisentwicklung bei Konzerngesellschaften mit unterdurchschnittlicher Steuerquote auf 24,9 % (29,4 %) zurück. Damit erzielte die ElringKlinger-Gruppe im ersten Halbjahr 2010 ein Periodenergebnis nach Anteilen Dritter von 34,2 (10,0) Mio. Euro. Im zweiten Quartal 2010 übertraf das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter den Vorjahresvergleichszeitraum um 12,6 Mio. Euro und ereichte 20,6 (8,0) Mio. Euro. Dies entsprach in den ersten sechs Monaten 2010 einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,59 (0,17) Euro. Im zweiten Quartal erhöhte sich das Ergebnis je Aktie auf 0,36 (0,14) Euro.

Prognose für 2010 erneut erhöht

Bei den Auftragseingängen setzte sich die schrittweise Erholung fort. Im zweiten Quartal 2010 stieg der Auftragseingang verglichen mit einem krisenbedingt schwachen Vorjahresquartal auf 244,1 (148,8) Mio. Euro. Die Bestellungen legten damit auch gegenüber dem ersten Quartal 2010 (200,5 Mio. Euro) weiter zu.

Ausgehend von einer weiteren Erholung der Fahrzeugmärkte und einer stabilen konjunkturellen Entwicklung hebt ElringKlinger, nach dem positiv verlaufenen ersten Halbjahr, die Umsatz- und Ertragsziele für das Gesamtjahr 2010 erneut an. Der Konzern plant jetzt mit einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 690 bis 710 Mio. Euro (bisher 637 bis 655 Mio. Euro). Dies beinhaltet noch nicht den pro rata-Beitrag der geplanten Übernahme des Zylinderkopf- und Abgasdichtungsgeschäfts der Freudenberg Gruppe, der zeitanteilig ab dem geplanten Vollzug der Übernahme zum vierten Quartal 2010 rund 10 Mio. Euro zum ElringKlinger-Konzernumsatz beisteuern würde. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll überproportional zum Umsatz auf 90 bis 95 Mio. Euro steigen (bisher 76 bis 79 Mio. Euro).

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