Mehrwert der besonderen Art

elobau ist seit 2010 ein CO2-neutrales Unternehmen

(PresseBox) (Isny, ) Umweltbewusstsein ist nicht zwangsläufig mit Mehrkosten verbunden, bringt aber immer einen Mehrwert - zumindest für die nachfolgenden Generationen. Daher haben die elobau-Verantwortlichen entschieden, ihr Unternehmen CO2neutral zu gestalten. Dafür ziehen sie alle Register, vom Ökostrom über eine Biogasheizanlage bis zum eigenen Solarpark, der über ein Plus in der CO2-Bilanz sogar den negativen Anteil von Zulieferteilen ausgleichen kann.

Umweltbewusstsein wird bei elobau groß geschrieben. Schon beim Neubau des Verwaltungstraktes im Jahr 2008 am Stammsitz in Leutkirch achtete Geschäftsführer Michael Hetzer auf wesentliche Details, wie zum Beispiel die Nutzung von Erdwärme, eine komplexe Heizungssteuerung, Energiecontrolling und so weiter. Denn er ist der Überzeugung, dass Unternehmen besondere Verantwortung für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen haben: "Es liegt in unseren Händen, ob den nächsten Generationen noch genügend Rohstoffe zur Verfügung stehen und sie in einer intakten Umwelt leben können. Ich fühle mich jedenfalls unseren Kindern verpflichtet und mache mich gerne mit elobau auf den Weg zum CO2neutralen Unternehmen."

Zum Beginn des Jahres 2010 konnte er den größten Schritt in dieser Richtung gehen, denn am 1.1. wurde der elobaueigene Solarpark in Betrieb genommen. Im Industriegebiet Fraureuth, Sachsen, wurden auf 65 000 qm Fläche 10 000 Solarpaneele installiert, die eine Leistung von rund 2,4 MW liefern. "Damit können wir in etwa die CO2-Belastung ausgleichen, die durch zugekaufte Materialien und Teile entstehen", erklärt Michael Hetzer. Bei dieser Annahme stützt er sich auf eine Umweltbilanz, die die elobau-Verantwortlichen von einem anerkannten Energieberatungsunternehmen erstellen ließen. Ein solches Rechenwerk ist heute keine Hexerei, sondern ein transparentes Auswerten und Anwenden von Daten. Dafür stehen große Datenbanken zur Verfügung, in denen Durchschnittswerte für den CO2-Verbrauch verschiedenster Elemente hinterlegt sind, zum Beispiel für einen Quadratmeter Leiterplatte, ein Kubikmeter Kunststoffgranulat, etc..

Einfacher ist der Weg zur CO2-Neutralität im eigenen Unternehmen, wo man den Energieverbrauch und die Quellen unmittelbar beeinflussen kann. Denn mittlerweile haben Privatleute wie auch Unternehmen die Wahl zwischen herkömmlichem "grauen" und bereits neutralem "grünen" Strom. Der finanzielle Unterschied sei nicht erheblich, argumentiert der elobau-Chef. "Im Vergleich mit unserem derzeitigen Strompreis werden die Kosten für den Ökostrom sogar geringer. Allerdings können wir diesen erst ab nächstem Jahr nutzen, da wir noch vertraglich an unseren bisherigen Anbieter gebunden sind."

Auch die Heizungsanlagen in Produktion und Verwaltung haben erheblichen Einfluss auf den CO2-Verbrauch. Daher wird elobau im nächsten Jahr auf regenerative Energiequellen umstellen und in Zukunft Biogas eines lokalen Anbieters nutzen. Michael Hetzer achtet auch hierbei auf Details. So lässt er zusätzliche Mini-Gasturbinen installieren, die Strom erzeugen und deren Abwärme zum Heizen dient. So werden nahezu 100 Prozent des Energiepotentials sinnvoll verwertet.

Da die letztgenannten Maßnahmen noch nicht umgesetzt sind, überbrückt elobau den aus eigener Kraft noch nicht zu neutralisierenden CO2-Verbrauch mit dem Zukauf von sogenannten Carbon Credits. Der Begriff stammt aus dem Emissionshandel, wobei Carbon nicht anderes als Kohlenstoff bedeutet. Unter Carbon Credits sind also Gutschriften zu verstehen, die den eigenen CO2-Verbrauch über Maßnahmen externer Unternehmen und Länder ausgleichen. Für elobau sei das nur eine Zwischenlösung bis 2011, betont Hetzer und legt großen Wert auf die Seriosität des Handels. Man habe hierzulande einen seriösen Anbieter gefunden, der Carbon Credits nach Gold-Standard verkauft.

In der Belegschaft ist das Umwelt-Engagement sehr gut angekommen. Viele Mitarbeiter sind selbst umweltbewusst und erklären sich durch ihr eigenes Verhalten gewissermaßen solidarisch - sei es durch den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad oder durchs bewusste Abschalten von Stromverbrauchern während Pausen. Michael Hetzer hofft, dass es auch im Kunden- und Lieferantenbereich viele Nachahmer findet: "Unter unseren Kunden gibt es bereits einige große Unternehmen, die größten Wert auf eine ausgeglichene CO2-Bilanz legen. Diese waren auch für uns ein Vorbild, und jetzt wir kommen ihnen entgegen, indem wir von uns aus CO2neutrale Produkte liefern. Andererseits achten wir bei unseren Lieferanten auf diesen Punkt. All unsere Druckwerke - Kataloge, Broschüren, etc. - werden zum Beispiel auf Papier gedruckt, das den Kriterien des international tätigen "Forest Stewardship Council" (FSC) entspricht und zudem CO2neutral verarbeitet wird."

elobau GmbH & Co. KG

1972 gründete Fritz Hetzer das Unternehmen elobau, das heute - unter der Leitung seines Sohnes Michael Hetzer - über 360 Mitarbeiter an drei Standorten beschäftigt. Das Stamm- und Produktionswerk befindet sich in Leutkirch, die Verwaltungsniederlassung in Isny und der Werkzeugbau in Lichtenhain. elobau erwirtschaftete im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 55 Mio. Euro.

Die Produktpalette umfasst 20 eigenständige Produktgruppen. Eine wichtige Rolle spielen die berührungslos arbeitenden Sicherheitsschalter, die elobau als erster Anbieter bereits 1977 auf den Markt brachte. Eine weitere bedeutende Gruppe stellen Fahrzeugkomponenten dar - vom Taster bis hin zum kompletten Kontrollpanel. Eine vielversprechende Innovation ist das Sicherheitsbussystem eloSafe, das Verkabelungsaufwand für die Maschinensicherheit deutlich reduziert. Vielfältige Schalter und Sensoren, Niveaugeber sowie Joysticks bilden die weiteren Produktgruppen.

Zugunsten einer kurzen Reaktionszeit setzt elobau auf eine hohe Fertigungstiefe in der Produktion. Neben Werkzeugbau und Kunststoffspritzerei verfügt elobau über eine eigene mechanische Werkstatt für Prototypen und Kleinserien, eine SMD-Bestückung sowie eine Kabel-Konfektion.

Zu den zufriedenen Kunden gehören unter anderem: im Fahrzeugbereich die Agco-Gruppe, CNH und John Deere; in der Industrie Bosch Rexroth, Kärcher und Heidelberger Druckmaschinen.

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